{"id":1930,"date":"2013-03-13T20:39:15","date_gmt":"2013-03-13T20:39:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=1930"},"modified":"2013-03-13T20:39:15","modified_gmt":"2013-03-13T20:39:15","slug":"mein-kleines-himbeertortchen-rennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=1930","title":{"rendered":"Mein kleines Himbeert\u00f6rtchen rennt"},"content":{"rendered":"<p>Seit geraumer Zeit interessiere ich mich f\u00fcr Mini-Computer abseites der \u00fcblichen PC W\u00fcste. Der Vorteil von diesen Mini-Dingern ist, dass sie nicht allzuviel kosten (in der Regel zwischen 20 und 40 Euro) und sich so zum rumprobieren und basteln eignen. Mittlerweile habe ich drei von den Dingern zu Hause.<\/p>\n<p>Der Nachteil ist, dass sie in der Regel leider auch nicht allzuviel Rechenpower und Speicher haben. So \u00e4hnlich, wie sich die drei Ger\u00e4te in Gr\u00f6\u00dfe und Preis auch sind &#8211; von der Charakteristik und vom potentiellen Einsatzzweck unterscheiden sie sich doch erheblich.<\/p>\n<p><strong>Level 1 &#8211; Arduino<\/strong><\/p>\n<p>Der <a title=\"Arduino Website\" href=\"http:\/\/www.arduino.cc\/\" target=\"_blank\">Arduino<\/a> ist ein kleines Board mit einem ATMEL Microcontroller, der vor allem f\u00fcr Steuer- und Regeltechnik taugt: Lichtspielereien mit LEDs, Heimautomatisierung mittels Licht, Temeperatur und Feuchtigkeitssensoren und kleine Roboterspielereien. Was er nicht hat: Anschl\u00fcsse f\u00fcr Bildschirm, Tastatur, Maus, Sound und andere Dinge, die man ein normalen Computer so erwartet. Programmiert wird er in einer einfachen, auf Processing basierenden Sprache &#8211; oder in C.<\/p>\n<div id=\"attachment_1931\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a rel=\"attachment wp-att-1931\" href=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?attachment_id=1931\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1931\" class=\"size-medium wp-image-1931\" title=\"Arduino Uno\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/arduino_uno-480x270.jpg\" alt=\"Arduino Uno\" width=\"480\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/arduino_uno-480x270.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/arduino_uno.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1931\" class=\"wp-caption-text\">Arduino Uno<\/p><\/div>\n<p><strong>Level 2 &#8211; Duinomite<\/strong><\/p>\n<p>Der <a title=\"Duinomite Website\" href=\"http:\/\/www.duinomite.com\/\" target=\"_blank\">Duinomite<\/a> kommt &#8211; obwohl ebenfalls auf einem Microcontroller basierend &#8211; der Idee eines Computers schon n\u00e4her. Tastatur und Bildschirm angeschlossen und schon hat man einen Rechner auf dem technischen Niveau eines Heimcomputers aus den fr\u00fchen 80er Jahren, allerdings mit interessanten Schnittstellen zum Basteln, wie einem CAN-Bus, der vor allem im Automobilbereich eingesetzt wird. Programmiert wird er in Basic, \u00e4hnlich wie es Microsoft in den 70er und 80er Jahren vertrieben hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_1864\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a rel=\"attachment wp-att-1864\" href=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?attachment_id=1864\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1864\" class=\"size-medium wp-image-1864\" title=\"Frisch ausgepackt: Duinomite\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/duinomite-480x342.jpg\" alt=\"Frisch ausgepackt: Duinomite\" width=\"480\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/duinomite-480x342.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/duinomite.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1864\" class=\"wp-caption-text\">Duinomite<\/p><\/div>\n<p><strong>Level 3 &#8211; Raspberry Pi<\/strong><\/p>\n<p>Der letzte Neuzugang in meinem Spielzimmer Maschinenpark ist ein <a title=\"Raspberry Pi Foundation\" href=\"http:\/\/www.raspberrypi.org\/\" target=\"_blank\">Raspberry Pi<\/a>. Das Teil basiert auf einem ARM Prozessor mit immerhin 700MHz Takt und 512 MB Speicher und l\u00e4uft bei mir zur Zeit unter Raspian &#8211; einer von Debian abstammenden Linux Variante. Nach dem Start empfiehlt sich noch etwas Feintuning, <a title=\"Der Raspberry Pi bei Linux und Ich\" href=\"http:\/\/linuxundich.de\/de\/hardware\/klein-aber-fein-der-raspberry-pi-bei-linux-und-ich\/\" target=\"_blank\">wie von Christoph beschrieben<\/a> und alles funktioniert.<\/p>\n<p>Dieser Rechner in Kreditkartengr\u00f6sse ist der Idee eines PC sicherlich am n\u00e4hesten, da er eine grafische Benutzeroberfl\u00e4che hat, normal mit Tastatur und Maus bedient wird und mittels Ethernet Schnittstelle an das Internet angeschlossen werden kann. F\u00fcr ernsthaften Einsatz als PC Ersatz taugt er aber dennoch nicht, da dem Prozessor doch sehr schnell die Puste ausgeht.<\/p>\n<p>Programmieren kann man das Ger\u00e4t in nahezu jeder beliebigen Programmiersprache, wobei von der Raspberry Pi Foundation Python empfohlen wird. Genau daf\u00fcr ist er n\u00e4mlich entwickelt worden: Sein eigentlicher Daseinszweck ist, ein m\u00f6glichst billiger Computer zu sein, auf dem man leicht programmieren lernen kann. Ganz in der Tradition der billigen britischen Heimcomputer der 80er Jahre.<\/p>\n<div id=\"attachment_1932\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a rel=\"attachment wp-att-1932\" href=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?attachment_id=1932\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1932\" class=\"size-medium wp-image-1932\" title=\"Raspberry Pi\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/raspberry_pi-480x249.jpg\" alt=\"Raspberry Pi\" width=\"480\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/raspberry_pi-480x249.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/raspberry_pi.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1932\" class=\"wp-caption-text\">Raspberry Pi<\/p><\/div>\n<p><strong>Alles da, funktioniert &#8211; und jetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Was macht man denn nun mit den Teilen? Nun, seien wir mal ehrlich &#8211; wenig:<\/p>\n<p>Der <em>Arduino<\/em> liegt bei mir in einer Kiste. Ich habe zwar schon etwas damit rumgebastelt (&#8222;<a title=\"Ollmetzer: Nokia 6100 Display am Arduino\" href=\"\/?p=1902\" target=\"_blank\">Nokia 6100 Display am Arduino<\/a>&#8222;), aber solange ich nicht anfange Alarmanlagen, Bew\u00e4sserungssysteme f\u00fcr die Topfpflanzen oder Roboter zu bauen, habe ich eigentlich keine rechte Verwendung f\u00fcr das Ding.<\/p>\n<p>Dem <em>Duinomite<\/em> geht es \u00e4hnlich &#8211; er liegt nach einigem rumprobieren (&#8222;<a title=\"Duinomite im Selbstversuch\" href=\"\/?p=1867\" target=\"_blank\">Retroflash III: Duinomite im Selbstversuch<\/a>&#8222;) in der Kiste. Er ist zwar sehr einfach und macht Spass, aber ich habe keinen richtigen Einsatzzweck f\u00fcr das Ding gefunden.<\/p>\n<p>Beim <em>Raspberry Pi<\/em> bin ich mir noch nicht sicher. Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, ihn als kleines Helferlein in meinem Heimnetzwerk laufen zu lassen.<\/p>\n<p>So habe ich neulich erfolgreich einen <a title=\"OwnCloud\" href=\"http:\/\/owncloud.org\/\" target=\"_blank\">OwnCloud Server<\/a> installiert, mit dem ich zentral meine Kontakte, Kalender und Fotos verwalten k\u00f6nnte. Eine sch\u00f6ne Anleitung dazu gibt es im Artikel &#8222;<a title=\"OwnCloud auf Raspberry Pi\" href=\"http:\/\/www.instructables.com\/id\/Raspberry-Pi-Owncloud-dropbox-clone\/\" target=\"_blank\">Raspberry Pi Owncloud (dropbox clone)<\/a>&#8220; auf Instructables. Nach der Installation kann man das kleine Kistchen problemlos ohne Bildschirm und Tastatur hinter dem Regal verschwinden lassen.<\/p>\n<p>Andererseits k\u00f6nnte ich mir den Winzling auch gut als Retro-Zentrale vorstellen, um alte Heimcomputer Spiele zu zocken. Einen Emulator f\u00fcr den guten, alten Sinclair Spectrum konnte ich vorhin ohne Probleme installieren. Dazu gibt man auf der Kommandozeile ein:<\/p>\n<pre>sudo apt-get install fuse-emulator-common\r\nsudo apt-get install spectrum-roms\r\nsudo apt-get install fuse-emulator-utils<\/pre>\n<p>Das erste Kommando installiert den Sinclair Emulator, das zweite die Betriebssysteme der verschiedenen Spectrum Versionen (48K, 128K, Plus2, Plus3) und das letzte noch einige sinnvolle Hilfsprogramme um Audiodateien in den Emulator einspielen zu k\u00f6nnen (die Software war damals auf Audio Kassetten gespeichert), Basic Listings erzeugen zu k\u00f6nnen und \u00e4hnliches.<\/p>\n<p>Ganz nett, aber so richtigen N\u00e4hrwert hat das noch nicht. Ich bin aber sicher, mir f\u00e4llt da im Laufe der Zeit noch was nettes ein&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit geraumer Zeit interessiere ich mich f\u00fcr Mini-Computer abseites der \u00fcblichen PC W\u00fcste. 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