{"id":252,"date":"2008-01-12T19:11:14","date_gmt":"2008-01-12T18:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ollmetzer\/?p=252"},"modified":"2010-05-30T13:45:36","modified_gmt":"2010-05-30T11:45:36","slug":"qualitatsjournalisten-unter-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=252","title":{"rendered":"Qualit\u00e4tsjournalisten unter sich"},"content":{"rendered":"<p>Ich kann es kaum fassen, da\u00df Menschen, die sich selbst als &#8222;Qualit\u00e4tsjournalisten&#8220; sehen, in vollen Ernst im Jahre des Herrn 2008 immer noch eine so \u00fcberfl\u00fcssige wie dumme Diskussion \u00fcber &#8222;wir tollen etablierten Journalisten vs. die niveaulosen Blogger&#8220; leisten. Noch besser kann man sich selber kaum als inkompetent im Bereich Medien disqualifizieren. Dar\u00fcber sollte man einfach nur den Mantel des Schweigens ausbreiten.<\/p>\n<p>Die Podiumsdiskussion des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV) lieferte jedoch dem gesch\u00e4tzten Herrn Niggemeier den Anla\u00df zu einem gelungenen Artikel mit dem Titel &#8222;<a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/von-den-regeln-in-die-traufe\/\"  title=\"Stefan Niggemeier\" target=\"niggemeier\">Von den Regeln in die Traufe<\/a>&#8220; aus dem ich eine kurze, aber pr\u00e4gnante Aussage zitieren m\u00f6chte:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Denn der Deutsche Presserat ist kein Gremium, das f\u00fcr die Einhaltung journalistischer Mindeststandards sorgt. Der Deutsche Presserat ist ein Gremium, das dazu dient, den Eindruck zu erwecken, es g\u00e4be ein Gremium, das f\u00fcr die Einhaltung journalistischer Mindeststandards sorgt.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>(Ich bewerte die Medienaufsicht f\u00fcr die Rundefunkanstalten im \u00dcbrigen \u00e4hnlich &#8211; aber das nur mal so nebenbei.)<\/p>\n<p>Es folgt ein durchaus lesenswerter Artikel \u00fcber Qualit\u00e4t und Kompetenz. Die journalistische Sorgfalt, die man von etablierten Medien erwarten sollte, ist offensichtlich alles andere als selbstverst\u00e4ndlich. Das wird allerdings keinen B\u00fcrger, der einmal offenen Auges das Zeitschriftenangebot in Deutschland \u00fcberflogen hat oder der schon einmal Radio oder Fernsehen genutzt hat, \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Insofern ist es absolut begr\u00fcssenswert, da\u00df es jetzt f\u00fcr jeden B\u00fcrger eine einfache M\u00f6glichkeit gibt, seine subjektive Sicht der Dinge zu publizieren. Viel mehr machen die &#8222;alten Medien&#8220; ja leider auch meist nicht. Vielleicht interessiert sich jemand daf\u00fcr, was man schreibt, vielleicht auch nicht. F\u00fcr den Einen sind wirtschaftliche Themen wichtig, f\u00fcr andere vielleicht Artikel \u00fcber Katzen. Ob ein Artikel relevant ist, h\u00e4ngt schlie\u00dflich in erster Linie von den Pr\u00e4ferenzen des Betrachters ab. Manche Themen sind besser von &#8222;professionellen&#8220; Journalisten zu \u00fcbermitteln, insbesondere wenn die Recherche mit hohem Aufwand verbunden ist. Bei anderen ist die Lekt\u00fcre von fachspezifischen Blogs sinnvoller, weil die Amateure nicht den finanziellen und redaktionellen Beschr\u00e4nkungen der hauptberuflichen Journalisten unterliegen.<\/p>\n<p>Ich nennen das Internet schon seit \u00fcber 10 Jahren manchmal scherzhaft &#8222;Die allwissende M\u00fcllhalde&#8220;. Mindestens 90% der Inhalte sind Schrott. Aber seien wir ehrlich: 90% von allem ist Schrott. So ist das Leben.<\/p>\n<p><strong>Was will ich eigentlich sagen?<\/strong><\/p>\n<p>Journalisten, Blogger, Landsleute: Macht einfach Eure Arbeit gut, lasst den Schrott links liegen und entspannt Euch mal ein bischen. Echt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann es kaum fassen, da\u00df Menschen, die sich selbst als &#8222;Qualit\u00e4tsjournalisten&#8220; sehen, in vollen Ernst im Jahre des Herrn 2008 immer noch eine so \u00fcberfl\u00fcssige wie dumme Diskussion \u00fcber &#8222;wir tollen etablierten Journalisten vs. die niveaulosen Blogger&#8220; leisten. Noch besser kann man sich selber kaum als inkompetent im Bereich Medien disqualifizieren. 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