{"id":2712,"date":"2017-01-07T18:40:00","date_gmt":"2017-01-07T17:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=2712"},"modified":"2017-01-07T18:41:37","modified_gmt":"2017-01-07T17:41:37","slug":"recap-33c3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=2712","title":{"rendered":"Recap 33C3"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr 2017 ist schon ein paar Tage alt und der 33. Chaos Communication Congress ist bereits seit einer Woche Geschichte. Mit etwas Abstand m\u00f6chte ich meine Eindr\u00fccke zusammenfassen.<\/p>\n<p><strong>Entspanne und genie\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>Im Gegensatz zu meinen letzten Besuchen bin ich dieses Mal etwas anders vorgegangen. W\u00e4hrend des Kongresses habe ich so gut wie nichts ver\u00f6ffentlicht; Nicht auf meinem Blog und auch auf Facebook nur ein paar Bilder. Ich habe auch nicht so viele Veranstaltungen besucht, sondern mich eher entspannt treiben lassen. Der Kongress ist mit seinen 12.000 Besuchern derart gro\u00df und wuselig, dass man mit Gelassenheit viel weiter kommt, als wenn man st\u00e4ndig zwischen den S\u00e4\u00e4len hin und her rennt. Einige interessante Vortr\u00e4ge habe ich mir erst sp\u00e4ter in Ruhe zu Hause angesehen. So konnte ich in Ruhe das tolle, bunte, lustige, anregende Ambiente genie\u00dfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_2714\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2714\" class=\"size-medium wp-image-2714\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_deko-359x480.jpg\" alt=\"33C3 Dekoration\" width=\"359\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_deko-359x480.jpg 359w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_deko-768x1027.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_deko-766x1024.jpg 766w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_deko.jpg 957w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><p id=\"caption-attachment-2714\" class=\"wp-caption-text\">33C3 Dekoration<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2715\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2715\" class=\"size-medium wp-image-2715\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_hackcenter-480x359.jpg\" alt=\"33C3 Hackcenter\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_hackcenter-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_hackcenter-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_hackcenter-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_hackcenter.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2715\" class=\"wp-caption-text\">33C3 Hackcenter<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2718\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2718\" class=\"size-medium wp-image-2718\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_3ddrucker-480x359.jpg\" alt=\"33C3 - 3D Drucker en masse\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_3ddrucker-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_3ddrucker-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_3ddrucker-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_3ddrucker.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2718\" class=\"wp-caption-text\">33C3 &#8211; 3D Drucker en masse<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2716\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2716\" class=\"size-medium wp-image-2716\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_party-480x359.jpg\" alt=\"33C3 Partyzone\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_party-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_party-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_party-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_party.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2716\" class=\"wp-caption-text\">33C3 Partyzone<\/p><\/div>\n<p>Traditionsgem\u00e4\u00df waren auch diesmal wieder die ganzen Zwischengeschosse und Aufenthaltsbereiche bunt und fantasievoll dekoriert. Mal im Stil eines englischen Salons, mal sind es Beduinenzelte, dann wiederum feinstes 70er Jahre Kunststoffblasen Ambiente \u00e1 la Barbarella. Die Assemblies und das Hackcenter lagen wie immer im halbdunkel, was die ganzen Spielereien mit LEDs, Projektoren und Elektrolumineszentb\u00e4ndern richtig zur Geltung kommen lie\u00df. In der gro\u00dfen Halle war wie in den Vorjahren wieder eine clubm\u00e4\u00dfige Partyzone. Die riesigen Installationen erinnerten diesmal an Tetris und Minecraft und es wurde bereits am fr\u00fchen Abend feinster chilliger Elektrobeat gespielt.<\/p>\n<div id=\"attachment_2713\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2713\" class=\"size-medium wp-image-2713\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_schilder-480x359.jpg\" alt=\"33C3 Organisation\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_schilder-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_schilder-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_schilder-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_schilder.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2713\" class=\"wp-caption-text\">33C3 Organisation<\/p><\/div>\n<p>Die Organisation ist mittlerweile unfassbar gut eingespielt. Es wurde an tausend Details gedacht, ein eigenes Telefonnetz installiert und das WLAN war immer gut. Das ist um so bemerkenswerter, weil die ganze Arbeit von Freiwilligen (Engeln) gemacht wird. In diesem Jahr hatten sich sage und schreibe 2.500 Leute daf\u00fcr gemeldet &#8211; mehr als ben\u00f6tigt wurden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wimmelte es auch wieder von kleinen Sp\u00e4\u00dfchen: Am Eingang der Toiletten hingen Zettel, die den WLAN-Empfang mit 0-5 Sternen bewerteten, ich habe ein Wettrennen zwischen zwei Jungs auf einem rollenden gr\u00fcnen Cordsessel und einer Matekiste gesehen, eine Polonaise von 15 Leuten auf Hoverboards und noch viele andere lustige Sachen.<\/p>\n<p><strong>Vorsicht: CYBER!<\/strong><\/p>\n<p>Der Running-Gag der Veranstaltung war aber der Begriff Cyber. Ein Begriff, den seit Ende der 70er Jahre eigentlich keiner mehr benutzt, aber in letzter Zeit von Leuten, die \u00fcberhaupt kein Fachwissen haben, f\u00fcr ihre politische Propaganda genutzt.<br \/>\nFolgerichtig wurde mit zwinkerndem Auge alles, was irgendwie &#8222;gef\u00e4hrlich&#8220; war mit gelbem Cyber-Absperrband gekennzeichnet: Von fiktiven Tatorten \u00fcber Laptops, bis zu den Besuchern selber, die sich die B\u00e4nder auf ihre Klamotten geklebt haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_2717\" style=\"width: 369px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2717\" class=\"size-medium wp-image-2717\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_cyber-359x480.jpg\" alt=\"33C3 - Vorsicht: Cyber!\" width=\"359\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_cyber-359x480.jpg 359w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_cyber-768x1027.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_cyber-766x1024.jpg 766w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/33c3_cyber.jpg 957w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><p id=\"caption-attachment-2717\" class=\"wp-caption-text\">33C3 &#8211; Vorsicht: Cyber!<\/p><\/div>\n<p>Auch diesmal gab es nat\u00fcrlich wieder sehr viele spannende Vortr\u00e4ge mit Themen irgendwo zwischen Politik, tollen Basteleien und Raumfahrt. Einige waren lustig (<a href=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8012-building_custom_pinball_machines\" target=\"_blank\">wie baue ich einen Flipper selber<\/a>) und einige wiederum extrem ernst (<a href=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-7966-geolocation_methods_in_mobile_networks\" target=\"_blank\">wie t\u00f6tet man Menschen aus tausenden Kilometer Entfernung mit einer Drohne, wenn man nur ihre Telefonnummer hat<\/a>).<\/p>\n<p>F\u00fcr mich waren in diesem die folgenden Schwerpunkte wichtig:<\/p>\n<ul>\n<li>Messenger<\/li>\n<li>Vertrauensw\u00fcrdige Hardware<\/li>\n<li>Datenanalyse<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Messenger<\/strong><\/p>\n<p>Messenger sind in den letzten Jahren ein gro\u00dfes Ding geworden. Ich habe so einen seltsamen Walled-Garden-Zwitter zwischen E-Mail und SMS zwar nie vermisst, aber zu meiner Verbl\u00fcffung haben sich die breiten Massen auf WhatsApp und Co gest\u00fcrzt und man wird mittlerweile dumm angeguckt, wenn man so etwas nicht hat. Also muss man sich wohl damit besch\u00e4ftigen. Aus diversen Gr\u00fcnden halte ich zur Zeit keinen einzigen Messenger f\u00fcr gut, aber ich bin ja lernwillig. Also habe ich mir zwei Veranstaltungen angesehen.<\/p>\n<p>In einem kleineren Workshop Raum fanden sich ca. 100 Zuh\u00f6rer ein, um einen Vergleich der folgenden Messenger zu h\u00f6ren: WhatsApp, Signal, Viber, Threema, Wire, Kontalk, Facebook Messenger, Telegram, Allo und Skype. Alleine die Vielfalt zeigt schon ein Grundproblem aller Angebote: Sie sind abgeschottet. Keiner kann mit dem anderen kommunizieren, wenn der ein anderes System nutzt.<\/p>\n<p>In dem Vortrag ging es nur um einen kleinen, aber wichtigen Teilaspekt: Die Sicherheit. Der Laie h\u00f6rt nur &#8222;WhatsApp ist ja verschl\u00fcsselt&#8220; und damit ist alles gut. Leider ist die Realit\u00e4t nicht so einfach. Um es kurz zu machen:<br \/>\nEs gab <strong>keine L\u00f6sung<\/strong>, die als wirklich sicher und vertrauensw\u00fcrdig einzustufen ist. Skype ist bereits in der Vorrunde mangels End-to-end Verschl\u00fcsselung ausgeschieden, Threema konnte sich als &#8222;vermutlich sicher, aber nicht v\u00f6llig vertrauenw\u00fcrdig&#8220; noch relativ gut behaupten.<\/p>\n<p>Threema war auch Untersuchungsgegenstand der Vortrags &#8222;A look into the Mobile Messaging Black Box&#8220; von Rolan Schilling, der hier zu sehen ist:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8062-a_look_into_the_mobile_messaging_black_box\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Hier wurde der Threema Messenger per reverse-Engeneering untersucht: Die Verschl\u00fcsselung selber, das Schl\u00fcssel Management und das Kommunikationsprotokoll. Das Fazit ist, dass alles handwerklich sauber zu sein scheint. Das letzte bestehende Problem ist die Vertrauensw\u00fcrdigkeit des Programms selber. Die Vortragenden ermutigen Threema deshalb, den Source Code des Clients als Open Source freizugeben. Dazu haben sie bereits selber Code auf Github eingestellt, den sie qualitativ als &#8222;lediglich akademisch&#8220; eingestuft haben:\u00a0<a href=\"https:\/\/github.com\/o3ma\" target=\"_blank\">https:\/\/github.com\/o3ma<\/a><\/p>\n<p><strong>Vertrauensw\u00fcrdige Hardware<\/strong><\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften momentanen Herausforderung betreffs der Sicherheit ist aktuell aber, dass es prinzipiell unm\u00f6glich ist, sicher \u00fcber eine Hardware zu kommunizieren, die auf unterster Ebene von Backdoors verseucht ist. Das gilt zur Zeit f\u00fcr alle PC, Router, Smartphones und sonstige Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>Der Vortrag &#8222;Virtual Secure Boot&#8220; von Gerd Hoffmann zielte darauf ab, wie man einen PC sicher bootet. Das ist erstaunlicherweise mit sehr viel Aufwand verbunden und kann nur bei sehr wenigen Modellen nachger\u00fcstet werden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8142-virtual_secure_boot\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Der Vortrag &#8222;Untrusting the CPU&#8220; von Jaseg handelte davon, wie auf einem nicht vertrauensw\u00fcrdigen Computer sicher und verschl\u00fcsselt kommuniziert werden k\u00f6nnte. Der Vorschlag ist im Prinzip ein Ger\u00e4t, das zwischen die Ein- und Ausgabe geh\u00e4ngt wird. Der Computer bek\u00e4me von den verschl\u00fcsselten Nachrichten gar nichts mit.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8014-untrusting_the_cpu\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Der Ansatz ist auf technischem Level sehr interessant, aber auf einer h\u00f6heren Ebene ziemlich am Thema vorbei. Denn die eigentliche Frage ist: <\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wie stelle ich sicher, dass ich einen Rechner ohne Backdoors habe?&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das kann mit den Standardcomputern, die heutzutage erh\u00e4ltlich sind prinzipiell nicht erreicht werden. Wenn man schon so ein technisch aufwendiges Zwischenger\u00e4t, wie Jaseg es vorschl\u00e4gt, herstellen w\u00fcrde &#8211; wieso baut man dann nicht stattdessen einen einfachen und sicheren Computer?<\/p>\n<p><strong>Komplexit\u00e4t nicht durch noch komplexere Ans\u00e4tze ersetzen<\/strong><\/p>\n<p>Mir ist in letzter Zeit ohnehin aufgefallen, dass es generell eine Neigung gibt, Dinge die aufgrund \u00fcbergro\u00dfer Komplexit\u00e4t unsicher oder unbedienbar werden, durch das Hinzuf\u00fcgen weiterer Elemente zu reparieren. Leider wird das zugrunde liegende Problem dadurch nicht gel\u00f6st und die Komplexit\u00e4t steigt weiter.<\/p>\n<p>Als sinnvoller empfinde ich es, eine Sicherheitsl\u00fccke mit einfachen Mitteln anzugehen. In ihrem Vortrag &#8222;Hochsicherheits-Generalschl\u00fcssel Marke Eigenbau&#8220; erl\u00e4utern Michael Weiner und RFGuy \u00fcber eine Dreiviertelstunde lang, wie sie sich f\u00fcr ein bestimmtes mechanisches Schlie\u00dfsystem einen Generalschl\u00fcssel berechnet und angefertigt haben. <\/p>\n<p>Verbl\u00fcffenderweise weisen sie am Schluss darauf hin, dass das System gut sei, obwohl sie es knacken konnten. Man m\u00fcsse nur aufpassen, dass die Schl\u00fcssel nicht fotografiert werden k\u00f6nnen und empfehlen daher, die Schl\u00fcssel stets in einem M\u00e4ppchen zu transportieren.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8139-hochsicherheits-generalschlussel_marke_eigenbau\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Datenanalyse<\/strong><\/p>\n<p>Der Satz &#8222;Ich habe doch nichts zu verbergen&#8220; zeugte schon immer von naiver Unwissenheit. Ich habe dann h\u00e4ufig geantwortet &#8222;Das kannst Du nicht beurteilen, weil Du nicht wei\u00dft wer wann was aus Deinen Daten herausliest.&#8220;<\/p>\n<p>Genau hierzu gab es einen wundervollen Beitrag von David Kriesel: &#8222;SpiegelMining \u2013 Reverse Engineering von Spiegel-Online&#8220;, in dem eine Datenanalyse der Ver\u00f6ffentlichungen von Spiegel Online vorgestellt wird. Interessant sind hier bei die Erkenntnisse, die quasi &#8222;um die Ecke&#8220; gewonnen wurden. Das sind Dinge, die in den Rohdaten eigentlich gar nicht drinstecken, wie Inhaltepr\u00e4ferenzen der Leser, Kommentart\u00e4tigkeiten, ver\u00e4ndertes gesellschaftliches Bewusstsein und eine Absch\u00e4tzung, welche Redakteure miteinander ein Verh\u00e4ltnis haben k\u00f6nnten. Absolut sehenswert!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-7912-spiegelmining_reverse_engineering_von_spiegel-online\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Noch beklemmender, weil es jeden von uns angeht, ist die Datenanalyse im Vortrag &#8222;Build your own NSA&#8220; von SVeckert und Andreas Dewes auf der Basis von Webtracking. Aus einem Datensample konnten Personen de-anonymisiert werden. Als die Politikerin Valerie Wilms (MdB, Die Gr\u00fcnen) \u00fcber die Erkenntnisse zu ihrem Tagesablauf, den Bankverbindungen, Interessen und zur Struktur ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung informiert wurde, meinte sie &#8222;Is echt alles zu sehen, ne? Scheisse!&#8220;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"680\" height=\"390\" src=\"https:\/\/media.ccc.de\/v\/33c3-8034-build_your_own_nsa\/oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Auch der 33. Chaos Communication Congress hat wieder eine Gef\u00fchlsmischung aus Neugier, Ratlosigkeit und Niedergeschlagenheit &#8211; aber auch Faszination und einer Menge Spass bei mir hinterlassen. Es war auf jeden Fall eine gro\u00dfartige Veranstaltung. <\/p>\n<p>In diesem Jahr muss sich der CCC jedoch nach einem anderen Veranstaltungsort umsehen, da das Congress Centrum Hamburg saniert und 2019 wiederer\u00f6ffnet werden soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr 2017 ist schon ein paar Tage alt und der 33. Chaos Communication Congress ist bereits seit einer Woche Geschichte. Mit etwas Abstand m\u00f6chte ich meine Eindr\u00fccke zusammenfassen. Entspanne und genie\u00dfe Im Gegensatz zu meinen letzten Besuchen bin ich dieses Mal etwas anders vorgegangen. 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