{"id":2879,"date":"2017-07-02T22:40:32","date_gmt":"2017-07-02T20:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=2879"},"modified":"2017-07-02T22:40:32","modified_gmt":"2017-07-02T20:40:32","slug":"venedig-kunstbiennale-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=2879","title":{"rendered":"Venedig &#8211; Kunstbiennale 2017"},"content":{"rendered":"<p>In der letzten Juniwoche habe ich die sch\u00f6ne Stadt Venedig besucht. Das hatte einen Grund und einen Anlass.<\/p>\n<p><em>Der Grund:<\/em> Ich war noch nie dort und war neugierig auf die Besonderheit der Stadt.<\/p>\n<p><em>Der Anlass:<\/em> Die Kunstbiennale (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Biennale_di_Venezia\" target=\"_blank\">L\u2019Esposizione Internazionale d\u2019Arte, La Biennale di Venezia<\/a>).<\/p>\n<p>In diesem Artikel geht es nur um letzteres. Ich hatte mir am Dienstagmorgen ein 48 Stunden Ticket gekauft. Das ist mit \u20ac30,- nur unwesentlich teurer als das Tagesticket zu \u20ac25,- und bequemer, da man ausreichend Zeit f\u00fcr beide Teile der Biennale hat. Dienstag habe ich die Ausstellung im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arsenal_(Venedig)\" target=\"_blank\">Arsenale<\/a> angesehen und am Mittwoch die Pavillons in den Giardini.<\/p>\n<p><strong>Arsenale<\/strong><\/p>\n<p>Teile des Gel\u00e4ndes der ehemaligen Marinewerft und Flottenbasis der Venezianischen Republik werden seit 1999 f\u00fcr die Biennale genutzt. Der Ort hat neben seiner geschichtlichen Bedeutung jede Menge Charme.<\/p>\n<div id=\"attachment_2885\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2885\" class=\"size-medium wp-image-2885\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_20170627_100205-480x359.jpg\" alt=\"Wassertor Ingresso di Terra des Arsenale\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_20170627_100205-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_20170627_100205-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_20170627_100205-1024x766.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/IMG_20170627_100205.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2885\" class=\"wp-caption-text\">Wassertor Ingresso di Terra des Arsenale (erbaut 1574)<\/p><\/div>\n<p>Meine Tour begann am Eingang in der Campiello Tana und f\u00fchrte zun\u00e4chst durch die hohen und langen Hallen am s\u00fcdlichen Ende des Gel\u00e4ndes. Bald hatte ich meine ersten Eindr\u00fccke zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>Was ist das denn? Eine \u00d6ko-Textil-Schamanenausstellung? Halt die Axt!<\/li>\n<li>Generell zu viel Wolle, zu viel zerschnittene B\u00fccher, zuviel Video.<\/li>\n<li>&#8222;<em>lives and works in Berlin<\/em>&#8220; scheint eine wichtige Voraussetzung zur Teilnahme zu sein. Jedenfalls habe ich das gef\u00fchlt an jedem zweiten Werk \u00fcber den jeweiligen K\u00fcnstler gleich welcher Nationalit\u00e4t gelesen. Muss das so sein? Von den Berliner K\u00fcnstlern, die ich kenne, war jedenfalls niemand dabei.<\/li>\n<li>Der Ort ist trotzdem genial<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_2886\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2886\" class=\"size-medium wp-image-2886\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270186-360x480.jpg\" alt=\"Blick durch die Hallen am S\u00fcdende des Arsenale\" width=\"360\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270186-360x480.jpg 360w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270186-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270186.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><p id=\"caption-attachment-2886\" class=\"wp-caption-text\">Hallen am S\u00fcdende des Arsenale (Seilerei von 1443)<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2887\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2887\" class=\"size-medium wp-image-2887\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270207-480x360.jpg\" alt=\"Sch\u00f6ne Deckenkonstruktion\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270207-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270207-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270207-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270207.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2887\" class=\"wp-caption-text\">Sch\u00f6ne Deckenkonstruktion<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_2888\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2888\" class=\"size-medium wp-image-2888\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270212-480x360.jpg\" alt=\"Zwischen den Geb\u00e4uden im S\u00fcdosten des Gel\u00e4ndes\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270212-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270212-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270212-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270212.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2888\" class=\"wp-caption-text\">Zwischen den Geb\u00e4uden im S\u00fcdosten des Gel\u00e4ndes<\/p><\/div>\n<p>Ungef\u00e4hr bis zur Mitte der Ausstellung war ich alles andere als begeistert von der Kunst. Ich sah dann allerdings doch noch Arbeiten, die mich richtig ansprachen:<\/p>\n<p>Der t\u00fcrkische Beitrag von Cevdet Erek zeigte eine raumf\u00fcllende, begehbare Installation aus Ger\u00fcstteilen, Holzbohlen, Rampen und Maschendrahz\u00e4unen, auf deren h\u00f6chstem Punkt aus einem Feld mehrerer Flachlautsprechen leise Ger\u00e4usche und Sprachfetzen kommen. Die Wirkung ist beklemmend. Ein subtiler, aber sehr wirkungsvoller Hinweis auf die aktuelle Situation.<\/p>\n<p>Der italienische Beitrag ist ebenfalls beklemmend, aber eher das Gegenteil von subtil. Man hat den Eindruck durch ein Biotechnologie Labor zu gehen, in dem Lebewesen hergestellt werden sollen. Die riesige Installation zeigt Tanks, Gussformen f\u00fcr K\u00f6rper, Eine Anlage mit verschiedenen Brutzellen und eine Kryogene Anlage zum Einfrieren. Die Herstellung scheint aber nicht recht zu funktionieren, da \u00fcberall defekte K\u00f6rper und Teile von K\u00f6rpern herumliegen.<\/p>\n<p>Eine weitere Gro\u00dfinstallation belegte ebenfalls eine komplette Halle. Man ging in sehr schwachem Licht unter einer flachen, raumgro\u00dfen Ger\u00fcstinstallation hindurch um am Ende eine Treppe hinauf, die breit wie eine Trib\u00fcne ist. Von dort kann man auf das Ger\u00fcst von oben sehen. Jedoch alles was in dem beinahe dunklen Raum zu sehen ist, ist die Deckenkonstruktion und ihr Spiegelbild. Der Effekt ist verbl\u00fcffend, weil das Gehirn den optischen Eindruck zun\u00e4chst nicht mit dem erlebten Raum zusammenbringen kann.<\/p>\n<p>Der Beitrag &#8222;Life in the folds&#8220; von Carlos Amorales aus Mexiko war ebenfalls spannend. Es l\u00e4uft ein Film, der in einer Art Scherenschnitt-Puppenspiel eine d\u00fcstere, m\u00e4rchenartige Geschichte erz\u00e4hlt &#8211; die einer Flucht. Der Film hat teilweise Untertitel. Diese sind aber nicht lesbar, da sie in einer Art moderner Keilschrift verfasst sind. Zu der Ausstellung kann man eine Zeitung mitnehmen, die ebenfalls in dieser Schrift gedruckt ist. Im Raum stehen Tische, auf denen diese Schriftzeichen als Keramikst\u00fccke herumliegen. An der Wand sind Grafiken und &#8222;Keilschrift-Noten&#8220; zu sehen. Alles ist in sterilem Schwarz\/Wei\u00df gehalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_2890\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2890\" class=\"size-medium wp-image-2890\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270266-480x281.jpg\" alt=\"Arsenale Gaggiandre (1573)\" width=\"480\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270266-480x281.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270266-768x449.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270266-1024x599.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6270266.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2890\" class=\"wp-caption-text\">Arsenale Gaggiandre (1573)<\/p><\/div>\n<p>Den Abschluss des ersten Tages auf der Biennale war f\u00fcr mich dann ein Cappuccino im Giardini delle Vergini am Ende des Arsenale. Dort konnte ich der brennenden Sonne im Schatten der B\u00e4ume entgehen und entspannen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Giardini<\/strong><\/p>\n<p>Vor 1999 wurde die Biennale ausschlie\u00dflich in den Giardini ausgetragen. Den Gedanken, im Schatten von gro\u00dfen B\u00e4umen zu wandeln, hatte bei 28 Grad und stechendem Sonnenschein etwas sch\u00f6nes. Das Ambiente in der Parkanlage, die in den Stadtteilen Castello und St. Elena liegt, unterscheidet sich erheblich von dem der Ausstellung im naheliegenden Arsenale.<\/p>\n<p>Mitten zwischen den gro\u00dfen B\u00e4umen stehen 28 feste Pavillions verschiedener Staaten. Diese sind in v\u00f6llig unterschiedlichen Architekturstilen gehalten und stammen aus unterschiedliche Zeiten. Die ersten Pavillons wurden 1907 errichtet, der sehr sch\u00f6ne und schlichte Schweizer Pavillon stammt von 1952 und der extrem filigrane Skandinavische Pavillon aus dem Jahr 1962.<\/p>\n<div id=\"attachment_2893\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2893\" class=\"size-medium wp-image-2893\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260093-480x360.jpg\" alt=\"Eingang zu den Giardini\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260093-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260093-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260093-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260093.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2893\" class=\"wp-caption-text\">Eingang zu den Giardini<\/p><\/div>\n<p>Viele Staaten, die keinen Pavillion auf dem Gel\u00e4nde erbaut haben, stellen in verschiedenen R\u00e4umlichkeiten im Stadtgebiet aus. So bin ich bereits am Montag Nachmittag bei einem ersten Stadtrundgang \u00fcber die Ausstellung von Aserbaidschan am Campo Santo Stefano aufmerksam geworden.<\/p>\n<div id=\"attachment_2894\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2894\" class=\"size-medium wp-image-2894\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260051-480x360.jpg\" alt=\"Aserbaidschan &quot;Pavillon&quot;\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260051-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260051-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260051-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6260051.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2894\" class=\"wp-caption-text\">Aserbaidschan &#8222;Pavillon&#8220; in der Stadt<\/p><\/div>\n<p>Das ist verst\u00e4ndlich, weil der Platz in den Giardini nun mal begrenzt ist, aber leider auch etwas undankbar. Man l\u00e4uft als Biennale-Besucher vermutlich nicht auch noch die komplette Stadt ab, um jeden L\u00e4nderbeitrag zu sehen. Und die zigtausend &#8222;normalen&#8220; Touristen wissen eventuell gar nicht, was das soll.<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck in die G\u00e4rten.<\/p>\n<div id=\"attachment_2905\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2905\" class=\"size-medium wp-image-2905\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280442-480x360.jpg\" alt=\"Biennale Zentralpavillon\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280442-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280442-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280442-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280442.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2905\" class=\"wp-caption-text\">Biennale Zentralpavillon<\/p><\/div>\n<p>Wie bereits am Vortag fand ich die Architektur interessant, aber meine Begeisterung f\u00fcr die Kunst hielt sich in Grenzen. Gleich zu Beginn kam ich am Deutschen Pavillon vorbei und mich \u00fcberkam sogar massives Unwohlsein.<\/p>\n<div id=\"attachment_2907\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2907\" class=\"size-medium wp-image-2907\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280361-480x360.jpg\" alt=\"Deutscher Pavillon\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280361-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280361-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280361-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280361.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2907\" class=\"wp-caption-text\">Deutscher Pavillon mit langer Warteschlange<\/p><\/div>\n<p>Das Geb\u00e4ude selbst wurde 1938 umgebaut &#8211; was man ihm deutlich ansieht. Als ob der Pavillon von Albert Speer pers\u00f6nlich verbrochen w\u00e4re (er war es tats\u00e4chlich nicht) steht auch noch &#8222;Germania&#8220; (wie die geplante Hauptstadt des &#8222;1000 j\u00e4hrigen Reiches&#8220;) \u00fcber allem. Vorne pa\u00adt\u00adrouil\u00adlie\u00adren zwei massive Dobermann Weibchen. Aus dem inneren dr\u00f6hnen schwere, depressive T\u00f6ne, gegen die Wagners Ritt der Walk\u00fcren wie leichtf\u00fc\u00dfiger Samba wirkt.<\/p>\n<p>Mein erster Eindruck: Nazi-Geisterbahn &#8211; blo\u00df weg.<\/p>\n<p>Jedoch &#8211; nachdem ich den Rest der Ausstellung gesehen hatte, verstand ich, weshalb der Beitrag von Anne Imhoff den Hauptpreis f\u00fcr den besten Beitrag gewonnen hat; Eben genau weil er so starke Gef\u00fchle ausl\u00f6st.<\/p>\n<div id=\"attachment_2908\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2908\" class=\"size-medium wp-image-2908\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280387-480x360.jpg\" alt=\"Russischer Pavillon\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280387-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280387-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280387-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P6280387.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2908\" class=\"wp-caption-text\">Russischer Pavillon<\/p><\/div>\n<p>Im russischen Pavillon aus dem Jahr 1914 wurden verschiedene Werke gezeigt, die sich ebenfalls mit der Vergangenheit und der Gegenwart des Landes befassen. Eine rundum Video-Projektion und eine Installation spielten mit der ruhmreichen(?) Vergangenheit der UDSSR. Ein weitere Beitrag war daf\u00fcr im hier und jetzt. Menschliche K\u00f6rper, die in weissen Kuben feststeckten symbolisieren die automatische Kategorieiserung, die Computer anhand von Social Media Profilen. Den kompletten K\u00f6rper konnte man nur sehen, wenn man ein Tablet mit einer entsprechenden Augumented Reality-App davor hielt.<\/p>\n<p>Der Pavillon von Griechenland wird mir schon deshalb in Erinnerung bleiben, weil er Zuflucht vor einem heftigen Gewitter bot, dass sich in dem extrem schw\u00fclen Klima am Mittwoch Nachmittag entlud. Deshalb bin ich auch leider nicht dazu gekommen, das Geb\u00e4ude zu fotografieren.<\/p>\n<p>Ich verbrachte eine gute dreiviertel Stunde in dem Geb\u00e4ude. Das fiel umso leichter, weil es eine wirklich sehr gute Installation enthielt. Man geht eine Treppe nach oben und kann dort von einem Rundgang in ein dunkles Labyrinth sehen. Es sind in Abst\u00e4nden Monitore installiert, die die Vorbereitung eines offensichtlich wichtigen wissenschaftlichen Experimentes zeigen. Das Ambiente in den Filmen wirkt grau-br\u00e4unlich und erinnert im Stil an die sp\u00e4ten 60er Jahre. Nach dem Rundgang geht es hinunter in das Labyrinth &#8211; das wohl die Durchf\u00fchrung des Experimentes selber symbolisieren soll. Hier kann man an einigen passende Soundschnipsel h\u00f6ren. Den Abschluss bildet eine Leinwand, auf der ein Komitee \u00fcber den Ausgang des Experimentes ber\u00e4t. Offensichtlich hat es m\u00f6glich gef\u00e4hrliche Nebenwirkungen gegeben und man diskutiert, wie damit umzugehen sei. An der Diskussion sind neben dem Professor und seinen Assistenten auch der Institutsleiter, der f\u00fcr die Finanzierung des Institutes und die von Charlotte Rampling gespielte graue Eminenz von au\u00dfen (politisch?) beteiligt. Wenn man lange genug sitzenbleibt, bemerkt man, dass sich die Diskussion im Kreis dreht und nie aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Neben dem griechischen, dem russischen und dem deutschen Beitrag vor allem das Caf\u00e9 im Ged\u00e4chtnis. Als ich es betrat war ich spontan begeistert. Eine Einrichtung im konsequenten 80er Jahre <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Memphis_(Design)\" target=\"_blank\">Memphis-Stil<\/a>, was zu einer Ausstellung \u00fcber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ettore_Sottsass\" target=\"_blank\">Ettore Sottsass<\/a> passen w\u00fcrde, die gleichzeitig in Venedig stattfand. Sp\u00e4ter erfuhr ich dann, dass das Caf\u00e9 von Tobias Rehberger zur Biennale 2009 gestaltet wurde und er von der Jury daf\u00fcr mit einem goldenen L\u00f6wen als bester K\u00fcnstler ausgezeichnet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_2902\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2902\" class=\"size-medium wp-image-2902\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6280426-480x360.jpg\" alt=\"80er Jahre Design Cafeteria\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6280426-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6280426-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6280426-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/P6280426.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-2902\" class=\"wp-caption-text\">80er Jahre Design Cafeteria<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass die Biennale eine der wichtigsten Kunstausstellungen weltweit sein soll, fand ich sie in G\u00e4nze \u00fcberraschend fade. Dennoch bereue ich den Besuch auf keinen Fall. Immerhin habe ich einige Werke gesehen, die ich interessant fand. Dass diese fast immer einen d\u00fcsteren Aspekt hatten (sowohl in der Aussage als auch rein optisch) mag an mir liegen. W\u00e4re ich ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Biennale nach Venedig gereist, dann w\u00e4re ich etwas entt\u00e4uscht. Das Gesamtpaket aus Venedig und der Biennale hat mich aber sehr angeregt und gefallen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Juniwoche habe ich die sch\u00f6ne Stadt Venedig besucht. Das hatte einen Grund und einen Anlass. Der Grund: Ich war noch nie dort und war neugierig auf die Besonderheit der Stadt. Der Anlass: Die Kunstbiennale (L\u2019Esposizione Internazionale d\u2019Arte, La Biennale di Venezia). In diesem Artikel geht es nur um letzteres. 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