{"id":3033,"date":"2017-10-29T18:09:36","date_gmt":"2017-10-29T17:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=3033"},"modified":"2022-05-16T15:00:46","modified_gmt":"2022-05-16T13:00:46","slug":"sounds-good-imsta-festa-berlin-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=3033","title":{"rendered":"Sounds good &#8211; IMSTA FESTA Berlin 2017"},"content":{"rendered":"<p>Am gestrigen Samstag besuchte ich das <a href=\"http:\/\/www.imsta.org\/berlin_2017.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IMSTA FESTA Berlin 2017<\/a>, das in den R\u00e4umen der <a href=\"http:\/\/www.sae.edu\/deu\/de\/campus\/berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SAE in Berlin Kreuzberg<\/a> stattfand.<\/p>\n<p>Hmm, &#8222;Bahnhof&#8220;?<\/p>\n<p>Es drehte sich alles um Musikproduktion.<\/p>\n<div id=\"attachment_3043\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3043\" class=\"size-medium wp-image-3043\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMSTA_FESTA-480x313.jpg\" alt=\"IMSTA Festa Berlin\" width=\"480\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMSTA_FESTA-480x313.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMSTA_FESTA-768x501.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMSTA_FESTA-1024x668.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-3043\" class=\"wp-caption-text\">IMSTA Festa Berlin<\/p><\/div>\n<p>Das SAE Institute ist eine private Bildungseinrichtung, die seit 40 Jahren in vielen L\u00e4ndern Kurse rund um Musik- und Medienproduktion anbietet. IMSTA ist die International Music Software Trade Association. Offensichtlich sind auch einige der Berliner Musiksoftwarehersteller dort Mitglied und so fand der Event nun auch in Berlin statt. Ich wusste nicht so genau, was mich erwartet, aber da man sich zwar registrieren musste, aber der Eintritt frei war machte ich mich auf den Weg nach Kreuzberg.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wuselte ich wie die anderen Besucher durch die R\u00e4ume der SAE und schaute mal hier und mal dort rein. Die R\u00e4umlichkeiten in dem ehemaligen Speicher in der Cuvrystr. auf zwei Geschossen sind noch neu. Alles ist modern. Interessant fand ich den Grundriss im Musikbereich im oberen Stockwerk. Dort gab es keine rechten Winkel und keine parallel laufenden W\u00e4nde um Schallreflexionen zu minimieren. Es gab kleine und mittlere \u00dcbungsr\u00e4ume, in denen Workshops und Vorf\u00fchrungen stattfanden und nat\u00fcrlich auch ein vollwertiges Tonstudio.<\/p>\n<p>Danach habe ich die Showrooms der Hersteller abgeklappert.<\/p>\n<p><strong>Hard- und Software<\/strong><\/p>\n<p>Akai hatte seine aktuelle <a href=\"http:\/\/www.akaipro.com\/products\/mpc-series\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MPC Hardware<\/a> am Start. Mit dieser Art Instrument werde ich aber irgendwie nicht warm. Mir liegt die Bedienung und Arbeitsweise nicht.<\/p>\n<p>Arturia hatte auch etwas Hardware aufgebaut. Das kompakte <a href=\"https:\/\/www.arturia.com\/products\/hybrid-synths\/keylab-essential-49\/overview\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keylab49<\/a> Masterkeyboard hat ein sch\u00f6nes Design, ist recht leicht und ziemlich preiswert. Da ich aber stolzer und zufiedener Besitzer eines Keylab88 mit gewichteter &#8222;Klavier&#8220; Tastatur bin, habe ich daf\u00fcr keinen Bedarf. Nachdem ich etwas an dem winzigen <a href=\"https:\/\/www.arturia.com\/products\/hardware-synths\/microbrute-se\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analogsynthesizer MicroBrute<\/a> und etwas l\u00e4nger an dem ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.arturia.com\/products\/drumbrute\/overview\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">analogen Drumcomputer DrumBrute<\/a> herumgeschraubt hatte, vertiefte ich mich f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in den Soundsph\u00e4ren des gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.arturia.com\/products\/hardware-synths\/matrixbrute\/overview\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analogsynthesizers MatrixBrute<\/a>. Im Gegensatz zu den anderen Instrumenten hing der an Lautsprechern. Da mich in der Zeit f\u00fcnf Leute angesprochen haben und mich f\u00fcr einen Arturia Mitarbeiter hielten, kann mein Geklimper nicht so schlecht gewesen sein. Ein sehr sch\u00f6nes Instrument. Klingt gut, f\u00fchlt sich gut an und macht Spa\u00df.<\/p>\n<p>Neben Hardware gab es nat\u00fcrlich auch viel Software zu sehen. Die Berliner Szene war mit <a href=\"https:\/\/www.native-instruments.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Native Instruments<\/a> (die sitzen ungef\u00e4hr drei H\u00e4user weiter), <a href=\"https:\/\/www.u-he.com\/cms\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">U-HE<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bitwig.com\/en\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bitwig<\/a> gut vertreten. <a href=\"https:\/\/www.ableton.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ableton<\/a> konnte ich hingegen nicht entdecken, obwohl sie auch IMSTA Mitglied sind. <a href=\"https:\/\/www.steinberg.net\/de\/home.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steinberg<\/a> aus Hamburg waren auch dabei, wie Hersteller aus anderen L\u00e4ndern, wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.image-line.com\/flstudio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Image Line mit FL Studio<\/a> (A.K.A Fruity Loops).<\/p>\n<p>Mein Interesse galt aber vornehmlich Bitwig. Diese Software nutze ich selber gerne und ich finde das Team nett. Am Stand wurde ich sogar wiedererkannt (&#8222;Du warst doch auch auf der Party damals in Neuk\u00f6lln, oder?&#8220;). Nice! Leider hat mir das letzte Update auf 2.2 mein Audio Setup zerschossen und dazu hatte ich einen kleinen Schnack. Mal sehen, ob wir die Ursache finden.<\/p>\n<p><strong>Workshops<\/strong><\/p>\n<p>Den ganzen Nachmittag hindurch gab es Song Reviews und diverse Workshops. Die drei, die ich besucht habe, waren interessant.<\/p>\n<p>Bitwig gab einen einst\u00fcndigen \u00dcberblick in das User Interface ihrer Software. Obwohl ich das System seit zwei Jahren nutze, habe ich einige neue Dinge erfahren.<\/p>\n<p>Im Mischraum des Tonstudios gab der Produzent <a href=\"http:\/\/sonus030.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sonus030<\/a> einen Einblick in FL Studio. Ich habe ihm offen gesagt, dass das HipHop Genre nicht so meins ist, und ich Bitwig als Audio Workstation verwende, aber gerne mal sehen w\u00fcrde, wie er daran geht, einen Track zu bauen. Und so gab er mir Einblick in seine Arbeitsweise anhand eines Songs, den er mit anderen Musikern Tags zuvor aufgenommen hatte. Interessanterweise unterscheidet sich das gar nicht so sehr davon, wie ich arbeite, abgesehen davon, dass er mehr Audiomaterial verwendet und ich mehr \u00fcber die Keys einspiele. Netter Kerl und der fertige Song hat mir dann \u00fcbrigens sogar gut gefallen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3041\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3041\" class=\"size-medium wp-image-3041\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_153913-480x359.jpg\" alt=\"Im Studio\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_153913-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_153913-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_153913-1024x766.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-3041\" class=\"wp-caption-text\">Im Studio<\/p><\/div>\n<p>So richtig \u00fcberrascht war ich dann von dem Vortrag \u00fcber Modular Sythesizer. Ich bin v\u00f6llig ahnungslos in den Raum, in dem Wohnzimmeratmosph\u00e4re herrschte. Ein Teil des Publikums sa\u00df auf St\u00fchlen, der Rest fl\u00e4zte entspannt auf 70er Jahre Sitzs\u00e4cken. Ich sitze in Reihe zwei. Vorne stand ein modulares Synthesizerrack von Doepfer und ein Keyboard und davor sa\u00df ein netter Herr aus den USA in seinen 60ern mit Karohemd und Ecco Schuhen, die Haare zum Zopf zusammengebunden. Er fing mit seinen Erkl\u00e4rungen ganz vorne an: Was ist ein Oszillator, wie klingt ein Sinus, wie sind die Obert\u00f6ne einer Dreieckswelle usw.<\/p>\n<div id=\"attachment_3040\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3040\" class=\"size-medium wp-image-3040\" src=\"http:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_163022-480x359.jpg\" alt=\"Modular Synthesizer 101\" width=\"480\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_163022-480x359.jpg 480w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_163022-768x574.jpg 768w, https:\/\/www.ollmetzer.com\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/IMG_20171028_163022-1024x766.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-3040\" class=\"wp-caption-text\">Modular Synthesizer 101<\/p><\/div>\n<p>Parallel zur Erkl\u00e4rung hat er immer alles sofort gezeigt, am Ger\u00e4t zusammengesteckt und eingestellt. Als er dann zum Thema Rauschen und Filtertypen kam, musste er ein wenig am Rack suchen und einmal kam der Kommentar, dass etwas anders, als bei seinem Moog funktionieren w\u00fcrde. Er hat sich artig bei D\u00f6pfer bedankt, dass sie ihm das Rack zur Verf\u00fcgung gestellt haben und gemeint, dass er noch nie vorher an einem Eurorack System gearbeitet hat. 10 Sekunden sp\u00e4ter hat er dann aber die Einstellung so ge\u00e4ndert, dass es weitergehen konnte. Zweifellos ein Profi.<\/p>\n<p>Und <em>was<\/em> f\u00fcr ein Profi er tats\u00e4chlich ist, d\u00e4mmerte mir im zweiten Teil des Vortrags. Irgendwann fing er dann an so typische 80er Jahre Songs anzuspielen, unser geneigtes Ohr auf einen bestimmten Klang zu lenken und dann zu erz\u00e4hlen, wie der produziert wurde. Hier ein Oberheim OB-8, hier zwei gestackte Prophet 5, hier ein Moog Modular etc&#8230;<\/p>\n<p>Okay &#8211; der kennt sich aus, dachte ich mir.<\/p>\n<p>Dann spielte er den Anfang von Michael Jacksons &#8222;Bad&#8220; und sagte, wir sollen auf diesen hohen Sound im 16tel Takt h\u00f6ren (&#8222;tschackatschackatschackatschacka&#8220;). Dann erkl\u00e4rte er, wie er diesen Sound hinbekommen hat.<\/p>\n<blockquote><p>\u00c4hm wie jetzt ???<\/p><\/blockquote>\n<p>Gleich danach dasselbe Spiel mit Linonel Ritchies &#8222;Hello&#8220; und nochmal mit einem Song aus Flashdance. Und so ging das &#8217;ne ganze Weile weiter.<\/p>\n<blockquote><p>Was zum&#8230; Wer ist dieser Kerl?<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8222;Der Kerl&#8220; war <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Michael_Boddicker\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Michael Boddicker<\/a>. Eine Sythesizer-Koryph\u00e4e aus der Musikszene von L.A., der nicht nur Filmmusik komponiert und produziert, sondern so ungef\u00e4hr schon mit allen Stars zusammegearbeitet hat: Quincy Jones, Whitney Houston, Diana Ross, Neil Diamond,&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und ich bin so ungef\u00e4hr aus Versehen in den Vortrag gegangen. Wahnsinn!<\/p>\n<p>Das sind dann so die Augenblicke, in denen ich total gl\u00fccklich bin, in Berlin zu leben, obwohl mir die Stadt manchmal unfassbar auf die Senkel geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am gestrigen Samstag besuchte ich das IMSTA FESTA Berlin 2017, das in den R\u00e4umen der SAE in Berlin Kreuzberg stattfand. Hmm, &#8222;Bahnhof&#8220;? Es drehte sich alles um Musikproduktion. Das SAE Institute ist eine private Bildungseinrichtung, die seit 40 Jahren in vielen L\u00e4ndern Kurse rund um Musik- und Medienproduktion anbietet. 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