{"id":534,"date":"2009-01-24T20:02:00","date_gmt":"2009-01-24T19:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/ollmetzer\/?p=534"},"modified":"2010-06-21T20:59:29","modified_gmt":"2010-06-21T18:59:29","slug":"mbc09-%e2%80%93-tag-zwei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=534","title":{"rendered":"MBC09 \u2013 Tag zwei"},"content":{"rendered":"<p>Der zweite Tag der mbc09 ist f\u00fcr mich nun auch vorbei. Ich schreibe diesen Artikel w\u00e4hrend ich wieder im ICE nach Berlin sitze. Die Veranstaltung war klasse. Das Catering ebenso. Gro\u00dfes Lob an den Organisator Cem Basmann.<br \/>\nHier ist eine Zusammenfassung des heutigen Tages:<\/p>\n<p><strong>Journalismus und Twitter<\/strong><br \/>\nIm heutigen Er\u00f6ffnungspanel zeigten sich Zeitungsmenschen hin- und hergerissen zwischen dem Zwang zur Geschwindigkeit und der Notwendigkeit zu journalistischer Recherche. Durchaus interessant, auch wenn man selber wenig mit der Branche zu tun hat. Der Kommentar auf der Twitterwand (sinngem\u00e4\u00df) &#8222;&#8230;das Problem ist, da\u00df sich die Zeitungsleute immer noch als Gatekeeper verstehen &#8211; das sind sie aber nicht mehr&#8220; greift meines Erachtens nach zu kurz. Gatekeeper sind sie vielleicht nicht mehr, aber ich denke, da\u00df es dennoch weiterhin wichtige Gr\u00fcnde f\u00fcr Journalismus gibt.<\/p>\n<p><strong>Spam<\/strong><br \/>\nSehr interessant fand ich auch eine Session zum Thema Twitter-Spam. In meinen Augen schien das Thema nicht so richtig wichtig zu sein, aber das Panel begann mit der Vorstellung einer Twitter-Spam-Aktion, die von dem Vortragenden k\u00fcrzlich zu Demonstrationszwecken durchgef\u00fchrt wurde: Der virtuelle <a href=\"http:\/\/twitter.com\/jakobmierscheid\"  title=\"Jakob Maria Mierscheid, MdB\">MdB Jacob Mierscheidt<\/a>, der mir vor Tagen angebeblich auch auf twitter folgte. Ich fands ja eher lustig. Die Frage, ob man das wirklich noch als Spam werten kann, ist aber nachrangig, weil mit dieser Methode nat\u00fcrlich erfolgreich Aufmerksamkeit erzeugt wurde. E-Mail Spam hatte mich ganz zu Beginn auch nicht sehr gest\u00f6rt.<\/p>\n<p><strong>Spielzeuge<\/strong><br \/>\nLustig war die &#8222;Mobile Gadget Show&#8220; im ersten Stock, die <a href=\"http:\/\/crueltobekind.org\/\"  title=\"Nicole Simon\">Nicole Simon<\/a> initiierte. Ein Netbook war da noch das gr\u00f6\u00dfte und klobigste Ger\u00e4t. An diese UMPC Kl\u00f6tzchen glaube ich aber nicht so recht. Damit sitzt man m.E. zwischen den St\u00fchlen. Sie sind wesentlich unhandlicher als ein Smartphone, laufen meist mit Windows, was wiederum bedeutet, da\u00df die Software mit Tastatur und Maus bedient werden will. Genau daf\u00fcr sind die Teile dann aber wieder zu klein.<\/p>\n<p><strong>Wo ist die Kohle?<\/strong><br \/>\nEtwas sp\u00e4ter sammelte der bekannte Herr mit dem roten Iro eine Schaar Menschen mit der Frage &#8222;<em>Wie kann man Microblogging monetarisieren?<\/em>&#8220; um sich. Ich hatte wenig Lust, mich mit in <s>die Besenkammer<\/s> <s>die Sprinklerzentrale<\/s> den kleinen Konferenzraum zu quetschen. <\/p>\n<p><strong>Mehr Idealismus<\/strong><br \/>\nStattdessen habe ich ein interessantes Gespr\u00e4ch mit <a href=\"http:\/\/identi.ca\/evan\"  title=\"Evan on identi.ca\">Evan Prodromou<\/a>, dem Entwickler von <a href=\"http:\/\/www.laconi.ca\"  title=\"Laconi.ca open microblogging\">laconi.ca\/identi.ca<\/a> zum Thema Open-Source Microbloggingsysteme gef\u00fchrt. Wir waren uns beide darin einig, da\u00df es &#8211; zumindest zur Zeit &#8211; noch keinen Markt f\u00fcr viele unterschiedliche Systeme gibt, sondern da\u00df es in erster Linie darum geht, eine freie Alternative zu twitter zu etablieren. Das Ziel ist &#8222;so etwas wie WordPress&#8220; f\u00fcr Microblogging zu entwickeln.<\/p>\n<p>Laconi.ca hat da schon m\u00e4chtig was auf dem Kasten, wobei ich f\u00fcr mich selbst immer noch wichtige Features vermisse. Als ich Evan dann die Features von zzap gezeigt habe, meinte er, &#8222;wow, this looks really advanced&#8220;.<\/p>\n<p><em>Cool<\/em> &#8211; das geht runter \u00d6l.<\/p>\n<p>Mal sehen, vielleicht ist da ja irgend eine Zusammenarbeit m\u00f6glich. Dann w\u00e4re meine Arbeit der letzten Jahre wenigstens nicht v\u00f6llig umsonst gewesen. Beiderseitiges Interesse schien jedenfalls vorhanden zu sein.<\/p>\n<p>Alleine das war f\u00fcr mich Reise wert. Aber ich habe auch wichtige Anregungen f\u00fcr den Einsatz von Microblogging geh\u00f6rt. Wichtig ist die Erkenntnis, da\u00df Microblogging im kommerziellen Einsatz vor allem in zwei Bereichen sinnvoll zu sein scheint:<\/p>\n<ul>\n<li>In der internen Kommunikation als Erg\u00e4nzung zu Wikis und sonstigen Knowledge Management Tools.<\/li>\n<li>In der Aussenkommunikation vor allem als Medium zum Zuh\u00f6ren (&#8222;M\u00e4rkte sind Gespr\u00e4che&#8220;) und gezielten Antworten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So und jetzt h\u00f6r ich mal auf zu schreiben und genie\u00dfe den Rest vom Wochenende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Tag der mbc09 ist f\u00fcr mich nun auch vorbei. Ich schreibe diesen Artikel w\u00e4hrend ich wieder im ICE nach Berlin sitze. Die Veranstaltung war klasse. Das Catering ebenso. Gro\u00dfes Lob an den Organisator Cem Basmann. 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