{"id":597,"date":"2009-10-17T10:46:38","date_gmt":"2009-10-17T09:46:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ollmetzer\/?p=597"},"modified":"2010-06-22T12:04:36","modified_gmt":"2010-06-22T10:04:36","slug":"journalisten-blogger-markt-meinung-eine-kurze-einfuhrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=597","title":{"rendered":"Journalisten, Blogger, Markt, Meinung &#8211; eine kurze Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich selbst ist der Disput &#8222;Journalisten vs. Blogger&#8220; seit langem gegessen. F\u00fcr Menschen, die sich mit dem Thema vielleicht noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben, hier eine kleine Einf\u00fchrung:<\/p>\n<p>Der elektrische Reporter gl\u00e4nzt mal wieder mit einer gelungenen Ausgabe zum Thema &#8222;Zukunft des Journalismus&#8220;. In Kurzform und verst\u00e4ndlich werden die Ver\u00e4nderungen im Bereich Journalismus sowohl auf der Seite der Nachrichtenproduktion, als auch auf der Rezeptionsseite erl\u00e4utert. So wird deutlich, weshalb daraus ein v\u00f6llig neues wirtschaftliches Umfeld und eine erhebliche Ver\u00e4nderung der Beeinflussung der \u00f6ffentlichen Meinung resultieren.<\/p>\n<div><object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"480\" height=\"270\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"quality\" value=\"high\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/embed.js', videoFile: 'http:\/\/www.blinkenfilme.de\/elr\/016\/ELR_016.mp4', splashImageFile: 'http:\/\/www.blinkenfilme.de\/elr\/016\/ELR_016.jpg'\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"480\" height=\"270\" src=\"http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/FlowPlayer.swf?config= configFileName: 'http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/embed.js', videoFile: 'http:\/\/www.blinkenfilme.de\/elr\/016\/ELR_016.mp4', splashImageFile: 'http:\/\/www.blinkenfilme.de\/elr\/016\/ELR_016.jpg'\" allowfullscreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\" quality=\"high\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p style=\"text-align: center; margin-top: 1em; margin-bottom: 1em;\"><a href=\"http:\/\/www.elektrischer-reporter.de\/elr\/video\/175\/\">Elektrischer Reporter &#8211; Zukunft des Journalismus: Die Selbermacher<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Es ist erstaunlich, da\u00df diese einfachen Erkenntnisse noch immer nicht bis zu allen Medienschaffenden durchgedrungen sind, wie das lautstarke aber sinnentleerte Lamentieren \u00fcber &#8222;die Enteignungen der Zeitungen durch Google&#8220; durch einige Vertreter der alten Medienh\u00e4user in den letzten Wochen und Monaten zeigen. Das Problem sind die Kollateralsch\u00e4den im deutschen Rechtssystem, die durch die extreme Lobbyarbeit solcher &#8222;Interessenvertreter&#8220; bis dahin verursacht werden. Dadurch geht wertvolle Zeit f\u00fcr einen sinnvollen Umbau der Medienlandschaft verloren und ich bef\u00fcrchte, da\u00df die meisten bisherigen Mitspieler mittelfristig verschwinden &#8211; selbstverschuldet.<\/p>\n<p>Wer sich mit den Ursachen und Wirkungszusammenh\u00e4ngen der ver\u00e4nderten Medienlandschaft nicht ernsthaft auseinandersetzt, wird untergehen. \u00dcbrig bleiben dann eine handvoll Megaplayer, die die Strippen ziehen. Google ist n\u00e4mlich nicht so gro\u00df geworden, weil sie b\u00f6se sind, sondern weil sie <em>brilliant<\/em> verstanden haben, worauf es im Netz ankommt. Sie sorgen daf\u00fcr, da\u00df sinnvolle Dinge entwickelt werden und stellen diese gratis zur Verf\u00fcgung. Die Menschen geben Google deshalb in gro\u00dfem Umfang ihre Daten, weil sie im Gegenzug n\u00fctzliche Dienste bekommen. Unternehmen geben Google deshalb gerne ihre Daten, weil sie im Gegenzug Aufmerksamkeit und potentielle Kunden bekommen.<\/p>\n<p>Ich habe irgendwann in den 90er Jahren die ersten Artikel zur heranziehenden Aufmerksamkeits\u00f6konomie (z.B. hier: &#8222;<a title=\"Telepolis 1997: Aufmerksamkeits\u00f6konomie\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/6\/6195\/1.html\" target=\"telepolis\">Die Aufmerksamkeits\u00f6konomie und das Netz<\/a>&#8222;) gelesen und gedacht &#8222;was ist denn das f\u00fcr ein abgedrehtes Zeug?&#8220;. Mittlerweile ist mir das alles sonnenklar geworden.<\/p>\n<blockquote><p><em>Ein Markt ensteht immer dort, wo eine hohe Nachfrage auf knappe Ressourcen trifft.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Fr\u00fcher war die Nachfrage nach Information hoch und deren Beschaffung und Verteilung aufw\u00e4ndig. Also waren Menschen bereit, f\u00fcr Information zu bezahlen. Heute gibt es pro Sekunde mehr Informationen, als man in seinem ganzen Leben aufnehmen k\u00f6nnte. Das knappe Gut ist jetzt nicht mehr die Information, sondern die Aufmerksamkeit der Menschen. Nach bisherigem Modell m\u00fcsste also eigentlich jeder Geld bekommen, wenn er bereit ist, eine Zeitung zu lesen. So wird es nat\u00fcrlich nicht kommen. Aber diejenigen, die ihre Aufmerksamkeit den Medien geben, werden im Normalfall nicht bereit sein, zus\u00e4tzlich zu ihrer knappen Zeit auch noch echtes Geld zu geben. Im Gegenteil &#8211; sie werden einen sp\u00fcrbaren Gegenwert einfordern.<\/p>\n<p>Medien, die bisher Informationen an Konsumenten verkauft haben, m\u00fcssen also verstehen, da\u00df sie jetzt mit der Aufmerksamkeit der Leser\/Zuh\u00f6rer\/Zuschauer handeln. Der Marktmechanismus hat sich also im Prinzip &#8222;nur&#8220; um 180 Grad gedreht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr mich selbst ist der Disput &#8222;Journalisten vs. Blogger&#8220; seit langem gegessen. F\u00fcr Menschen, die sich mit dem Thema vielleicht noch nicht so intensiv auseinandergesetzt haben, hier eine kleine Einf\u00fchrung: Der elektrische Reporter gl\u00e4nzt mal wieder mit einer gelungenen Ausgabe zum Thema &#8222;Zukunft des Journalismus&#8220;. 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