{"id":605,"date":"2009-11-11T11:23:03","date_gmt":"2009-11-11T10:23:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ollmetzer\/?p=605"},"modified":"2010-06-22T12:14:26","modified_gmt":"2010-06-22T10:14:26","slug":"paid-content-%e2%80%93-etwas-andere-sichtweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=605","title":{"rendered":"Paid Content \u2013 etwas andere Sichtweisen"},"content":{"rendered":"<p>Bekanntermassen schwimmen den etablierten Medienunternehmen momentan \u00fcberall Ihre Felle davon. Man h\u00f6rt ziemlich viel dummes Gerede, wie z.B. &#8222;Google klaut einfach unseren Content&#8220;, die nur deutlich machen, da\u00df die Manager auch nach 15 Jahren \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichem Internet immer noch nicht die ver\u00e4nderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die zugrundeliegenden Wirkungsmechanismen verstanden haben. Jetzt treiben einige wieder die Sau &#8222;Paid Content&#8220; durch das Dorf, mit der Begr\u00fcndung, da\u00df man f\u00fcr eine (Papier)Zeitung ja schlie\u00dflich auch zahlt. Oh Mann&#8230;<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigungen von Springer (&#8222;Bild&#8220; auf dem iPhone nur noch gegen Geld) und Rupert Murdoch (Google aussperren und User bezahlen lassen) werden im Netz verst\u00e4ndlicherweise mit Hohn und Spott \u00fcbersch\u00fcttet. Man kann das alles nat\u00fcrlich auch anders sehen. Lore Sjoberg beschreibt in einem (<em>dezent zynischen<\/em>) Artikel auf Wired (&#8222;<a href=\"http:\/\/www.wired.com\/underwire\/2009\/11\/alt-text-clever-murdoch-turns-news-into-hip-underground-club\/\"  title=\"Wired: Murdoch macht News hip\" target=\"wired\">Clever Murdoch Turns News Into Hip Underground Club<\/a>&#8222;) Murdochs Vorstoss als einen Versuch, die Nachfrage und Zahlungsbereitschaft durch vermeintliche Exklusivit\u00e4t anregen zu wollen. Nett &#8211; aber nat\u00fcrlich ist das in den allermeisten F\u00e4llen Quatsch.<\/p>\n<p>Ich habe neulich von dem Standpunkt gelesen (Quelle vergessen &#8211; sorry!), da\u00df es die angebliche &#8222;Kostenlos (un-)Kultur&#8220; im Internet eigentlich gar nicht gibt. Irgendjemand zahlt immer &#8211; die Frage ist nur, wer und wieviel. Im Wesentlichen gibt es drei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<p><strong>1.) Der Konsument zahlt.<\/strong> In der offline Welt ist das der Normalfall. Ausser bei Zeitungen, wo der Konsument h\u00f6chstens die Druckkosten \u00fcbernimmt und der Rest durch Anzeigen finanziert wird. In der Online Welt ist dieses Modell aber extrem selten erfolgreich.<\/p>\n<p><strong>2.) Der Produzent zahlt.<\/strong> Das kann der kleine Blogger sein, der aus Spass an der Freude schreibt, oder es kann eine Fachpublikation sein, die ver\u00f6ffentlicht um Bekanntheit zu generieren, damit das eigene Kerngesch\u00e4fts besser l\u00e4uft.<\/p>\n<p><strong>3.) Ein Dritter zahlt.<\/strong> Das klassische Werbemodell. Der Produzent erzeugt Aufmerksamkeit, die er dann st\u00fcckweise weiterverkauft. Einnahmem\u00f6glichkeiten sind Sponsoring, Werbeeinnahmen und Provisionen (Affiliateprogramme).<\/p>\n<p>Jetzt muss man quasi &#8217;nur noch&#8216; das f\u00fcr sein Gesch\u00e4ft passende Modell aussuchen und einfach gut sein &#8211; dann kann doch gar nicht mehr allzuviel schief laufen, oder? ;-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bekanntermassen schwimmen den etablierten Medienunternehmen momentan \u00fcberall Ihre Felle davon. Man h\u00f6rt ziemlich viel dummes Gerede, wie z.B. &#8222;Google klaut einfach unseren Content&#8220;, die nur deutlich machen, da\u00df die Manager auch nach 15 Jahren \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichem Internet immer noch nicht die ver\u00e4nderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die zugrundeliegenden Wirkungsmechanismen verstanden haben. 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