{"id":95,"date":"2007-03-27T09:29:17","date_gmt":"2007-03-27T08:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/ollmetzer\/?p=95"},"modified":"2010-05-24T17:39:16","modified_gmt":"2010-05-24T15:39:16","slug":"ortsinformation-passiv-tracken-lassen-oder-aktiv-angeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ollmetzer.com\/?p=95","title":{"rendered":"Ortsinformation: passiv tracken lassen oder aktiv angeben?"},"content":{"rendered":"<p>Am letzten Wochenende habe ich mit mehreren gesch\u00e4tzten ehemaligen Kollegen Diskussionen zum Thema Mobile Community. Einer der interessanten Punkte bei diesem Thema ist, da\u00df mobile Communities auf die Situation (physisches und soziales Umfeld) w\u00e4hrend der Nutzung eingehen sollten. Einer der Kernpunkte hierbei war die Frage, wie die Ortsinformation in das System kommt. Die bisherige &#8211; mittlerweile schon traditionelle &#8211; Antwort ist: per automatischer Ortung. Also entweder durch FunkzellenID und\/oder Laufzeitmessung der Funksignale in Mobilfunknetzwerken oder per GPS.<\/p>\n<p>Sowohl M. als auch N. vertraten die Auffassung, da\u00df die Ortung automatisch passieren mu\u00df, weil ihnen eine kurze Benachrichtigung an das System (besser: an die Community) zu umst\u00e4ndlich sei. Dazu w\u00e4re ein kleines Java-Programm auf dem Handy notwendig.<\/p>\n<p>Ich nehm diese Ansicht zur Kenntnis, erlaube mir allerdings eine andere Meinung zu haben. Die Gr\u00fcnde liegen sowohl in momentanen technischen Restriktionen begr\u00fcndet, aber noch wichtiger sind mir die sozialen Aspekte.<\/p>\n<p>Technische Restriktionen:<\/p>\n<ul>\n<li>Funkzellenortung ist zu ungenau. Eine Ortung mit einer Unsch\u00e4rfe von mehreren hundert Metern ist in der Stadt unzureichend.<\/li>\n<li>Funkzellenortung ist zu teuer und zu umst\u00e4ndlich. Jede Ortung kostet Geld und man mu\u00df die Erlaubnis umst\u00e4ndlich freischalten.<\/li>\n<li>GPS funktioniert nicht in Geb\u00e4uden oder tiefen H\u00e4userschluchten.<\/li>\n<li>Java-Programme m\u00fcssten f\u00fcr alle einigerma\u00dfen verbreiteten Handytypen angepasst werden &#8211; eine Sysiphusarbeit. Zu teuer und letztenendes nicht befriedigend leistbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun zu den sozialen Aspekten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn ich in Berlin Mitte stehe und automatisch geortet werde, hat die Standortinformation die Qualit\u00e4t von &#8222;irgendwo im Umkreis von 200-400m um den Hackeschen Markt&#8220;. Solch eine Stanortinformation ist f\u00fcr eine Community sinnlos. Besser ist es m.E. wenn ich mit einer sehr kurzen Mitteilung aktiv bekannt gebe, da\u00df ich im Oxymoron sitze.<\/li>\n<li>Da sich die Information an meine Freunde richtet, ist es wichtiger, da\u00df sie die Ortsbezeichnung kennen, als die genaue geografische Lage.<\/li>\n<li>Ich m\u00f6chte auch nicht ununterbrochen geortet werden, sondern nur dann, wenn es mir beliebt und nur genau das, was mir beliebt. Wenn ich schon meine Daten ver\u00f6ffentliche, m\u00f6chte ich wenigstens die Kontrolle dar\u00fcber behalten.<\/li>\n<li>Einfache Systeme werden besser angenommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich gebe zu, da\u00df social tagging technisch weniger cool ist, aber ich glaube, da\u00df es besser funktioniert. Bereits in meiner Diplomarbeit habe ich die obige Argumentation vertreten. Nun ist es an der Zeit f\u00fcr einen Reality-Check.<\/p>\n<p>Hierf\u00fcr entwickele ich gerade eine entsprechende Software f\u00fcr Web und Handy. Der Badge auf der rechten Seite des Blogs zeigt bereits meine aktuellen Daten an. Wenn ich Situationsinformation angegeben habe, wird angezeigt von wann bis wann ich wo bin, wie ich mich f\u00fchle und ggf. noch einen kleine Zusatzinformation. Meine Profilinformation ist hingegen immer sichtbar.<\/p>\n<p>Bis zur Abreise nach Kalifornien hoffe ich, noch die Kontaktliste und Einladungsfunktion fertigstellen zu k\u00f6nnen. (Nur noch zwei Wochen &#8211; das wird knapp f\u00fcr eine Feierabendsoftware.)<\/p>\n<p>Wer Interesse hat, das System dann auszuprobieren, schreibe mir bitte eine Mail.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am letzten Wochenende habe ich mit mehreren gesch\u00e4tzten ehemaligen Kollegen Diskussionen zum Thema Mobile Community. Einer der interessanten Punkte bei diesem Thema ist, da\u00df mobile Communities auf die Situation (physisches und soziales Umfeld) w\u00e4hrend der Nutzung eingehen sollten. 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