Videos mit selbstgebauten Robotern anschauen – alles schön und gut. Aber jetzt mal Schluss mit der grauen Theorie, dachte ich mir. Ich muss meinen Nerd-Level mal wieder etwas liften. Also liess ich mir unter der Woche ein kleines Päckchen von Watterott mit lustigen Teilen zum Elektronikbasteln schicken – unter anderem einen Ardiuno Uno (Mehr dazu auf Wikipedia). Die ersten kleinen Versuche, in denen ich diverse LEDs blinken liess verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Das macht Mut für mehr.
Mein Fernziel ist es, einen Hexapod (sechsbeiniger Roboter) zu bauen und zu programmieren – aber fangen wir mal ganz behutsam an. Ich hatte zu Hause noch ein paar Teile einer Fernsteueranlage rumliegen – unter anderem 3 Micro Servos (BMS – 306BB). Mit 3 Motoren kann man auch schon einen kleinen Laufroboter bauen, auch wenn der noch etwas ungelenk ist. Ein Servo steuert die linken Beine, einer die rechten Beine (je vorne und hinten) und einer die beiden mittleren Beine links und rechts.
Die Programmierung des Bewegungsablaufs (erst mal einfach endlos geradeaus) war recht einfach und in einer Viertelstunde erledigt. Aber – und jetzt kommt der Unterschied zum Programmieren von Internet-Zeugs – man muss tatsächlich erst einmal etwas bauen. Richtig mechanisch.
Da es mir erst einmal auf einen einfachen Prototypen ankommt, versuche ich es zunächst mit fester Pappe. Vorher habe ich auf einem A4-Blatt die Basisplatte entworfen.
3 Servos, etwas Pappe, ein Cutter
Basisplatte 9 x 11cm
Basisplatte mit Servos
Basisplatte mit Servos und Controller
Bis hier lief erst mal alles gut. Als nächstes muss der Kabelverhau vom Breadboard verschwinden, der Arduino huckepack genommen werden und dann geht es daran, Beine zu basteln.
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 22 April 2012 | Gizmos, Misc
Letzte Woche stellte ich erhöhte NERD-Strahlung bei uns im Büro fest. Plötzlich waren einige meiner Kollegen mit Modellhubschraubern unterwegs, bei einer kleinen Kaffepause ging es um Quadrocopter, Hexapods und sonstige Robotertypen. Offensichtlich haben einige von uns Lust bekommen, einmal unbeschwert und sinnbefreit an Hardware herumzubasteln.
Passend dazu habe ich mal ein kleines Bestiarium an Robotertypen zusammengesucht, wobei ich Fluggeräte mal aussen vor lassen möchte.
Fahrende Roboter
Die Einsteigerklasse sind Roboter, die sich auf Rädern oder Ketten vorwärtsbewegen. Das ist mechanisch recht einfach und billig zu bauen. Hier liegt der Witz darin, dass sich die kleinen Maschinchen mit Hilfe von Sensoren selber zurechfinden.
In meinen Augen die Königsklasse sind jedoch Roboter, die laufen können. Im Folgenden möchte ich Beispiele mit sechs, vier und zwei Beinen zeigen:
Hexapod – Roboter mit sechs Beinen, erinnern im Bewegungsablauf meist an Insekten. Einer des geschmeidigsten ist der A-Pod. Streng genommen ist er gar kein richtiger Roboter, weil er nicht auonom läuft, sondern ferngesteuert wird. Aber der komplexe Bewegungsablauf mit alleine 18 Motoren in den Beinen ist ohne Computersteuerung nicht umsetzbar.
Quadruped – Dieser Vierbeiner erinnert in seinem Bewegungsablauf ebenso an ein Insekt. Dieses Modell soll jedoch autonom handeln können.
Auf diesem Gebiet gibt es aber tatsächlich auch bereits Fertigprodukte.
Nao von Aldebaran Robotics – ein niedlicher, 60cm grosser humanoider Roboter wird tatsächlich in Serie gebaut. Er wird immer besser darin, mit seiner Umwelt zu interagieren. Er wird auch im jährlich stattfindenden Robocup (Roboter Fussball Turnier) eingesetzt.
In letzter Zeit habe ich wieder verstärktes Interesse an Themen aus meinem früheren Leben gefunden. Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre studierte ich Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin. Seinerzeit haben wir schon sehr intensiv Themen wie „Die autofreie Stadt“, „zunehmende Nomadisierung im Arbeitsleben“, „zunehmende Bedeutung weicher Standortfaktoren“, „Auswirkung digitaler Vernetzung auf Raumstrukturen“ diskutiert. Wir kamen uns schlau vor und hielten uns für die Avantgarde. Doch die 90er und 00er Jahre sahen so aus, als hätten wir uns in vielen Dingen geirrt und alles würde einfach immer so weiter laufen: Globalisierung, Verkehrszunahme, weitere Zersiedlung und so fort.
In letzter Zeit scheinen sich aber die Zeichen zu mehren, dass wir doch nicht ganz so sehr daneben lagen, sondern uns vor allem im Zeithorizont geirrt hatten. Immer mehr Artikel berichten über Entwicklungen, wie die folgenden:
Ein zunehmender Teil der jungen Menschen in den traditionellen Industrieländern verzichten auf ein eigenes Auto – teils aus Umweltgewissen, teils aus finanziellen Gründen, teils weil sie den Besitz und die damit verbundenen Verpflichtungen zu lästig finden.
Damit einher geht ein Trend, wieder zentral wohnen zu wollen. Lange Pendlerwege sind zunehmend uncool. Firmen an abgelgeneren Orten haben zunehmend Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu rekrutieren.
Nach Jahrzenhnten des Lohndumpings und der Haltung, die Menschen sollen froh sein, wenn sie überhaupt irgendwo arbeiten dürfen, geschieht nun langsam das unfassbare: Arbeitnehmer stellen zunehmend Ansprüche an ihre Arbeitgeber. Und dabei geht es häufig nicht um Geld, sondern um Work/Life Balance.
Das Internet hat seine Rolle als Spielplatz für Techniker abgelegt. Die Normalos haben das Netz übernommen. Medienkonsum, Onlinebanking, Einkauf,… immer mehr Tätigkeiten werden zumindest teilweise von zuhause aus gemacht.
Nicht nur Arbeitsverhältnisse, sondern auch die Büroarbeitsplätze selbst werden flexibler. Es wird mit Büros auf Zeit experimentiert.
Der Flächenbedarf von Handel und Dienstleistungen stagniert und beginnt teilweise bereits zurückzugehen.
Überhaupt leben wir in einer Zeit zunehmender Miniaturisierung und Entstofflichung. Viele technische Dinge um uns herum werden ständig kleiner. Aus grossen Maschinen werden kleine. Hardware wird durch Software ersetzt – bei Maschinensteuerungen genauso wie bei Tonträgern oder Druckerzeugnissen.
Treibende Faktoren hinter allem sind zunehmende Verknappung von Ressourcen und immer bessere globale Kommunikationsmöglichkeiten.
Immer mehr Menschen wird klar, dass die Energiewende unausweichlich ist. Das Ziel, weniger Rohstoffe und Energie zu verbrauchen ist in breiten Bevölkerungsschichten angekommen. Diejenigen, die noch anderer Meinung sind, werden durch stark steigende Preise zum Umdenken gezwungen werden.
Systeme haben eine unglaubliche Trägheit. Aber wenn erst einmal etwas in Bewegung gerät, kann sich schnell eine unheimliche Dynamik des Umbruchs ergeben. Wer glaubt, dass sich unserer Welt in den letzten 50 Jahren stark verändert hat, wird sich in den nächsten 20 Jahre schwer umschauen und seinen Sinnen nicht mehr trauen.
Wir leben in spannenden Zeiten.
(Future Shock ist der Titel eines Buches von Alvin Toffler aus dem Jahr 1970. Es sagte damals einige gesellschaftliche und wirtschaftliche Megatrends voraus, von denen viele heutzutage auf die eine oder andere Art bewahrheitet haben)
Nach fast 10 Jahren habe ich heute das erste mal wieder an ComputerHARDWARE rumgeschraubt. Mein MacBook hatte permanente Aussetzer. Der Rechner fror laufend mitten in der Arbeit für 20-40 Sekunden ein und zeigte den „Ball of death“. In diversen Foren wurde als Ursache für solche ein Phänomen eine defekte Festplatte genannt. Das kann durchaus sein, weil der Rechner in den letzten 3 Jahren schon mal den einen oder anderen Knuff abbekommen hat. Denkbar wären natürlich auch Defekte im Speichermodul oder auf dem Mainboard, aber die Platte halte ich erstmal für die wahrscheinlichste Ursache.
Also habe ich mich schlau gemacht und spontan bei Cyberport eine neue Festplatte besorgt; mit doppelt so viel Kapazität wie das Original und 7200 statt 5400 Umdrehungen. Der Preis war wohlfeil. Blöd nur, dass ich für den Tausch auch noch einen 6er Torx Schraubendreher brauchte. Also schnell auch nochmal rüber zu Conrad…
Die Operation ging geradezu verblüffend einfach: Bodenplatte abschrauben, obere Festplattehalterung abschrauben, Festplatte rausnehmen, Halteschrauben in die neue Einsetzen und das Ganze wieder zusammenschrauben. Dann den Mac mit der Tastenkombinateion CMD + Shift + P + D neu starten (damit beim Start nach neuer Hardware gesucht wird). Der Rechner ist schön gestartet und hat mir dann ein Fragezeichen gezeigt – nach dem Motto „Wo zum Geier ist mein Betriebssystem“.
Vor der Operation
Nach der Operation
Also die System DVD einlegen, OS X starten lassen, Festplattendienstprogramm starten, neue Platte partitionieren und als Startmedium markieren. Anschliessend Betriebssystem installieren und Updates runterladen. Lief alle wie am Schnürchen.
Jetzt kommt der blöde Teil: Arbeitsumgebung neu einrichten (Firefox mit diversen Extensions, Thunderbird mit diversen Extensions, Filezilla, Gimp, Netbeans, XAMPP, Konten für alles mögliche einrichten, und, und, und…
Ich hoffe, dass danach alles stabil läuft.
Nachtrag:
Tja, das wahr wohl nichts. Kaum habe ich alles neu eingerichtet, schon bleibt der Rechner weiterhin hängen. Mist!
Ich mag sinnbefreite mechanische Spielereien, wie Murmelbahnen und Rube-Goldgerg Maschinen. Und Lego Technik funde ich natürlich auch toll. Beides zusammen ist natürlich noch besser. Gerade habe ich auf dem Kugelbahnblog dieses tolle Video gefunden:
Dirk Ollmetzer | Montag, 12 Dezember 2011 | Gizmos, Unterwegs
Heute habe ich einen freien Tag und die Zeit genutzt, um mal wieder ein Auto auszuprobieren. Ich brauche zwar aktuell keines bzw. kein weiteres, aber ich bin neulich zufällig auf diese kleine Rennhummel (gelb/schwarz lackiert!) gestossen und wurde neugierig. Die Rede ist vom Citroen DS3 – der Designerversion vom etwas biederen C3.
Im Vorfeld habe ich mir natürlich ein paar Tests angesehen. Alle Tester waren dem kleinen Autochen recht wohl gesonnen. Nur der ADAC Teststeckbrief bemängelt den Preis mit dem sinngemässen Kommentar „€ 18.000,- sind absolut jenseits von gut und böse für einen Kleinwagen. Darum taugt das Auto nichts“.
Naja, ich würde sagen es kommt drauf an, wie man es sieht. Natürlich bekommt man andere Autos in der Grösse für etliche Tausender weniger. Andererseits ist ein VW Polo mit vergleichbarer Motorisierung und Ausstattung(!) noch mal locker zwei- bis dreitausend Euro teurer.
Zudem ist der DS3 anders positioniert – als alltagstaugliches Edelspielzeug, um nicht den abgelutschten Begriff „Lifestyle“ zu nennen. Es ist eine Alternative zum Mini. Klein und chic, aber nicht retro und noch nicht an jeder Strassenecke zu sehen. Spannenderweise verbauen Citroen und Mini auch die gleichen Motoren. Ich fuhr den 1,6 Liter Benziner mit 120PS in der Ausstattungsvariante ’soChic‘.
Hier sind erst mal ein paar Eindrücke, wie der Kleine aussieht:
Citroen DS3 - bullig von vorne
frisch von der Seite
und knackig von hinten
Nach dem Einsteigen hält das Gefühl, es mit mit einem Designerstück zu tun zu haben, an. Der Innenraum ist zwar frisch, aber nicht so überkandidelt und unergonomisch, wie im Mini. Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen eine etwas andere Materialwahl gewünscht. Extrem: Der klobige Schlüssel mit seinem verchromten Plastik sieht einfach nur billig aus.
DS3 Innenraum - gibt es auch in bunt
Dafür sind die Sitze gut und man findet dank Lenkrad- und Sitzhöhenverstellung schnell eine angenehme Sitzposition – auch mit 1,90 Grösse. Jetzt noch schnell die Spiegel eingestellt – und schon fällt etwas auf, was heutzutage leider sehr selten geworden ist: Eine sehr gute Übersichtlichkeit. Der Wagen hatte zwar eine Einparkhilfe, aber auf die kann man getrost verzichten. Der Kofferraum ist mit knapp unter 300L Volumen für die Wagenklasse gut und man kann auch hinten noch einigermassen bequem sitzen
Das Armaturenbrett finde ich gelungen und auch durchaus ergonomisch. Bedienung und die Schalter sind weitestgehend mit Peugeot identisch. Ich habe jedenfall das Radio, den Bordcomputer und etliche Details aus meinem 207CC wiedererkannt.
Der Arbeitsplatz im DS3
…und wie fährt er sich nun?
Ich bin meine übliche kleine Teststrecke durch Weissensee, Malchow, A10/A114 und Pankow abgefahren. Da hat man so ziemlich alles, um einen verlässlichen Eindruck zu bekommen: guter Asphalt, schlechter Asphalt, Kopfsteinpflaster, Landstrasse, Autobahn und alte, kaputte Betonauobahn. Stop-and-go, lockeres Rollen und auch mal ein paar schnellere Passagen.
Wie man es heute erwarten kann, hat nichts geklappert oder sonstige unangemessene Geräusche verursacht.
Das Fahrwerk ist straff aber noch nicht unkomfotabel abgestimmt. Die Lenkung spricht sehr spontan an, aber meine Befürchtung, dass der DS3 das alte PSA-Leiden eines schwachen Geradauslaufs hat, war grundlos. Die Bremsen sind eher von der giftigeren Sorte. Wenn man gerade von einem gemütlichen Auto, wie dem Golf TDI herüberwechselt, muss man sich erst kurz eingewöhnen, um nicht zu eckig zu fahren, aber das geht schnell.
Den Motor kannte ich schon. Es ist derselbe, der auch in meinem 207cc Dienst tat; er wird auch im Mini Cooper verbaut. Im Peugeot Cabrio hielt sich meine Begeisterung in Grenzen, weil der Motor dort schlapp und durchzugsschwach wirkte und erst bei hohen Drehzahlen die erwarteten Fahrleistungen brachte. Drehzahl mag er auch immer noch, aber er hat mit dem wesentlich leichteren DS3 keine Mühe, was vermutlich dem Verbrauch zu Gute kommen wird. Im normalen Verkehr kann man jedenfalls mit niedrigen Drehzahlen fahren. Dann ist der Wagen auch angemessen leise.
Man kann den DS3 zwar mit hohen Drehzahlen durchaus flott bewegen, aber wer es richtig sportlich haben will, sollte sich doch lieber die Turbo Benziner ansehen.
Und nun mein Fazit
Wie ich es schon andeutete – es kommt darauf an, wie man sich dem Wagen annähert.
Im Vergleich zu Butter- und Brot Kleinwagen ist der DS3 sicherlich sehr teuer – allerdings auch kräftiger und besser ausgestattet.
Im Vergleich zum Mini bietet er hingegen mehr Nutzwert und Komfort für weniger Geld bei vergleichbarer Ausstattung, trotz Designanspruch – aber kein Retro Feeling.
Im Vergleich zum Golf ist der DS3 nervöser und etwas lauter, hat eine etwas weniger gute Materialanmutung und ist spürbar kleiner – aber dafür aber auch schicker und €10.000 billiger.
Für sich selbst genommen, ist es ein sehr ansehnliches kleines Wägelchen mit guter Motorisierung und Ausstattung, das allen Ansprüchen an kompakte Autos locker gerecht wird. Für mich ist der kleine Citroen auf jeden Fall ein Kandidat, den ich in Erwägung ziehen würde – trotz des auf den ersten Blick hohen Preises.
Dirk Ollmetzer | Mittwoch, 23 November 2011 | Gizmos, Unterwegs
Noch warte ich darauf, dass „mein“ Golf entknittert und frisch lackiert wieder zu mir kommt. In der Zwischezeit bin ich „Fremdfahrer“. Nach den ersten Versuch mit einem Ford Fusion, den ich empört abgekürzt habe, stattete mich Sixt mit einem Ford Focus aus – und zwar in der Kombivariante Turnier mit gerade mal 800 Km auf dem Tacho.
Nun gehört Ford nicht unbedingt zu den Marken, die in meinem persönlichen Focus liegen (sorry, um DEN Flachwitz kam ich gerade nicht rum), und nach der absolut abtörnenden Vorstellung mit dem Fusion schon mal gar nicht. Nach über 2000Km muss ich dem Focus aber bescheinigen, ein wirklich anständiges Gefährt zu sein. Zunächst einmal finde ich das Äußere schon mal gelungen, unaufdringlich aber modern und flott.
Focus Turnier - Seitenansicht
Focus Rückansicht
Nach dem Einsteigen findet man sich gefühlt aber erstmal im knapp geschnittenen Cockpit eines kleinen Raumschiffs wieder. Ein etwas ruhigeres Design wäre vielleicht mehr gewesen. Wenn man sich aber erstmal durch den Wald aus Schaltern und Knöpfen gewühlt hat ist alles gut. Die Verarbeitung ist solide, die Materialqualität ist gut, wenn auch nicht Premium. Geräusche halten sich angenehm im Hintergrund. Die verbaute Stereoanlage ist vom Klang auch nicht zu verachten. Sitze sind gut, straff, mit ausreichend Seitenhalt, wenn man nicht gerade wie Schuhmacher fährt.
Focus Cockpit
Das Fahrwerk ist m.E. sehr gut gelungen. Die Abstimmung für meinen Geschmack fast ideal. Noch komfortabel, aber der Wagen liegt satt auf der Strasse und lenkt dennoch sehr spontan ein. Wenn die leisen Poltergeräusche auf extrem kurzen Bodenwellen nicht wären, würde ich sagen 10 von 10 möglichen Punkten.
Nach einem Jahr Golf TDI war ich zunächst von dem Motor enttäuscht. Ein Benziner mit 125PS aus 1,6 Liter Hubraum. Absolut lassen die Fahrleistungen nicht zu wünschen übrig, aber auf der Autobahn würde etwas mehr Durchzug nicht schaden. Zudem ist man doch geschockt, wenn als Momentanverbrauch beim leichten Beschleunigen so etwas wie 18L steht. Aber im Durchschnitt stimmt es – für einen Benziner – dann doch. Es müssten bei viele schneller Autobahnfahrt so ca. 8,5 Liter sein. Wer Zeit hat, kommt auch mit 7 Litern aus.
Die Schaltung finde ich knackig, allerdings scheint die Arrettierung des Rückwärtsganges etwas schwach. Mit ist er jedenfalls ein paar Mal rausgeflutscht.
Alles in allem ein nettes Auto mit dem man gerne Kilometer frisst.
Ich bin ja bekennender Nokia N8 Fan. Tolle Hardware, lange Akkulaufzeit und eine richtig klasse Kamera von der ich regen Gebrauch mache. Ich finde im Gegensatz zu den ganzen komischen Puschels in den Redaktionen der Tech- und Mobile Blogs auch das Betriebssystem Symbian^3 gar nicht mal schlecht, z.B. weil die Akku-Laufzeit im Vergleich zu iPhone und Android recht lang ist. Allerdings konnte es noch ein bisschen Feinschliff gebrauchen. Kleines Beispiel: Man kann zwar eine ganze Reihe von E-Mails in der Liste markieren und in einem Rutsch löschen – aber bei SMS Listen geht das nicht, sondern man muss jede einzeln entfernen. WTF? Baut Nokia seit 12 Monaten Handies oder seit fast 20 Jahren?
Aber Besserung war versprochen. Seit dem Frühjahr war das Update mit dem Namen Anna angekündigt und seit zwei Wochen ist es dann auch endlich mal erhältlich. Leider ist es so umfangreich, dass man es nicht mehr direkt auf dem Handy installieren kann, sondern das nun per Computer erledigen muss.
So what?
Tja, leider bin ich Apple User. Nokia hat auf der Seite http://www.nokia.com/softwareupdates nur den launigen Rat, dass Apple User das Update nur direkt auf dem Telefon ausführen können. HALLO – das geht ja gerade nicht!
Um es kurz zu machen: Unter http://betalabs.nokia.com/apps kann man nach Registrierung (wozu eigentlich?) den Nokia Software Updater for Mac – beta! herunterladen. Nicht, dass da irgendwo der leiseste Hinweis gestanden hätte. *grrr* – aber nun gut.
Also das N8 per USB Kabel anschliessen, Software starten, Handy wird erkannt, neue Software runtergeladen und die Installation beginnt… und läuft… und läuft… und läuft… und nach 35 Minuten steht da immer noch, ‚less than 1min remaining‘ und dass man auf gar keinen Fall das Handy ausschalten soll, weil man sonst das Gerät himmelt.
Hrrgttnchml!
Irgendwann riss mir dann der Geduldsfaden und habe das Telefon natürlich doch aus- und wieder eingeschaltet (Ich sach nur: „Hello! IT Support… Did you turn it off and on again?“).
Was ist nun böses passiert?
Gar nix, ausser dass sich der Installer auf dem Mac aufgehangen hat – und zwar so böse, dass er sich nicht beenden liess und auch ’nen Rechnerneustart sabotiert hat. Da half nur noch harter Reset. Mit genau so ’nem Scheiss vergrätzt Nokia treue Kunden. Das ist so unnötig!
Aber – ich habe nicht wie befürchtet das Handy gebrickt, sondern das Update hat funktioniert und dem Gerät spürbar gut getan. Die Bedienung ist jetzt irgendwie flüssiger, viele kleine Macken wie die o.g. sind nun ausgebügelt und das N8 sieht mit der neuen Grafik ganz frisch aus. Quasi ein neues Smartphone für €0,-
Ich find’s gut!
Hier ist übrigens noch ein Foto von letztem Freitag Abend, dessen Qualität zeigt, warum ich das Handy so mag:
Vor fast genau 5 Jahren widmete ich einen meiner ersten Artikel („Wenn schon kompliziert, dann richtig„) hier in diesem Blog einem neuen, kleinen, feinen Spielzeug: Einem Modellhubschrauber, den ich frisch erstanden hatte. Es war eine Bell 47G von Graupner.
Mit dem heutigen Neuzugang bin ich nunmehr Besitzer von drei Hubschraubern. Ein „richtiger“ (d.h. einer der gesteuert wird, wie ein grosser) ist zwar noch immer nicht dabei, aber ich finde es verblüffend, wie unterschiedlich die Konzepte der drei kleinen Pustefixe sind.
Heliparade
Von rechts nach links:
Die Graupner „Bell 47G“ ist ein Koaxialhubschrauber, d.h. die Maschine hat zwei übereinanderliegende, gegenläufige Rotoren mit 35cm Durchmesser. Diese sollen das Drehmoment ausgleichen, damit sich der Hubschrauber nicht um die Hochachse dreht. Dieses sogenannte Gieren wird bei „richtigen“ Hubschraubern, die nur einen Rotor mit zwei, drei vier oder sechs Rotorblättern haben, über den Heckrotor kontrolliert. Die 47G wird per Funk mit einer vollwertigen 35MHz Vierkanalanlage gesteuert. Es kann also das Nicken (vorwärts, rückwärts), Gieren (um Hochachse drehen), Rollen (um Längsachse drehen, also seitwärts fliegen) und natürlich die Drehzahl (also rauf, runter) kontrolliert werden. Die wechselbaren Lithium-Polymer Akkus werden über ein vergleichsweise professionelles Ladegerät aufgeladen.
Das kleine Maschinchen in der Mitte (Silverlit PicooZ) hatte ich mal spontan bei Conrad in Hamburg für €20,- mitgenommen um mir die Zeit im Hotezimmer zu verkürzen. Es wiegt gefühlt so ungefähr gar nichts (20g), hat einen Rotor mit sagenhaften 13,5cm Durchmesser und einen winzigen Heckrotor. Gesteuert wird über Infrarot auf zwei Kanälen. Eigentlich kann der winzige Heli nur rauf/runter und um die Hochachse drehen. Ich habe den Schwerpunkt mit einer Büroklammer im Schaumstoffbody etwas nach vorne verlagert, so dass der Micro-Heli stets ein bisschen vorwärts fliegt. Der fest eingebaute Akku wird an der spielzeugartigen Fernsteuerung aufgeladen.
Der heutige Neuzugang hört auf den etwas bescheuerten Namen „Air Leader“. Aber nach dem Erstflug kann ich schonmal sagen, dass es ein feines kleines Maschinchen ist, das mit filligraner Mechanik und sehr stabilem Flugverhalten begeistert. Es ist wiederum ein Koaxialhubschrauber, dessen vier Rotorblätter einen Durchmesser von 20cm haben. Man beachte den soliden Aufbau aus Metall und die klappbaren Rotorblätter, die bei unglücklichen Landungen Bruch vermeiden helfen.
Feinmechanik: Speey2g407
Sehr ungewöhnlich – quasi „verdreht“ – sieht der fast waagerecht angebrachte Heckrotor aus. Damit kommen wir auch schon zur wiederum anderen Steuerung. Die Rotorblätter sind nicht drehbar mit einer Taumelscheibe verbunden und können somit nicht zyklisch verstellt werden. Der Heli kann somit nur entlang und um die Hochachse gesteuert werden: Rauf/runter und durch unterschiedliche Drehzahlen der beiden Rotoren drehen. Der waagerechte Heckrotor dreht sich normalerweise gar nicht, ausser um den Heli nach vorne oder hinten zu kippen und somit den Vorwärts- oder Rückwärtsflug einzuleiten.
Die Funkfernsteuerung hat somit 3 Kanäle und nutzt das 2,4 GHz Band, auf dem auch WLAN und Bluetooth senden. Der Vorteil gegenüber einer konventionellen 35MHz Anlage liegt darin, dass man sich nicht mit einem Quarzpaar auf eine feste Frequenz festlegen muss. Sender und Empfänger koppeln sich nach dem ersten Einschalten automatisch, was schon mal eine Minute dauert. Geladen wird der fest eingebaute Akku wahlweise über die recht spielzeugartige Fersteuerung, oder über ein mitgeliefertes USB Kabel.
So, ich muss jetzt mal weiter fliegen über. Der Akku ist wieder aufgeladen…