tiny little gizmos

Android – Erster Eindruck

Tiny little Gizmos – als ich mit dem Blog anfing, dachte ich, daß ich vor allem über mobile elektronische Spielereien schreiben werde. Momentan scheint das hier leider eher ein Agit-Blog zu werden. Aber es gibt sie noch, die guten Dinge die Artikel zur mobilen Technik. Ich bin sehr gespannt, ob sich offene Technologien wie im Internet, auch im Mobilefunkbereich durchsetzen werden. Eigentlich glaube ich sogar fest daran. Daher finde ich den Ansatz von Googles Open Source Betriebssystem für Handys auch sehr interessant. Deshalb habe ich mir gestern das Android-SDK von Google gezogen und installiert.

Erster Eindruck: Es läuft. Das ist nicht so unbedingt selbstverständlich, wenn ich an die ersten J2ME-SDK von vor einigen Jahren zurückdenke.

Zweiter Eindruck: Dafür, daß fast alles in Java implementiert sein soll, ist die Bedienung erstaunlich flüssig.

Dritter Eindruck: Sehr spartanisch. Alles was für ein normales Handy wichtig ist, ist drin und außerdem noch Google Maps. Sonst nüscht. Aber ganau darum geht ja auch: Daß sich jetzt tausende neugierige und interessiert daran machen, neue Anwendungen für Android zu programmieren. Und damit sie auch wirklich anfangen, gibt es noch einen mit $10 Mio dotierten Wettbewerb. Das ist – trotz des bröseligen Dollars – noch immer eine ziemliche Stange, finde ich.

Für einen vierten Eindruck hatte ich noch keine Zeit

Eine wirklich spannende Ankündigung

Seit Monaten brodelt die Gerüchteküche um ein gPhone – also ein Handy von Google. Nichts wäre langweiliger und öder gewesen. Heute wurden die Karten auf den Tisch gelegt: Google hat kein Handy gebaut, sondern eine riesige Allianz aus Mobilfunkprovidern und Handyherstellern um sich geschart um ein Open-Source Handy Betriebssystem marktreif zu machen. Sehr interessant ist zu sehen, wer dabei ist, noch interessanter ist zu sehen, wer NICHT dabei ist.

Letztlich scheint das ganze so eine Art rundrum-Befreiungsschlag der Branche zu sein. Vielleicht bin ich etwas zu optimistisch (aber warum soll ich immer nur rumgranteln), wenn ich hoffe, daß sich nun doch endlich in der Branche die Erkenntnis durchsetzt, daß der Durchbruch bei Datendiensten nur mit offenen Standards und offenen Services möglich ist. Walled Gardens sind bei den Kunden einfach nicht mehr durchsetzbar.

Hier sind Details zur Open Handset Alliance zu finden.

Sie ist wieder zuhause

Zwei Wochen war sie weg. Nun ist sie endlich wieder daheim – meine Jura Espressomaschine.

Das Mahlwerk war kaputt. Mutmaßlich ein Steinchen im Kaffee. Kostenpunkt: €155,- aber jetzt schnurrt die Maschine wieder und ich bekomme morgens wieder „ordentlichen Stoff“.

Ein Handy von Audi?

Inside-Handy verkündet ein Gerücht, nachdem Audi ein eigenes Handymodell plant. Das kann ich mir gut vorstellen: Langweiliges Design, teuer (aber super verarbeitet), mit einem Gewicht von 1,5 Kg und ca. 500PS. Verbrauch ca. 13 Liter pro 100 Gesprächsminuten oder so ähnlich…

Elektropest 2

So langsam kann ich eine neue Kategorie eröffnen: Das kaputte Elektrogerät des Monats.

Früher sind mir eigentlich fast niemals elektronische Geräte kaputtgegangen. Jetzt passiert mir das laufend. Diesmal hat es meine tolle Jura-Espressomaschine getroffen. Blockiertes Mahlwerk. Nun gut, die Maschine ist so sch… teuer, daß eine Reparatur auf alle Fälle lohnt Blöd nur, daß die Fahrt zum Reparaturbetrieb hin und zurück heute morgen fast 3 Stunden gedauert hat. Das sind solche Tage, an denen ich mich frage, was ich überhaupt in Berlin will. Die Stadt nervt einfach. Nicht umsonst hat jemand als Slogan vorgeschlagen: „Berlin – wir können alles, aber nichts richtig.“ Ich finde besser kann man es gar nicht auf den Punkt bringen.

Übrigens hat sich Petra heute für ihr Atelier auch eine Espressomaschine gekauft. So eine einfache Siebträgermaschine. Einmal eingeschaltet – kaputt. Irgendwie glaube ich es langsam nicht mehr…

Telefonterror

Dieses Wochenende wurde ich durch automatische Anrufe auf dem Festnetztelefon terrorisiert. Nachdem ich das sechste mal angerufen wurde riß mir der Geduldsfaden und ich war kurz davor, die Möglichkeiten für strafrechtliche Konsequenzen zu prüfen. Etwas irritiert war ich nur, daß die Anrufnummer übertragen wurde. Also habe ich mal eben nach „0800-3302424“ gegoogelt und siehe da: Mein Anrufbeantworter ruft mich an. Hä?

Anrufbeantworter sind ein Relikt aus den 90er Jahren – vollkommen überflüssig. Wenn ich nicht da bin, bin ich nicht da. Wenn mich jemand angerufen hat, steht es im Display und kann mir überlegen, ob ich zurückrufe. (Für mich) wichtige Leute haben auch meine Handynummer. Das reicht.
Weshalb die Telekom plötzlich der Meinung ist, bei mir die T-Net Box aktivieren zu müssen ist mir schleierhaft. Beim letzten Tarifwechsel habe ich ausdrücklich drauf bestanden, daß das Ding deaktiviert bleibt.

„Sehr unterhaltsam“ ist auch Folgendes: Um dieses Generve abzuschalten soll man die T-Net Box angeblich erstmal aktivieren und einrichten. Das ist natürlich kompletter Quark. Es geht auch kürzer:

„0800-3302424“ anrufen, kurz warten, bis der Computer rangeht. Dem Gesabbel braucht man gar nicht zuhören; stattdessen gleich mit den Ziffern „3-2-7-3“ durch das Menü und fertig ist. Die T-Net Box ist abgeschaltet.

Ein riesengroßes Dankeschön an Funbug für den Tip.

Ich habe gerade die Kommentare bei Funbug überflogen – es sind viele! Und der Grundtenor: Endlich ist der Scheiss aus. Endlich keine Terror mehr. Im Ernst – die Leute sind TOTAL ANGEPISST von solch einem unerwünschten „Geschenk“ der Telekom. Ist ja ganz nett, daß man einen solchen Service nutzen kann, aber er muss standardmäßig deaktiviert sein – dringend! Wenn ich überlege, wie mich als relativ technikaffinen Menschen das auf die Palme bringt, dann dürfte klar sein, daß „Oma Erna“ dem ständigen Telefonterror völlig hilflos ausgeliefert ist.

An die Produktmanager bei T-irgendwas, die sich das ausgedacht haben: 6, setzen!

Nachtrag: Falls mir irgendjemand draufgesprochen haben sollte – das war vergeblich.

Bloß keinen iPod !

Jeden Tag 3 Stunden im Zug zu verbringen, hat ein Bedürfnis in mir geweckt, welches ich seit etlichen Jahren nicht mehr hatte: Ein tragbares Musikabspielgerät hätte ich gerne.

Vor 20 Jahren war ich wie fast jeder mit Walkman unterwegs. In den letzten 10 Jahren habe ich mir aber unterwegs keine Kopfhörer mehr aufgesetzt. Ich kann einfach keine Musik genießen, wenn es ringsrum laut ist. Im ICE ist es aber nicht laut und mich gelüstet es nach Bespaßung. Also muss ein MP3-Player her – welches Modell hätten wir denn gerne?

Eins war ganz klar: Bloß keinen iPod! Ich mag keine Sachen, die völlig überhyped und exzessiv auf Livestyle getrimmt sind. Außerdem geht mir der Zwang, iTunes zu benutzen auf den Keks. Es ist besser, einfach die MP3 direkt auf den Player zu ziehen und fertig.

Nun will ich aber auch keinen €35,- MP3-Stick, der nur 1GB Speicher hat, scheiße klingt, schlecht zu bedienen ist und alle 2 Stunden einen frischen Akku verlangt. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß ich einen schlanken Player mit Flashspeicher suche, weil ich Mechanik für überholt, anfällig und klobig halte? Ein leistungsfähiger Akku sollte auch dabei sein.

Also ein wenig recherchiert und schnell zeigt sich, daß mit diesen Anforderungen bereits 80% der angebotenen Geräte aus dem Rennen sind. Die verbliebenen Favoriten sind Modelle von Creative und Sandisk. Nun gut – bloß so sehr viel billiger als Apple sind die allerdings auch nicht, wenn man die Modelle mit mindestens 4GB Speicher nimmt. Dafür sieht der Creative aus, als wenn er in einer Blindenwerkstatt aus alten Eierbachern zusammengesetzt wurde (robust???). Als ich dann erfuhr, daß er auch mit spezieller Software befüllt werden muß, fiel er aus dem Rennen. Der Sandisk Player sah schon sehr viel solider aus. Das Gehäuse teilweise aus Metall, zwar doppelt so groß, wie ein iPod, aber – hey, was ist das schon gegen die alten Walkmen? Skeptisch wurde ich allerdings, als ich merkte, daß die Hälfte der ausgestellten Geräte abgestürzt war und der Screen nur bunten Pixelbrei zeigte. Die Bedienung der Modelle, die noch liefen war auch nicht gerade so der Knaller. Hmmm…

Ich kürze die Geschichte hier einfach mal ab: Letztlich habe ich mir doch einen iPod gekauft: den neuen Nano mit 4GB Speicher für ca. 150,- Die Verarbeitung ist erstklassig, die Bedienung genial einfach, das Teil ist winzig und schick und der eingebaute Akku scheint ewig zu halten, wie ich nach einer Woche Gebrauch feststellen kann. Und iTunes? ist eigentlich gar nicht mal doof, seine Musikdateien damit zu verwalten. Den Store muß man ja nicht benutzen – ich habe einen Schrank voller Original CDs. Aber ich wäre natürlich nicht der Ollmetzer, wenn ich nicht doch etwas zu meckern finden würde… ;-)

Kauft keinen iPod, wenn Ihr keinen DSL-Anschluß zuhause habt!

Die Software ist nämlich nicht dabei, sondern muß erstmal runtergeladen werden: 50MB! Nett (aber auch seit 10 Jahren Standard) ist, daß beim rippen die CD in der Regel erkannt wird um die richtigen Daten zu übernehmen – zumindest Interpret, Titel und Jahr. Die Angabe des Genres liegt teilweise derart grob daneben, daß es schmerzt. Und falls man doch mal die Daten per Hand eingeben muß, stellt sich die Software nicht sehr clever an. Wenn eine CD keine Compilation ist (was man ankreuzen kann), sollte man nicht für jeden Titel einzeln wieder Interpret, Albumtitel, Erscheinungsjahr und Genre eingeben müssen. Das nervt und ist unnötig.

Von diesen Kleinigkeiten abgesehen, bin ich aber völlig begeistert. Apple ist m.E. völlig zu Recht seit Jahren Marktführer bei den Musikplayern.

Elektropest

Eigentlich wollte ich schreiben, daß ich heute Post bekommen habe. Ein schwarzer Umschlag! darin eine schwarze Klappverpackung, wie von einer sehr edlen Sammler CD – nur größer. Und was ist drin? Meine BahnCard 100 ist angekommen. Klasse – endlich bin ich wieder wichtig! ;-) Wie damals, als ich noch die Vielfliegerkarte von der Swissair hatte und immer noch ein paar Minuten in der Lounge in Zürich abhängen und Freigetränke zu mir nehmen konnte, bevor es wieder nach Berlin ging.

Jedenfalls fand ich die Verpackung für eine kleine Plastikkarte so ungeheuer überzogen, daß ich sie mal eben fotografieren wollte. Ich hole also meine Nikon Coolpix 5700 raus und… nix! Schwarze Anzeige mit weißem Bildrauschen, wie damals beim analogen Fernsehen, wenn keine Antenne angeschlossen war.

Na toll!!!

Geht das jetzt schon wieder los? Die Elektropest hat wieder zugeschlagen. Der Bildsensor ist im Eimer – aber wovon? Davon daß die Kamera wohlbehütet im Schrank lag – selbstverständlich ohne eingelegten Akku?

Mannmannmann…

xyz available for iPhone now…

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen, daß Applikation xyz (hier beliebigen web 2.0 Dienst einsetzen) jetzt auch auf dem iPhanoe funktionieren würde. Zum Beispiel schreibt TechCrunch, daß Netvibes jetzt auch auf dem iPhone funktioniert.

Ja und?

Ich denke das supertolle am iPhone ist, daß es einen normalen Webbrowser an Bord hat. Da erwarte ich eigentliche, daß alle vernünftig programmierten Webanwendungen funktionieren.
Oder habe ich da einfach den Witz nicht verstanden?

Alles im A….

Was ist denn bloß los? Habe ich momentan den schwarzen Daumen bei der Bedienung von elektrischen Gerätschaften?

Zuerst gibt unvermittelt das schnurlose Telefon den Geist auf. Dachte erst, es wären die Akkus, aber die neuen waren auch sofort hinüber. Da ist wohl die Ladeelektronik durchgebrannt. Half nix – ein neues musste her.

Gleich danach fing der Staubsauger an, rumzumucken. Muss jetzt auch ersetzt werden, bevor er noch einen Schwelbrand auslöst.

Heute habe ich es zu allem Überfluss auch noch geschafft, meinen DSL-Router durch eine falsche Einstellung in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Wollte einen VPN-Tunnel zu meinem neuen Brötchengeber nach Hamburg einrichten. Der Router (Zyxel, ca. fünfeinhalb Jahre alt) zeigte sich jedoch extrem zickig. Irgendwann habe ich es dann geschafft, durch eine verwegene Filterregel den Zugang zu dem Gerät zu sperren – und zwar komplett!
Nix ging mehr. Kein Internet und kein Zugriff mehr auf die Konfiguration möglich. Weder per Browser, noch per Telnet. „Kein Problem“ dachte ich mir. „Einfach per Reset die Werkseinstellungen laden und weiter…“

Pustekuchen! Nix ist mit Reset ohne Resetknopf. Theoretisch hätte ich die Firmware neu aufspielen können – wenn ich noch irgendwo einen Rechner mit RS232C Schnittstelle gehabt hätte. Nun mangelt es zwar nicht an Computern in meinem Haushalt (momentan schätzungsweise 6 Stück), aber keiner hat mehr eine solche Schnittstelle. Bei Autos spricht man dann wohl von einem wirtschaftlichen Totalschaden.

Eine Lösung musste her, und zwar pronto. Die Suche nach einem bestimmten Gerät (nach Absprache mit den Hamburger Admins) führte mich durch vier Läden. Ich habe dabei 18Km zurückgelegt und zusammen mit der anschließenden Neuinstallation kostete die ganze Aktion einen kompletten Arbeitstag. Na toll!

Der einzige Trost: Jetzt funktioniert der VPN-Zugang zum Firmennetz schon – fast…

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