tiny little gizmos

UMTS langsamer als GPRS?

Bereits gestern hatte ich bei einem Test herausgefunden, daß ein Fotoupload per GPRS wie zu erwarten langsam ist: ca. 800KB in 2:50 min. Was nicht zu erwarten war, ist daß der Upload eines ähnlich großen Fotos per UMTS sogar noch ein bischen länger dauerte, nämlich 3:15 min.

Die Umstände gestern waren „real-life“. Das erste Bild habe ich im Berliner Hauptbahnhof fotografiert und per GPRS auf das neue zzap hochgeladen. Das zweite Bild habe ich in der Hamburger Speicherstadt fotografiert und per UMTS hochgeladen. Denkbar wäre, daß z.B. in der Hamburger City die UMTS-Funkzellen voll ausgelastet waren oder die beiden Standorte sonst aus irgendeinem Grund nicht vergleichbar waren.

Deshalb habe ich heute mittag bei mir zuhause einen zweiten Vergleich unternommen. Diesmal habe ich zweimal dasselbe Bild (ca. 410KB) genommen und meinen Standort nicht geändert. In meiner Wohnung habe ich sowohl im GSM-Netz, als auch im UMTS-Netz vollen Empfang. Doch auch diesmal ergab sich das gleiche Bild: 410KB upload per GRPS in 1:50 min und per UMTS in 2:15 min.

Was soll das?

rumZZAPen aktuell

Die neue Version von zzap schreitet in der Entwicklung voran. Seit gestern kann man per Handy nicht nur Kurznachrichten absetzen, sondern diese auch noch mit einem Foto versehen.

Positiv
Es klappt. Die Bilder kommen an und werden automatisch für Web und verschiedene Handytypen angepasst. Auch die Ausgabe im Browser oder auf dem Handy – alles funktioniert ganz einwandfrei.

Negativ
So ein Upload dauert. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich zum Vergleich zwei Nachrichten mit Bild verschickt. Dabei sollte ich erwähnen, daß ich das hervorragende SonyEricsson K770i mit einer 3.2 Megapixel Kamera benutze. Die Bilder sind klasse – aber eben auch eingermaßen groß: zwischen 750KB und 850KB. Das erste Bild habe ich per GPRS verschickt. Das hat einschläfernde 2:50min gedauert. Das zweite Bild habe ich per UMTS verschickt und nicht schlecht gestaunt. 3:15min.

Was zum Geier…?

Wozu soll ich eigentlich UMTS nutzen? WAP-Seiten sind zu klein um von der höhreren Downloadgeschwindigkeit zu profitieren und der Upstream war ja wohl ein schlechter Scherz. Der einzige Unterschied scheint zu sein, daß mit UMTS der Akku nur 1/3 der Laufzeit bringt. Grrrr…

Ich werde das morgen wiederholen um zu überprüfen, ob es sich nicht um einen Ausreisser wegen Zellenüberlastung oder so was handelte.

Ach ja – wenn ich schonmal am Meckern bin (scheint mein natürlicher Aggregatzustand zu sein): Das Handy ist wirklich klasse – aber warum muss ich die Fotos erst von „Album“ nach „Bilder“ verschieben, bevor ich sie hochladen kann? Daß eine simple Bildbearbeitung eingebaut ist, ist ja eigentlich auch ganz nett – aber warum kann ich damit zwar sinnlose Filter auf das Foto anwenden, aber nicht die Bildgröße ändern?

Naja, auf 1000 verschiedene Handies kommen vermutlich mindesten 3000 unverständliche Macken. Da wird man sowieso nicht alles abfangen können.

Handy weg – ich Trottel!

Ich Trottel habe eben mein neues Handy mit der neuen SIM-Karte im Zug liegenlassen. Komplett mit Ladegerät und allem.

Vergesst also einfach die Nummer, die ich Euch gerade geschickt habe.

Gewinner des Streiks

Die BVG legt für 1 1/2 Wochen den Nahverkehr lahm und die Bahn droht(e) dasselbe mit dem Regional- und Fernverkehr zu tun. Ganz Berlin stöhnt – bis auf wenige Ausnahmen.

Zu den Gewinnern der Streikaktion gehören definitiv die Fahrradhändler. Am Samstag war in den Läden die Hölle los. So habe ich z.B. bei Flöckner aufgrund einer kaputten Hinterradnabe den kompletten Vormittag zugebracht. Der Laden war so voll, daß man nirgends mehr stehen konnte und vier Verkäufer jonglierten (sehr flott und gekonnt) durchschnittlich mit je 3-4 Kunden gleichzeitig. Ich schätze, der Tag hat 20-25% des Jahresumsatzes gebracht.

Heute: Kunst

Heute in der Villa Oppenheim gesehen: Eberhard Blum, „Choice & Chance“ – Graphitbilder.

Sehr schöne klassische, Grafik – kalligrafisch. Hat sowas 20er Jahre mäßiges.

Villa Oppenheim bei Sonnenschein

Villa Oppenheim bei Sonnenschein

The next big thing…

…is small- micro. Microblogging. Seit gut einem Jahr schon. Allerdings bedeutet das für die meisten Leute momentan automatisch twitter. Das ist nicht so toll, finde ich. Finden andere auch. Auf Dembot wird der zentralistische Ansatz kritisiert (How To Keep Twitter from Crashing in a Crisis). Auch Dave Winer mach sich Gedanken zu einem „decentralized Twitter„.

Mich stört daran vor , daß es schon wieder eine zentrale Instanz gibt, die bestens Bescheid weiß, wer wann mit wem was…

Shannon Whitley bastelt auch an einerm interssanten Projekt: Decentralized Micro-blogging with OpenMB. Interessant finde ich auch die Idee, das alles auf RSS oder XMPP-basis (Jabber) zu realisieren. Solche Ideen haben Marco und ich bereits letztes Jahr bei einem gemütlichen Schnack in Oakland ausgetauscht. Mal gucken, was da noch kommt.

Selbstversuch: Congstar Prepaid

In den letzten Monaten hat sich ziemlich viel im Bereich Mobilfunk Discount/Prepaid getan. Das war ein Grund, meinen aktuellen Telefontarif in Frage zu stellen. Ein anderer Grund ist, daß ich mit der Netzqualität von E-Plus nicht mehr so ganz zufrieden bin. Solange ich mich im Wesentlichen in der Berliner Innenstadt, auf der Autobahn oder in Hannover aufgehalten habe, war alles super. Als ICE nutzender Fernpendler bin ich leider nicht mehr so zufrieden. Ich im Zug fast auf der ganzen Strecke nicht erreichbar, während meine Sitznachbarn munter fernquasseln und einige sogar per Laptop online sind. Auch im Büro zeigt das Handy kaum Feldstärke an, zudem war ich mit der UMTS-Datenrate nicht immer so zufrieden.

Kurz und gut: Ich wollte gerne mal das D1 Netz ausprobieren, da dieses ja neben Vodafone das beste sein soll. Die Tarife von T-Mobile sind jedoch offensichtlich in den letzten Jahren auf demselben (hohen) Niveau geblieben und von den Bedingungen und Tarif-add-on zu unübersichtlich. Zudem möchte ich keine Vertragsbindung mehr akzeptieren, wenn ich ohnehin nur ungebrandete und unsubventionierte Handies kaufe.

Im Dezember ist nun Congstar (Discount-Tochter von T-Mobile) mit einem Prepaid-Angebot gestartet. Der vorherige völlig verschwurbelte Vertragstarif hat offensichtlich kaum jemanden überzeugt. Ich war ein bischen skeptisch, weil in den einschlägigen Mobilfunkforen (zum Beispiel Telefon-Treff) viel von Startproblemen zu lesen war. Das betraf vor allem die Freischaltung, die teilweise Tage gedauert haben soll, nicht oder nur mit erheblicher Verzögerung ausgeführte Aufladungen und ein nicht funktionierendes Internet Interface.

Meine bisherigen Erfahrungen

Am Donnerstag abend habe ich im Kaufhof am Alexanderplatz die Karte erstanden. Die Bedienung war allerdings völlig überfordert. Zunächst wusste die Dame nicht einmal, was das ist („Wie heißt das?“) obwohl vor ihrer Nase Flyer lagen. Erst der Kollege holte dann eine entsprechendes Startset. Er wusste allerdings auch nicht den Datentarif (es sind 49ct. pro MB). Heute wollte mir zudem dort auch niemand das Guthaben aufladen („Nee, da haben wir keinen Vertrag…“). Den Hinweis, daß das auch mit Xtra-Cash von T-Mobile geht, habe ich mir verkniffen und den ahnungslosen Kunden gespielt. „Wie? Sie verkaufen mir die Karte und dann kann ich sie hier nicht aufladen???“. Als dann nichts kam außer „Ja, das geht wohl bei Real, Extra und bei manchen Tankstellen…“ habe ich den Laden verlassen.

Offen gestanden passt das zu meinen bisherigen Erfahrungen zum Kaufhof: Der Laden sieht super aus, irgendwie haben sie von allem etwas, aber nix richtig. Es ist dort recht teuer aber die Verkäufer sind dennoch selten sichtbar und meist ziemlich planlos. Aber es soll hier ja nicht um den Kaufhof gehen, sondern um meinen Eindruck von Congstar:

20:15 Karte gekauft
21:00 Karte zuhause per Internet registriert. Die Website funktioniert also grundsätzlich.
22:00 Die Karte ist freigeschaltet, ich bekomme 2 Dienstmitteilungen mit den Einstellungen für Internet und MMS.

Etwas irritierend ist, daß das Handy keine Betreiberkennung anzeigt (weder „Congstar“, noch „T-mobile“), aber ich habe vollen UMTS-Empfang. Der Aufruf einiger WAP-Seiten (mobile.spiegel.de, www.zzap.de ;-)) funktioniert. Ebenso das Abrufen meiner E-Mails. Anschließend habe ich noch das Guthaben per Kurzbefehl *100# abgefragt. 48 ct. sind weg. Das ist O.K.

Nach dem etwas peinlichen Kaufhof-Debakel habe ich mich entschlossen, das Guthaben beim Extra-Supermarkt um die Ecke aufzuladen, zumal ich noch Sahne brauchte. Die Verkäuferin meinte nur, daß ich der erste wäre, der diese Karte auflädt, kassierte €15,- und gab mir den Voucher, den die Kasse ausdruckte. Ich habe 5 Minuten später die Nummer von dem Voucher eingetippt und bakam sofort eine Mitteilung über das neue Guthaben. Geht doch!

Was leider wirklich noch nicht geht, ist der Verbindungsnachweis. Habe vorgestern bei der Registrierung im Internet angegeben, daß ich einen Verbindungsnachweis wünsche. Heute nach ein wenig Nutzung und Aufladung wollte ich mal nachsehen – und dort steht, daß ich keinen Verbindungsnachweis wünsche. Auf der Seite, auf der man die Einstellung ändern kann, ist es jedoch richtig eingestellt. Trotzdem wurden die Verbindungen nicht angezeigt.

Bitte nachbessern!!!

…getroffen!

Lustig: Innerhalb der letzten drei Wochen habe ich Ingo aus Buenos Aires, Marco und Claudia aus San Francisco und Alexandra und Wade aus Sydney getroffen.

War nett Euch wiederzusehen!

Handybrowser – Web oder WAP?

In der aktuellen Connect (Januar 2008) las ich am letzten Wochenende einen Vergleichstest aktueller Handybrowser. Erwartungsgemäß liegt Apples Safari auf dem iPhone mit 5 Sternen auf Platz 1. Sehr verständlich, da die Bedienung wirklich smooth ist. Zügig, intuitiv, zeigt nahezu alle normalen Webseiten problemlos an. Insbesondere das scrollen und zoomen mit dem Finger auf dem extrem großen Display ist die Macht.

Der Minimap Browser von Nokia bekommt einen Stern weniger. Er kann genau dasselbe, weil er auf der selben Rendering Engine basiert. Lediglich die Bedienung ist ohne den Multi-Touch-Screen weniger elegant.

Bereits abgeschlagen mit 3 Sternen liegen die Browser von Nokias Serie 40 und der Access Netfront, der in den Handies von Motorola, Samsung und SonyEricsson verwendet wird.

Bis hierher verständlich. Nur mit den 5 Sternen für den Opera Mini habe ich Bauchschmerzen. Zugegeben kann man mit diesem Java basierten Browser normale Webseiten ansehen, aber man benötigt dafür Geduld. Es dauert ziemlich lange, ehe das Rendering beendet ist. Und spätestend hier stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, normale Webseiten auf dem Handy anzusehen.

Macht das alles überhaupt Sinn?

Ich finde nicht. Handies brauchen m.E. spezielle Webseiten – auch dann, wenn sie normale darstellen können. Normale Webseiten sind für große Bildschirme, Bedienung per Tastatur und Maus und schnelle Datenübertragung konzipiert. Handies haben Displays von 2 bis 3 Zoll, eine numerische Tastatur, und nutzen relativ langsame Funknetze mit noch immer vergleichsweise teuren Tarifen. Webseiten für mobile Nutzung sollten schlank sein. Fokussierte Informationen, kein unnötiger Schnickschnack, schnell zu erfassen und übersichtlich.

Ein Beispiel wie es nicht sein sollte, hatte ich gestern: Ein Bekannter schickte mir gestern einen (für mich wichtigen) Link zu einem Artikel in der Welt. Die Mail habe ich im Zug auf meinem Handy gelesen und da mein E61 auch normale Webseiten anzeigen kann, habe ich die Seite aufgerufen.

Positiv daran: Es ging.

Negativ ist, daß die Seite natürlich für PC-Nutzung ausgelegt ist. Das merkt man einerseits am Layout und andererseit daran, daß über 500KB geladen wurden. Klar, per DSL stört das nicht, aber auf dem Handy ist das Mist. Es hat – trotz UMTS – sehr lange gedauert, bis die Seite fertig geladen war. Zudem habe ich mit diesem einen Aufruf 20% meines monatlichen 2,5MB Datenvolumens verbraucht und ich musste sehr weit scrollen um an den eigentlichen Artikel zu kommen.

So macht das keinen Spass. Eine automatisch auf Handy angepasste, reduzierte Seite wäre unendlich viel flotter und sinnvoller gewesen.

Webseiten für Handies

Wer schon einmal Webseiten für Handies (WAP 2.0) gebaut hat, kommt schnell darauf, daß man die Ausgabe automatisch an das Endgerät anpassen sollte. Wenn man zum Beispiel Bilder anzeigen möchte, macht es einen erheblichen Unterschied, ob das Handy eine Displaygröße von 128×128 (z.B. ältere Nokia Series 40), 176×208 (ältere Nokia Series 60, viele SonyEricsson) oder 240×320 Pixel hat. Dazu benötigt man eine Geräteerkennung.

Hallo Handy, was kannst Du denn?

Eine gute Möglichkeit zur automatischen Geräterekennung bietet WURFL (Wireless Universal Resource File). Das funktioniert recht gut, aber der Server benötigt zum Parsen de riesigen XML-Datei viel Speicher. Mehr als mein Provider mir zubilligt. Aber es geht auch anders: Per UAProf.

Neuere Handies schicken im Request Header einen Link auf eine XML-Profildatei, in der die wichtigsten technischen Daten stehen. Heute möchte ich dem geneigten Leser und Softwarebastler eine PHP-Klasse zur Verfügung stellen, mit dem sich die wichtigsten Parameter aus diesen UAProf-Dateien auslesen lassen. Die Klasse ist PHP4 Kompatibel, da leider noch immer viele Hoster nicht auf PHP5 umgestellt haben. Man kann die Klasse leicht auf der Kommandozeile ausprobieren. Dazu den Inhalt der ZIP Archives in einen Ordner entpacken und die XML Dateien für die Handymodelle dazulegen. Den Pfad zur lokalen PHP-Installation in der ‚test.bat‘ anpassen und starten.

uaprof.zip (1,8 Kb)

Wo bekomme ich nun Profildateien zum Testen her?

Das Beispiel enthält keine Profildateien. Diese muss man sich aus dem Internet laden. Das ist erlaubt, denn dafür sind sie ja da. SonyEricsson hat z.B. in dem PDF-Dokument ‚WAP User Agent strings and profiles‘ ein Verzeichnisen aller Handymodelle mit den URL’S. Das Dokument liegt hier. Ansonsten ist Google gerne bei der Suche behilflich ;-). Bei der Suche nach „e61 uaprof“ ist beispielsweise gleich der erste Treffer die entsprechende Profildatei für das Nokia E61.

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