tiny little gizmos

Leben auf dem Wasser

In letzter Zeit interessiere ich mich wieder verstärkt für alternative Wohnformen, wie man an meinen kleinen Artikeln über Minihäuser sehen kann. Nun bin ich über ein interessantes Special auf 3Sat gestoßen: „Schwimmende Städte„.

Was in Deutschland eher wie eine skurile Vision von durchgeknallten Architekten wirkt, kann für die Niederlande oder andere Gebiete die in einem großen Flussdelta liegen angesichts des Klimawandels und eines steigenden Meeresspiegels zu einer Frage des Überlebens werden. In dem Film werden interessante Ideen, Forschungen und Prototypen vorgestellt. Die Spannbreite reicht von künstlich gezüchteten Korallenriffen über Einfamilienhäuser in Überschwemmungsgebieten, die bei Hochwasser aufschwimmen bis hin zu großen Strukturen wie z.B. Siedlungen, die vollständig schwimmen. Als Beweis für die Machbarkeit wurde bereits ein kleiner Flughafen in der Bucht von Tokyo realisiert.

Bei solchen Planungen spielen Umweltverträglichkeit und größtmögliche Unabhängigkeit bei der Ver- und Endsorgung zwangsläufig eine noch viel stärkere Rolle, als bei konventionellen Bauvorhaben. Alles sehr interessant, wie ich finde.

Mini Häuser: kompakt, ökologisch, mobil und super Design

Ich bin gerade über wirklich tolle Websites zum Thema „ökologisch, kompakt und mobil wohnen“ gestoßen.
Zum Beispiel bei Mini Home von sustain | design | studio aus Kanada. Das ist so ziemlich genau das, wovon ich seit längerem träume. Vor allem: das Design, ist wirklich zum niederknieen schön. Kaum zu glauben, daß das eigentlich – nun ja, ich traue mich kaum das Wort zu benutzen – Wohnwagen sind.

Auf die Seite gestoßen bin ich auf den Umweg über diese Seite bei inhabitat. Dort sind ebenfalls sehr schöne Anregungen zu finden. Falls es eine halbe Nummer größer sein soll und nicht unbedingt mobil sein muß, hat Studio804 auch sehr geschmackvolle, kompakte Häuser zu bieten. Das Wort „Fertighaus“ scheint hier auch irgendwie fehl am Platz.

Interessante Grundrissvarianten für Prefabs (Fertighaus – nicht zu verwechseln mit Fertigteilhaus) kann man bei weehouse finden. Das finish überzeugt mich hier weniger, aber als Anregung ist die Seite trotzdem toll. Jetzt wäre natürlich noch interessant zu prüfen, inwieweit solche Lösungen mit dem Deutschen Baurecht vereinbar sind. Wenn man die Materialien und solche Sachen wie die Wäremeschutzverordnung einhält, sollte man aber eigentlich keine größeren Schwierigkeiten bekommen, denke ich.

Wider die um sich greifende Schlampigkeit

Ahhh, der Artikel spricht mir aus der Seele: „A Call for Revolution Against Beta Culture„. Jesus Diaz schreibt, daß er es einfach leid ist, ständig mit fehlerhaften und halb fertigen Produkten und Diensten hantieren zu müssen. Nie ist etwas fertig, nie funktioniert etwas zu 100%. Ist ja auch egal, kommt ja bald ein Update…

Im Web 2.0 (erinnert sich noch jemand an diesen Begriff?) kokettierte man regelrecht damit, ein Angebot niemals wirklich fertig zu haben. Aber da musste man sich als Nutzer wenigstens nicht selbst drum kümmern, den Dienst am Laufen zu halten – im Gegensatz zum eigenen Computer. Mehrmals täglich ein Update vom Virenscanner, alle paar Wochen etliche -zig Megabyte Betriebssystemupdates. Wenn man ein Programm mal ’ne Woche nicht benutzt, ist das erste nach dem Start eine Zwangspause, weil wieder ein Sicherheitsupdate heruntergeladen werden muss. Wieso kann man heutzutage eigentlich keinen Computer mehr benutzen, ohne eine Megabit schnelle DSL Leitung zu haben?

Daß man so einen nervtötenden Mist seit längerem bei Computern ertragen muss ist schon schlimm genug, aber es greift eben auch bei allen möglichen technischen Geräten um sich. Alles was irgendwie vernetzt ist (zum Beispiel Handies, MP3-Player) braucht laufend irgendein Update. Aber auch normale Elektrogeräte werden zunehmend so konstruiert, daß sie nicht so funktionieren, wie es zu erwarten wäre.

Das ging auch alles mal anders. Diaz schreibt, daß der Telefunken(!) Videorekorder von seinen Eltern aus den 70ern immer noch funktioniert. Auch der ebenso alte Braun-Wecker läuft noch immer ohne Upgrade. Selbst die alten Homecomputer (Apple II und ZX Spectrum) funktionieren heutzutage noch.

Was sind die Ursachen? Zeitdruck und Schlampigkeit bei der Entwicklung und das Verlangen der Konsumenten alle vier Wochen das neueste Gadget haben zu müssen. Letzten Endes ist es aber der Konsument, der sich das Gefallen lässt. Vielleicht liegt es auch einfach an der totalen Resignation – ist ja egal was man kauft; Funktioniert eh nicht richtig. An Tagen, die ich mit der Bändigung zickiger Technik vergeudet habe kam mir jedenfalls immer häufiger der Gedanke, daß ich mich in absehbarer Zeit in eine Holzhütte im Wald zurückziehen möchte. So eine ganz einfache mit Ziehbrunnen und gemauertem Holzofen.

Jetzt isses passiert…

40 Jahre ging es gut – jetzt isses passiert: Ich habe eine Brille. Neulich war ich wegen einer Bindehautentzündung beim Augenarzt und dabei wurde dann neben anderen Untersuchungen gleich mal ein Sehtest gemacht. Ergebnis: Ich bin leicht kurzsichtig. Das erklärt auch warum ich seit einiger Zeit das Gefühl hatte, daß ich meine Augen ziemlich anstrengen muss, wenn ich hübschen Frauen hinterhergucke lange vor dem Rechner sitze. Alles noch nicht wirklich schlimm und absolut altersgemäß, wie mir letzte Woche der Optiker sagte.

Jetzt versuche ich mich an das Tragen zu gewöhnen. Ist schon ein bischen komisch. Vor allem, weil ich mit ’ner Lesebrille nicht rumlaufen kann, ohne daß mir tüddelig wird – aber dafür ist sie ja auch nicht gemacht. Ich hoffe nur, daß ich das teure Stück nicht aus Versehen verkratze irgendwo vergesse oder mich döselig draufsetze.

An mein neues Aussehen muss ich mich dagegen nicht großartig gewöhnen – das finde ich ganz O.K. ;-)

Mann mit Brille

Mann mit Brille

Perfekte Haut in 10 Minuten

Wenn sich Eure Freundin mal darüber beklagt, daß Ihre Haut so fürchterlich ist, nachdem sie sich einige dieser typischen Frauenzeitschriftenfotos abgesehen hat: Hier ist ein tolles Tutorial, wie man die perfekte Haut in 10 Minuten bekommt – na gut, auf dem Foto… really cool digital makeup in Photoshop in 10 min.

Buchtipp für Geeks

Weihnachten kommt mit Riesenschritten näher. Und während mein Budget gerade durch solche „Kleinigkeiten“ wie neue Reifen für das Auto, die anstehende Anschaffung einer Brille (bis 40 habe ich es trotz massiver Computernutzung ohne geschafft – immerhin) und jetzt möglicherweise auch für eine neue Windschutzscheibe bis zum geht-nicht-mehr belastet wird, ist vielleicht der Eine oder die Andere auf der Suche nach Geschenken.

Vorletzte Woche hatte ich mir ein dickes Buch gekauft. Okay, diese Woche noch eines, aber ich möchte zunächst mal von dem anderen Buch berichten. ;-)

Ich bin also neulich in Hamburg auf dem Weg zur Arbeit schnell mal bei Lehmanns reingehuscht und habe dort zielstrebig ein dickes IT-Buch erworben: „Coding for fun“ von Gottfried Wolmeringer, erschienen bei Galileo. Nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls unterhaltsamen „Just for fun“ von Linus Torvalds. Während Linus (der Erfinder von Linux, falls das jemand noch nicht wusste) wenig über das Programmieren an sich, sondern vielmehr relativ lustig über sich und sein Leben schrieb, hat der Begriff „fun“ in Wolmeringers Werk eine etwas andere Bedeutung. Der Untertitel bringt einen da eher auf die richtige Fährte: „IT-Geschichte zum Nachprogrammieren“. Wer nicht selbst programmiert oder sich für mathematische Spielereien begeistern kann, dem wird dieses Buch wohl wenig Spass machen.

Das Buch fängt bei den grundlegendsten Grundlagen (ha!) an: Dem Binärsystem. Allerdings wird das alles einigermaßen unterhaltsam verpackt („Sie können mit Ihren Fingern bis 10 zählen? Ich bis 1023…“) Lustig geht es dann mit der Frage weiter, was ein Turingmaschine ist, wer eigentlich dieser Herr Turing war, was der Zweite Weltkrieg und die Enigma damit zu tun haben und so weiter. Konrad Zuse darf natürlich auch nicht fehlen. Irgendwo muss man ja anfangen und der Autor hat der Versuchung widerstanden, bei Leibnitz, Charles Babbage und Ada Lovelace anzufangen, obwohl diese mal kurz erwähnt werden. Alles in allem also ein ziemlicher Parforceritt durch die IT-Geschichte mit Abschnitten über Betriebsysteme, Programmiersprachen, Künstliche Intelligenz, Zellulare Automaten Computerspiele und anderes Zauberzeugs. Lustig, daß zu jedem Abschnitt massenhaft Software dazugehört, die das alles verdeutlicht bis hin zu Emulationen historischer Rechner, wie dem EDSAC von 1952(!).

Für mich selbst fand ich das Buch etwas zwiespältig: Wenn man sich nicht wirklich für diese Thematik interessiert, ist das Buch zum Gähnen langweilig. Falls man sich aber doch dafür interessiert, kennt man das Meiste bereits. Möglicherweise kann das Buch aber sehr unterhaltsam und erhellend für Interessierte sein, deren persönliche Erfahrungen mit Computern erst in den 80er oder 90er Jahren beginnen.

Ach Istanbul…

Gestern Abend lief Fatih Akins Dokumentarfilm „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“ im Bayerischen Fernsehen. Alexander Hacke (u.a. Bassist der Einstürzenden Neubauten) bewegt sich in dem Film durch die Musikszene von Istanbul und zeigt eine interessante Mischung verschiedenster musikalischen Stilrichtungen und somit auch die entsprechenden unterschiedlichen Lebenswelten. Die musikalische Bandbreite reicht von Rock über Rap bis hin zu verschiedenen traditionelleren Arten türkischer Musik. Obwohl der Film aufgrund der großen Spannbreite leider nicht sehr ins Detail gehen kann, finde ich ihn einfach großartig. Es klingt zwar etwas platt und kitschig, aber in diesem Film wird Musik gespielt, die mein Herz berührt.

Das hat mich in meinem Wunsch bestärkt, noch einmal diese phantastische Stadt zu besuchen. Ich war einmal kurz dort, als ich gerade fünf Jahre alt war und nur Hannover kannte. Istanbul hat mich damals einfach umgehauen. Ich war derart beeindruckt, daß ich die Eindrücke nach 35 Jahren noch immer lebendig sind: Bunt, groß, exotische Gerüche und ein unglaublicher Trubel. Die grandiose Lage der Stadt auf den Hügeln am Bosporus, die Aussicht bei der Fahrt über die damals neugebaute Hängebrücke. Teetrinken beim Teppichhändler in der Altstadt, der die Symbolik der Gebetsteppiche erklärt. Der labyrinthische große Basar, aus dem wir damals benahe nicht mehr rechtzeig herausgefunden hätten. Seine Gewölbedecken und tausende kleine, Händler mit ihren bunten Ständen; meine Mutter beim Feilschen um einen Ring bei einem Silberhändler. Die umwerfende Pracht des alten Sultanspalasts (Topkapi-Serail). Die prächtige Blaue Moschee mit ihren fantastischen alten Teppichen und meine Verwirrung, daß man die Schuhe auszieht, bevor man das Gotteshaus betritt.

Auch heute, nachdem ich deutlich mehr von der Welt gesehen habe, halte ich Istanbul für eine der interessantesten Städte der Welt. Ich habe Fernweh…

burn after reading

Bevor ich vergesse es zu erwähnen: Letzten Montag haben wir uns „Burn after reading“ angesehen. Der Film bietet wieder alles, was man von den Coen Brothers erwarten darf:

SNAFU total.

Die Geschichte ist eine hahnebüchene Geheimdienstgroteske, in der sich alle Beteiligten auf die denkbar dämlichste Art und Weise verhalten. Massenweise Stars (George Clooney, Frances Mc Dormand, John Malkovic, Tilda Swinton und Brad Pitt) machen sich völlig zum Horst und genau das ist mein einziger kleiner Kritikpunkt: Overacting. Ein bischen weniger dick aufgetragen wäre echt mehr gewesen, aber egal – luschtig wars.

Microblogging Conference 09

Das offizielle Blog zur MBC09, die am 23. und 24.01.09 in Hamburg stattfinden wird, ist gestartet.

=> MBC09 Blog

Es werden noch Anregungen, Vorschläge und Aktive für Sessions und Workshops gesucht.

Tonnenweise Kunst

Gestern Abend fanden in Berlin an allen möglichen Stellen Kunstevents statt. Ich habe mit vier charmanten Künstlerinnen „Kunst am Hamburger Bahnhof“ besucht. In dem ehemaligen Gewerbegebiet hinter dem Hamburger Bahnhof waren links und rechts der Heidestrasse nicht weniger als 20 Galerien geöffnet.

Innovativ erschien uns das Konzept, daß viele Galerien, weniger an der ausgestellten Kunst, sondern besser am eindeutigen Geruch zu erkennen waren (Zement, Farbe, Gummi, …). Ich begrüße ausdrücklich die Bemühungen, die Barrierefreiheit und den Erlebniswert für blinde Kunstinteressenten zu erhöhen.

Hier sind einige visuelle Impressionen:

Anäherung

Kunst - Licht

Die Institition

Kunst - Weiss

Das Ambiente

Kunst hinter Gittern

Das Objekt (Hier: Zur Sicherheit der Besucher gefährliche Kunst hinter Gittern)

Rezeption und Reflexion

Kunst - Gespräch

Der fachliche Austausch

Beim Betrachten einer Videoinstallation

Betrachten einer Videoinstallation, die den Weltwirtschaftsgipfel in Davos thematisiert

Kunst - Interesse

Interesse

Kunst - Skepsis

Skepsis

Perspektiven

Kunst von hinten

Was steckt hinter der Kunst?

Kunst von unten

Kunst von unten

Kunst von oben

Kunst von oben

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