Dieses Wochenende war Besuchswochenende. Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende entgegen und plötzlich kommen viele Bekannte noch mal schnell nach Berlin. Neulich Besucher aus USA und Finnland, dieses Wochenende Besucher aus Argentinien und sogar aus Niedersachsen.
Das Wetter war kalt aber überwiegend freundlich.
Nachmittags gab es leckeren selbstgebackenen Schoko-Topfkuchen, und hier sind noch zwei Bilder von heute.
Dieses Wochenende stand mal wieder im Zeichen der Kunst. Ich besuchte zwei sehr schöne und extrem unterschiedliche Eröffnungen.
Part I – Casey Reas
Am Freitag kam ich – obwohl ich wohlweislich eine Stunde früher als üblich losgefahren war – nach einer 4,5 Stunden Höllenfahrt von Hannover nach Berlin eine halbe Stunde zu spät zur Eröffnung der Casey ReasAusstellung in der DAM Galerie an. Leider war ich aufgrund der (selbst für die üblichen Verhältnisse an einem Freitag Nachmittag) extrem anstrengenden und gefährlichen Fahrt noch derart gestresst, dass ich die ausgestellten, neuen Werke nur eingeschränkt auf mich wirken lassen konnte. Schade. Immerhin fühlte ich mich von der Aesthetik sehr angesprochen.
Einwendungen, „ob das denn jetzt Kunst sei“, wie ich sie schon vor zwei Wochen anlässlich des Demoszene Events in der nur wenige hundert Meter entfernten c-base gehört habe, finde ich selber etwas müssig. Wenn jemand viel Energie darin investiert, sich auf seine eigene Art auszudrücken, ohne das dies einem konkreten und profanen Zweck dient – was soll das das anderes sein als Kunst?
Reas ist für mich gleich von zwei Seiten her sehr zugänglich – als Künstler und als Initiator der Programmiersprache Processing.
Part II – Hildegard Projekt
Am Samstag war mein Gemüt wieder etwas abgekühlt, so dass ich die Vernissage zur nur zwei Tage dauernden Ausstellung „nyyttikestit #2“ von Hildegard Projekt in der Kunsthalle m3 wesentlich entspannter geniessen konnte.
Wiederum ist es den Künstlerinnen und Künstlern gelungen eine eigene Antwort auf die konkrete Raumsituation zu finden, die sich trotz aller Kontinuität von den bisherigen Arbeiten deutlich unterschiedet. Die raumgreifende Installation nutzte das zur Verfügung stehende Volumen der Halle gut aus, wirkte dennoch luftig und stellte durch seine Asymetrie eine gewisse Spannung her.
Mit freundlicher Genehmigung von Hildergard Projekt darf ich hier einige Impressionen der Ausstellung zeigen.
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 24 Juli 2012 | Misc, Unterwegs
Man muss die Feste feiern wie sie fallen. Und wenn jetzt das Wetter endlich mal richtig gut ist, muss man eben an die frische Luft. Rausreden gildet nich.
Also habe ich vorhin mein Schwesterherz auf ein Freiluftgetränk im Biergarten am Lindener Turm getroffen. Ein wirklich netter, kuscheliger Ort. Die Küche ist ein bischen (eher sehr) langsam – aber wir waren ja nicht auf der Flucht.
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 15 Juli 2012 | Fundstücke, Misc
Früher bin ich sehr gerne Achterbahn gefahren. Irgendwann habe ich damit aufgehört. Jetzt bin ich über einige Videos gestolpert. Ich weiss nicht recht, was ich für wahnsinniger halten soll: Eine Riesenachterbahn, eine bei der sich die Wagen um die Querachse dreht oder eine selbstgebaute(!) auf dem eigenen Grundstück.
Apollo’s Chariot (Bush Gardenss, Williamsburg)
Green Latern (Six Flags, Magic Mountain)
Blue Flash
Im Zweifelsfall würede ich mich in Apollo’s Chariot trauen. Die ist ’nur‘ sehr hoch und schnell, aber vergleichsweise konventionell.
Dirk Ollmetzer | Donnerstag, 5 Juli 2012 | Misc, Unterwegs
Ich habe in meinem Blog nie über die Firmen geschrieben, für die ich gearbeitet habe. Heute mache ich mal eine wohlbegründete Ausnahme.
In dieser Woche dreht sich in Berlin alles um Mode. Mein Arbeitgeber organisierte im Rahmen der Bread&Butter auch eine Veranstaltung – also auf nach Berlin mit der ganzen Firma.
CBR Badge
Bereits bei der Anreise bemerkte ich, dass die Berichterstattung im Radio voll davon war, welches Label gerade Aktionen macht und wo Parties gefeiert werden. Man muss in dieser Stadt schon richtig etwas auffahren, um wahrgenommen zu werden.
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das der CBR Fashion Group gelungen ist.
Es wurde das komplette Palais am Funkturm gemietet, um den Partnern (also hauptsächlich den Einzelhändlern, die unsere Marken vertreiben) die neue Ausrichtung der Marken Street One und Cecil zu präsentieren – neues Branding, die Richtung der zukünftigen Kollektionen, welche Kundinnen adressiert werden, wie der neue Ladenbau aussieht und so weiter.
Palais am Funkturm - Lobby
Neues Logo, neuer Ladenbau
Das Ganze wurde von einem sehr beeindruckenden Rahmenprogramm für die ca. 3000 Gäste begleitet: Der Ort ist genial, die Büffets waren super, die Präsentationen überzeugend.
Kurz vor der Brand Show
Nach den Präsentationen der Marken traten tatsächlich Duran Duran auf und gaben alle ihre Hits und auch viele weniger bekannte Stücke zum Besten. Ich hätte nie gedacht, diese Recken noch mal live zu sehen. Das Publikum kam bei Songs wie „The Reflex“ und „Wild Boys“ auch gut in Stimmung und sang mit. Bei der anschliessenden Party legte Fritz Kalkbrenner auf und hielt mich und viele meiner Kollegen bis spät in die Nacht auf der Tanzfläche.
Erstklassiges Rahmenprogramm
Ich bin eigentlich als alter Grantler nicht so leicht zu beeindrucken, aber – WOW!
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 1 Juli 2012 | Misc, Unterwegs
Gestern ein intellektuelles und heute ein traditionsbewusstes, bodenständiges Programm. Nach ca. 30 Jahren habe ich mir mal wieder erlaubt, dem hannoverschen Schützenausmarsch beizuwohnen und dabei drei mir nahestehenden Personen (P., N. und I.) aus anderen Gefilden die hiesigen Rituale nahezubringen.
Fanfarenzug
Traditionelle musikalische Untermalung
Bergleute aus Barsinghausen
Fliegende Mädchen kurz vor dem Abheben
Es dauert immerhin gut vier Stunden, bis die ca. 10.000 Teilnehmer den Ausmarsch auf dem Schützenplatz beenden und zusammen mit den Publikum, das diverse -zigtausend Personen umfasst, den Bierzelten, Fahrgeschäften und Bratwurstbuden die Kassen klingeln lassen. Das Wetter war sehr freundlich. Sonnig und nicht zu heiss. Natürlich gab ich als geborener Hannoveraner meiner Begleitung auch einen kleinen Exkurs in die Kunst des Lüttje-Lage-Trinkens.