Dirk Ollmetzer | Mittwoch, 13 Oktober 2010 |
Misc
1.) Seltsam – schon drei Tage hintereinander 5 min. vor dem Weckerklingeln aufgewacht.
2.) Ich könnte mich ja darüber mokieren, daß es sich draussen schon wie November anfühlt – aber eigentlich ist mir das auch gerade egal.
3.) Gestern war so *puhhh* und heute zum ersten mal seit langem so *rrrrrrrrr*. Muss wohl auch mal sein.
4.) Morgen werde ich zur Abwechselung mal in Linden essen gehen.
5.) Freitag geht es wieder nach Hause. Yeah!
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 26 September 2010 |
Misc
Nach zwei Wochen Hannover habe ich ein (zu kurzes) Wochenende zu Hause in Berlin genossen. Wir hatten Besuch aus dem hohen Norden.
Der verregnete Samstag bot uns Anlass, zu einem Besuch im Deutschen Technikmuseum Berlin nahe dem Gleisdreieck. Das besuche ich so alle 2-3 Jahre einmal. Die mittlerweile 14 Abteilungen werden immer umfangreicher, so daß das Museum seinem Namen alle Ehre macht; Es bietet einen ziemlich umfassenden Überblick über die deutsche Technikgeschichte. Spontan fallen mir als fehlende Bereiche nur Bergbau, Stahl und Chemie und Autoindustrie ein. Ansonsten kann man in zwei alten Lockschuppen etliche Eisenbahnexponate bewundern, Schiffe und Flugzeuge sind vorhanden, eine besondere Ausstellung haben die Computer von Conrad Zuse bekommen (Ich sage nur „Magnettrommelspeicher mit 40KB“ !!!). Es gibt Abteilungen zur Textil- und Papierindustrie, sowie Radio und Fernsehen.
Wir waren insgesamt viereinhalb Stunden dort und haben dennoch nicht alles gesehen und vieles auch nur schnell mal durchgescannt. Irgendwann ist der Kopf auch nicht mehr aufnahmefähig. Es ist ratsam, sich zwei oder drei Schwerpunkte herauszusuchen, die einen besonders interessieren und die anderen Bereiche nur zu überfliegen oder bei einem späteren Besuch genauer anzusehen. Das ist bei einem wohlfeilen Einrittpreis von €4,50 auch durchaus machbar.
Für Berlinbesuche bei schlechtem Wetter ist das eine absolute Top-Empfehlung.
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 24 August 2010 |
Misc
Ein Klassiker – ich liebe ihn. Los gehts:
Auf einer abgelegenen Wiese hütete ein Schäfer eine sehr große Schafherde, als plötzlich ein teurer Wagen auf dem Feldweg hielt und ein gepflegter junger Mann im Anzug ausstieg und den Schäfer fragte: „Wenn ich herausfinde, wieviele Schafe sie haben, bekomme ich dann eines?“
Der Schäfer schaute den jungen Mann genau an und sagte dann in ruhigen Ton: „In Ordnung. Fangen Sie an.“
Der junge Mann holte sein Notebook heraus, Loggte sich per UMTS in das Intranet seiner Firma ein, besorgte sich aktuelle hochauflösende Satellitenbilder der Gegend, fütterte damit eine Analysesoftware, die mehrere Excel-Tabellen erzeugte, kopierte die Ergebnisse in eine 200 Seitige Powerpoint-Präsentation, die er auf einem Minidrucker ausdruckte und dem Schäfer in die Hand gab. Anschliessend sagte er: „Sie haben exakt 763 Schafe.“
Der Schäfer meinte daraufhin: „Das Stimmt. Es sind tatsächlich 763 Schafe. Suchen Sie sich eines aus.“
Nachdem sich der junge Mann ein Tier genommen hat und es gerade in sein Auto laden wollte, sagte der Schäfer: „Wenn ich nun Ihren Beruf errate, bekomme ich das Tier dann zurück?“
Der junge Mann willigte ein. Der Schäfer sagte: „Sie arbeiten in einer Unternehmensberatung als Consultant.“
Der junge Mann war verblüfft. „Sapperlot, wie sind Sie darauf gekommen?“
Darauf der Schäfer: „Das war ganz einfach. Erstens wollen Sie eine Bezahlung für eine Leistung, die ich nicht benötige, dann treiben Sie einen riesigen Aufwand um mir ein Ergebnis mitzuteilen, daß ich schon kenne. Ausserdem haben Sie von meinem Geschäft keine Ahnung. Und jetzt geben Sie mir meinen Hund zurück.“
Dirk Ollmetzer | Mittwoch, 4 August 2010 |
Misc
Ich lebe seit 1987 in Berlin. Zunächst in Zehlendorf und seit 1991 in Prenzlauer Berg. Als ich herzog waren 25% der Wohnungen baufällig. Das bedeutet verschimmelt, ohne Fenster oder Türen. Ich habe sogar Wohnungen gesehen, in denen ganze Räume keinen Fussboden mehr hatten. Ich konnte direkt in die darunterliegende Wohnung sehen. Was noch vermietet wurde war größtenteils sub-Standard. Der Hausputz – sofern noch vorhanden – zeigte Einschusslöcher aus dem 2. Weltkrieg und die Balkone waren wegen Einsturzgefahr abgerissen. Ofmals hatten die Wohnungen Aussentoiletten, selten ein Bad und fast immer Öfen.
Prenzlauer Berg stank fürchertlich. Zu den Öfen kamen regelmäßig schwelende Mülltonnen (Keine heisse Asche einfüllen!) und die Armee aus Trabbis, Wartburgs, Barkas und was sonst noch so an Ost-Fahrzeugen die Luft verpestete.
Die Strassen waren grau und bei 9 von 10 Ladengeschäften waren seit Jahrzehnten die Rolläden geschlossen.
2010
Alle Häuser sind saniert – und zwar sehr aufwändig. Alle Freiflächen sind entweder Kinderspielplätze oder mit „hochwertigen Eigentumswohnungen“ zugebaut. Es ist gerade Sommer, aber selbst im Winter hält sich der Gestank in Grenzen. Es gibt Fernwärme. Keine Öfen und keine kokelnden Mülltonnen mehr am Strassenrand.
Und natürlich auch keine Trabbis mehr. An der Strassenecke stehen dafür jetzt zwei Jaguar XK8 (einer davon als Cabrio) und ein brauner Rolls Royce Silver Shadow. 90% der vielen Motorroller sind original Vespa. Natürlich neuwertig.
Die letzte Heavy-Metal-Kneipe hat zugemacht. Dort befindet sich nun ein Buchladen. Ein neuer Buchladen im Jahr 2010!
Ein skuriles Detail fiel mir auf – es scheint mittlerweile Thementage in meinem Kiez zu geben. Vor einiger Zeit war das der „Zwillingskinderwagentag“. Auf meinem Weg von der Hans-Otto-Str. zur Marienburger Str. kamen mir nacheinander 5 Mütter mit Zwillingskinderwagen entgegen.
Heute ist „Spanier-Tag“. Eben sprach jedes zweite Paar, das an mir vorbei ging, spanisch. Es wäre mir völlig neu, daß hier viele Spanier wohnen, aber wer weiss.
Geschlossene Läden gibt es kaum noch. Es ist Mittwoch Mittag und die zahlreichen Cafés im Kiez sind alle sehr gut besucht. Die Menschen, die hier leben, sind alle jung, gut situiert und haben Geschmack. Ich komme mir vor, wie in Pleasantville.
Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Szene von 1991 oder die von 2010 unwirklicher vorkommt.
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 6 Juli 2010 |
Misc
Nach dem Umzug zu einem neuen Provider, wollte ich auch endlich einheitliche Mail-Clients für meine Mailaccounts auf allen Rechnern. Also beschloss ich, das schwache Apple-Mail Programm auf meinem iMac endlich durch Thunderbird zu ersetzen und installierte die aktuelle Version 3.1. Leider funktioniert sie an einigen Stellen deutlich anders, als die 2.x Version – und zwar meines Erachtens nach nicht unbedingt zum Vorteil.
Zunächst nervte Thunderbird beim Einrichten der beiden Mailaccounts durch Rumprobieren und Besserwisserei. Nachdem ich Namen und Mailaddresse eingegeben hatte wurden aufs Geratewohl die Zugangsdaten (falsch) geraten. Wenn ich hinterher sowieso alles korrigieren muss, weshalb darf ich meine Zugangsdaten dann bitte nicht sofort richtig eingeben?
Richtig ärgerlich war aber der Spamfilter, an dem ich fast verzweifelt bin. Den Spamfilter zu aktivieren war an sich recht einfach. Wie bisher muss man bei den Einstellungen der Mailaccounts die entsprechenden Haken setzen.

Thunderbird 3.1 Konteneinstellungen
Daß der Filter erstmal trainiert werden muss, ist ja klar. Problematisch war, daß die Spammails – egal ob automatisch oder manuell markiert – einfach nicht wie angegeben in den Junk-Ordner verschoben wurden. Ich habe wer weiß was alles ausprobiert, aber nichts schien zu helfen.
Natürlich war die Lösung des Problems letztlich super einfach – aber man muss erstmal drauf kommen. Zusätzlich zu den Einstellungen für jeden Mailaccount muss auch noch an den Programmeinstellungen etwas verändert werden.

Thunderbird 3.1 Programm Einstellungen
Diese Einstellung gilt nämlich entgegen der Angabe nicht nur für manuelle, sondern auch für die automatische Markierung.
Vielleicht ist dieser Hinweis ja auch für den Einen oder der Anderen nützlich.
Dirk Ollmetzer | Montag, 5 Juli 2010 |
Misc
Die Arbeit an meiner Homepage schreitet voran. Seit heute sind die folgenden Features online:
- Besucher mit Smartphones (iPhone, Android, Blackberry,…) bekommen nun eine speziell angepasste Seite zu sehen. Dazu habe ich das „WPTouch“ Plugin übersetzt und die Styles angepasst.
- Für die Integration von Twitter sorgt das „Twitter Tools“ Plugin, das ebenfalls übersetzt werden musste.
- Ein vernüftiges kleines Statistiktool zeigt mir an, welche Seiten häufig gelesen werden. Hierzu verwende ich das „WordPress Stats“ – Plugin.
So langsam wird die Seite „rund“, denke ich.
Seit heute erstrahlt meine Homepage in neuem Glanz. Modernisiertes Layout, aufgeräumte und aktualisierte Inhalte, neuer Provider und nicht zuletzt auch eine neue technische Basis.
Bei meinem kleinen Ein-Mann-Betriebsausflug nach Kalifornien im Mai besuchte ich unter anderem das Wordcamp – eine Konferenz, bei der sich alles um das Publishing-Tool WordPress dreht. Das war nach vier Jahren das erste Mal, daß ich mich wieder mit WordPress auseinandergesetzt habe. Meine Homepage lief seit 2006 auf der Basis einiger selbstprogrammierter Skripte und dem Blogsystem Serendipity, das seinerzeit technisch das bessere System war. Aber Zeiten ändern sich und ich lasse mich gerne von Sachargumenten überzeugen. WordPress hat riesige Fortschritte gemacht und hat einfach die größere und aktivere Entwicklercommunity.
In nächster Zeit wird sicherlich noch einiges an Feintuning anfallen, aber der größte Brocken Arbeit – die Migration der vorhandenen Artikel, Bilder und Kommentare – liegt hinter mir.
Nachtrag: Das war wohl etwas zu früh gefreut. Leider musste ich nochmal alle Artikel durchgehen, weil einige Sonderzeichen und die Verlinkung der Bilder nicht richtig konvertiert wurden. Alles in Allem nochmal 2 komplette Arbeitstage. Aber dennoch ist das erste große Upgrade meiner Homepage nach über 3 Jahren dennoch richtig gelungen, finde ich.
Dirk Ollmetzer | Montag, 28 Juni 2010 |
Misc
Mal abgesehen von dem super Ergebnis gefielen mir gestern zwei Dinge an dem Spiel ganz besonders:
- Das Fairplay auf beiden Seiten. Jenseits aller martialischen Schlachtrufe der Medien habe ich ein Spiel gesehen, in dem es keine hässlichen Szenen gab. Das war extrem angenehm.
- Unsere Mannschaft hat einfach so gut und schön gespielt, wie man es immer von den Brasilianern erwartet hätte. Super Kombinationen und kein Rumpeltor. Einfach schön!
Das mit dem nicht gegebenen 2:2 war natürlich tragisch, zumal wirklich JEDER gesehen hat, daß es ein Tor war. Ausnahmslos jeder – ausser dem Schiri. Gut, daß es darauf letzten Endes gar nicht ankam, sonst hätte der Sieg einen sehr faden Beigeschmack gehabt.
Aber so – traumhaft!
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 4 April 2010 |
Misc
Berlin am Ostersonntag. Die Wolken sahen zwar etwas bedrohlich aus, aber dabei blieb es auch. Also ging ich eben ein wenig durch den Bötzowkiez und den Park Friedrichshain spazieren. Alleine. Das ist hier natürlich sehr ungewöhnlich. Alleine im Park Friedrichshain geht eigenlich nur, wenn man joggt. Ansonsten ist man hier paarweise und/oder mit Kind(ern) unterwegs. Damit kann ich nicht dienen. Also ging ich eben alleine.
Gerade als ich an dem großen Spielplatz vorbeiging, bemerkte ich zwei recht ansehnliche Frauen, die auf einer Bank saßen und sich unterhielten. Im Vorbeigehen schnappte ich diese Gesprächsfetzen auf.
„[blah blah blah] …und Kinder.“
„Naja, das ist ja ganz schön, aber ohne Mann?“
„Ein Mann? Du meinst ein richtiger alleinstehender? Wo soll den denn bitte hier finden?“
Da musste ich doch ziemlich grinsen. Frühling in der Singlehölle Prenzlauer Berg.
Dirk Ollmetzer | Samstag, 6 März 2010 |
Misc
Ich versuche an meiner Haltung zu arbeiten – physisch und mental. Letzte Woche bekam ich eine Massage und habe dabei spüren müssen, daß ich total vergnubbelt bin. Meine arme Physiotherapetin musste sich schon ziemlich abmühen. Ich bekam von ihr dafür dann natürlich auch ’nen Beutel gute Ratschläge mit auf den Weg, wie ich an mir arbeiten kann, damit das besser wird. Soweit ich das verstanden habe, sind dafür Haltung und Dynamik zentrale Punkte.
Wie generell im Leben.
Aufrechte Haltung, für Bewegung sorgen, Schultern öffnen. Öffnen ist sowieso gut. Ich möchte eigentlich sowieso offener sein. Eine Freundin meinte zu mir, daß ich eigentlich schon recht offen bin. Kann sein. Hoffentlich bin ich das. Momentan stelle ich viele Dinge in meinem Leben in Frage. Möglich, daß das die Midlife-Crisis ist – aber dann müsste ich die schon ungefähr 5 Mal gehabt haben.
Ich wurde zu einem bestimmten Punkt, der mich momentan sehr bewegt gefragt, ob ich mir Hoffnung mache. Ich antwortete „Eher nicht“. Klingt irgendwie negativ, aber so sehe ich es eigentlich nicht. Meine bisherige Lebenserfahrung sagt, daß ich das, was ich mir wirklich wünsche, sowieso nicht bekomme. Mit 20 habe ich darauf in etwas so reagiert, wie es Fehlfarben 1980 in dem genialen Song „Paul ist tot“ ausgedrückt haben: „Was ich haben will, das krieg ich nicht. Und was ich kriegen kann, das gefällt mich nicht“. Ich war ständig frustriert.
Mittlerweile denke ich eigentlich eher, daß man einfach offen sein muss, für das, was an einem vorüberzieht. Der Witz ist, zuzugreifen, wenn etwas schönes dabei ist und wenn das nicht geklappt hat, nicht lange zurückgucken und bedauern, sondern sich auf das nächste schöne Ding konzentrieren, das da kommen wird. Das erinnert mich an „Am laufenden Band“ mit Rudi Carrell. Wenn nichts hilft, kann man ja immer noch das Fragezeichen nehmen. Aber das mache ich erst zum Schluss – mit 75 oder so.
Also stehe ich jetzt hier und versuche offen und entspannt zu sein und ab und an die Schultern zurückzunehmen. Mal sehen, was als nächstes kommt.
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