tiny little gizmos

Think positive!

Heute morgen wurde ich fünf Minuten vor dem Weckerklingeln wach. Und ich meine wirklich wach – nicht dieser übliche langsame, verdröselte, mit verklebten Augen verbundene Prozess, sich aus dem Bett zu schälen. Wach! Also aufgestanden und die Gardinen beseite geschoben – draussen scheint die Sonne. Toll!

Jetzt schnell ab in die Küche …und platsch! Was zum Geier? Die ganze Küche steht unter Wasser. Schnell den Haupthahn zugedreht und gefeudelt. Den Möbeln tut das ganze sichtlich nicht gut. Merdé!

Seit gestern abend steht die neue Bauknecht Waschmaschine in der Küchenzeile und wartet auf ihren ersten Einsatz. Ich rutsche auf Knieen mit dem Feudeltuch durch die nasse Küche und so langsam dämmert mir, dass offensichtlich gar nicht die alte Maschine undicht war, sondern irgendwas vor dem Absperrhahn und das Wasser nur zufällig genau unter der Maschine heraustropfte. Die Ausgabe von knapp €500,- war also vermutlich unnötig. Soviel zum Thema gute Laune am Morgen.

Aber das sehe ich jetzt nicht ein. Ich will mir die Laune nicht versauen lassen. Also suche ich die positiven Seiten:

  • Ich fühle mich wach und ausgeschlafen
  • Draussen scheint die Sonne
  • Ich muss mich heute nicht darüber aufregen, daß der Bus um 9:13 ausfällt
  • Ich bin heute wirklich froh, nicht in einer Altbauwohnung mit Dielenfussboden zu wohnen
  • Ich habe sofort den Hausmeister erreicht
  • Der von ihm beauftragte Handwerker kam tatsächlich recht schnell und hat den ganzen Anschlusswust unter der Spüle in Ordnung gebracht.
  • Ich habe eine neue Waschmaschine und jetzt hoffentlich wieder 15 Jahre Ruhe zu dem Thema.
  • Alles wird gut!

Sexismus bei Saturn – kein Deal!

Frauen, die sich ein Auto kaufen möchten haben selbst heutzutage noch häufig das Problem, von Verkäufern nicht richtig ernst genommen zu werden – insbesondere wenn sie in männlicher Begleitung sind. Das ist natürlich unschön und unzeitgemäß.

Zum Trost der Damen möchte ich anmerken, daß eine solche Diskriminierung auch andersherum vorkommen kann. Vor Monaten wollte ich mir zum Beispiel einige (Business-) Oberhemden kaufen und war dabei in weiblicher Begleitung. Die Verkäuferin reagierte sehr erstaunt, als ich ihr nach etlichen Minuten nahelegte, daß sie sich vielleicht besser mit ihrem Kunden – nämlich mit mir – über die Hemden unterhalten sollte, weil ich mich schon seit meinem 4. Lebensjahr alleine anzuziehen pflege. Bis dahin hatte sie sich ausschlielich an meine Begleiterin gewandt.

Heute hatte ich wieder ein entsprechendes Erlebnis. Nach 17 Jahren leidet meine Waschmaschine an zunehmender Inkontinenz. Also wollte ich heute auf dem Heimweg nach Ersatz Ausschau halten und betrat dazu Saturn am Alexanderplatz. In der Abteilung befanden sich gefühlte 500 Waschmaschinen, zwei Verkäufer und fast keine potentiellen Käufer. Ich schaute mir lange sehr intensiv die technischen Daten der meisten Machinen an, was aber noch kein Grund für die Verkäufer zu sein schien, mich anzusprechen.
Nach ungefähr einer Viertelstunde erschien ein älteres Ehepaar und kaum eine Minute später bemühte sich der Verkäufer intensiv um die beiden – ehrlich gesagt eher um die Frau. Nun gut…

Ich ging daraufhin für eine kleinere Besorgung in eine andere Abteilung und kehrte etwas später noch einmal zurück. Deja vu: Ich wurde ignoriert, ein (anderes) Paar hingegen beraten. Soso.

Ich habe kurz in Erwägung gezogen, mir mal eben in einer anderen Abteilung eine weibliche Begleitung auszuleihen, beschloss dann aber, mein Geld lieber in einem anderen Geschäft auszugeben.

Tja Saturn – so wird das nix mit uns. Da hilft auch keine Autogrammstunde mit Peter Maffay…

Tron Teil 2 – nach 28 Jahren!

Einer der wichtigsten Filme meiner Jugend war Tron, der 1982 in die Kinos kam. Der Film hat mich damals in seiner Thematik (‚Leben‘ im Computer) und vor allem in seiner unglaublichen visuellen und akustischen Ästhetik umgehauen.

Nach 28 Jahren kommt Teil 2 in die Kinos. Wieder mit Jeff Bridges und Bruce Boxleitner. Der Trailer lässt leider befürchten, daß es sich bloss um einen High-Tech Hochglanz Action Film handelt. Ich werde mir den Film aber dennoch auf alle Fälle ansehen und hoffe, daß es deshalb so lange gedauert hat, weil man sich sehr viel Mühe mit dem Drehbuch gegeben hat.

Da Disney bei Youtube das Einbetten deativiert hat (wie blöde muss man als Medienmanager eigentlich sein?), hier der Link zum Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=1AwvuirSEAA

Machn wat uns doch mal jemütlich!

Draussen ist Ekelwetter – 3 Grad Plus und Schneeregen.

Drinnen riecht es nach frisch gebackenen Vanillekipferln und Kaffee. Auf dem Küchentisch flackert eine Kerze und das Mistwetter sieht durch die Adventsdeko auch gleich etwas freundlicher aus.

Fenster im Advent

Neu bei Ollmetzer: etwas Adventsdekoration.

Statusupdate

Ich beabsichtige noch dieses Jahr wieder vollständig in Berlin zu sein. Die Pendelei nach Hamburg – so einträglich sie ist und so nett die Kollegen bei meinem Kunden auch sind – macht mich langsam porös. Ich zähle die Zeit rückwärts und freue mich darauf, dann auch endlich wieder ein Privatleben zu haben.

Freitag abend habe ich damit schon mal angefangen und war Gast auf der Party von jovoto (Marktplatz für kreative Konzepte). Nette Gespräche, viele schöne, optimistische junge Menschen. Hat mir sehr gut gefallen. Ich wünsche Bastian und seinen Mitstreitern von Herzen viel Erfolg!

Seit ich die Entscheidung getroffen habe, ist meine Stimmung auch gleich viertel Oktave höher. A propos Oktave: Musik ist mir momentan auch wieder sehr wichtig. Wobei ich mich immer wieder über mich selber wundere, welche Sachen ich mir anhöre – und in welcher Kombination.

Ich habe gerade Musik bei iTunes gekauft: Tony Christie, Middle of the Road, Tom Jones… Super pompöse Musik – ich liebe es. 3 mal hintereinander gehört und danach gleich „closer“ von Nine Inch Nails. Ihr wisst schon – der Song mit dem etwas krassen Text. Mir geht’s gut.

BANG! November

Achtung: Der folgende Eintrag enthält persönliche und emotionale Aussagen

Seit gestern bin ich für einen mehrtägigen Besuch in Hannover. Ich bin hier aufgewachsen, aber schon vor 25 Jahren weggezogen. Seit fast 20 Jahren komme ich nur noch sporadisch hierher. Meist in Eile schnell mal die Familie abklappern und wieder weg.

Die Stadt hat ’nen schlechten Ruf, aber so ganz kann ich das eigentlich nicht nachvollziehen. Klar ist hier weniger los als zum Beispiel in Berlin oder Hamburg. Niemand kommt für einen kurzen Städtetrip hier her – ausser Messebesucher. Dafür ist man jederzeit in 5 Min. im Grünen, der Verkehr funktioniert und die Leute sind nicht so überdreht.

Ich übernachte bei meiner Schwester in Ricklingen. Nicht weit weg haben wir damals in den 80ern gewohnt. Ich gehe durch die Strassen. Die Häuser sind viel kleiner als daheim im Prenzlauer Berg. Die Seitenstrassen haben vier mehr grün. Die Läden und Kneipen sind überhaupt nicht hip und die Menschen sehen auch total normal aus. Nicht so fürchterliche „Junge, erfolgreiche deutsche Famile“-Klone, die einem einen Spaziergang durch den Friedrichshain zur Pest machen und das Gefühl geben, in einem weissen Mittelstandsghetto zu leben.

Stattdessen hier und da mal ein Harz4-Opfer, dort mal ein, zwei Ausländer aber dann auch wieder nette junge Familien. Irgendwie scheint mir das ’ne gesundere Mischung zu sein.

Es hat sich hier nicht richtig viel verändert. Hier und da ein anderer Laden, ein neues Haus und neue Hochbahnsteige auf der Hauptstrasse. Ich irgendwie ’nen Flashback, der Himmel ist grau und es nieselt.

BANG! Novembergefühl obwohl erst Oktober ist.

Mein Soundtrack dazu: Anne Clark. Passt von der Zeit und dem Gefühl perfekt.

Alles ist irgendwie so vertraut. Und trotzdem so weit weg. Ich habe das Gefühl, ich laufe durch meinen eigenen Film. Könnte ich hier leben? Keine Ahnung. Könnte ich es in Hamburg? Ich weiss nicht recht. Kann ich es noch in Berlin? Zweifel.

Da fällt mir ein Satz ein, der galube ich von Tom Wolfe stammt:

Man kann nie wieder zurück

Aber wohin dann? Und was tun? Und… noch viel mehr Fragen. Ich sollte mich freuen, liebe Menschen zu treffen, die ich viel zu selten sehe. Das tue ich auch und trotzdem bin ich so ratlos und schiebe gerade den Blues.

Der Herbst hat mich gerade so richtig fies erwischt.

Ein Zeichen der Normalisierung?

Eben bin ich durch den Park Friedrichshain spaziert. Wie immer waren auch heute, bei dem Herbstwetter viele junge Familien unterwegs. Prenzlauer Berg ist ja für eine relativ hohe Geburtenrate bekannt. Dabei wurde mir wieder einer Veränderung bewusst, die in den letzten 15 Jahren stattfand:

Als ich selber Mitte 20 war, kannte ich kaum Gleichaltrige mit Kindern. Damals war die Hochzeit der Spätegebärenden. Deutsche Frauen (sorry, die Nationalität spielt da eben eine große Rolle) bekamen – wenn überhaupt – meist mit Mitte oder Ende 30 ihre Kinder. Jetzt bin ich selber knapp über 40 und die Muttis, die ich auf der Starsse sehe, sind meist noch deutlich in den 20ern – was rein biologisch betrachtet ja auch sinnvoller ist. Insofern ist das eigentlich eine Normalisierung.

Ich frage mich nur – was ist der Auslöser für diese Veränderung?

Mein neues Haustier: Ein Schneeleopard.

Ich fragte mich vorhin: „Was kann man schon tun, an einem grauen, kalten, verregneten Samstag?“ Und dabei ist erst Freitag!

Also habe ich mich dazu entschlossen, den Nachmittag für eine kleine Software-Update Orgie zu opfern und habe ich meinem MacBook ein Betriebssystem-Upgrade auf OS X „Snow Leopard“ 10.6.1 gegönnt. Es wurde dann aber gar nicht so schlimm – der Vorgang selbst ist schmerzfrei. DVD einlegen, starten und ca. 45 min. ist alles gelaufen.

Ich musste dann noch die Prozessor-Emulation ‚Rosetta‘ nachinstallieren, weil ich noch ein paar kleine ältere Tools mit PowerPC Code nutze. Das Benachrichtigungssystem Growl benötigte noch ein Update auf Version 1.2 und ich habe mich von Cyberduck getrennt. Die gelbe Ente habe ich sowieso noch nie für richtung gelungen gehalten. Kein Vergleich z.B. zu WinSCP auf Windows. Da gefällt mir das neu installierte Filezilla wesentlich besser. Sonst musste ich nichts ändern. Alles läuft.

Rosenbeetmassaker, Kunst und Apfelgolf

Letzte Woche genoss ich die relative Ruhe, nach einem aufreibenden go-live und konnte mir ein wirklich langes Wochenende gönnen (Do bis So). Endlich kommt man dazu dringenden Papierkram zu erledigen, das Auto zur Inspektion zu bringen, sich selbst zur Instandhaltung (Zahnarzt) zu schleppen und sich um weitere Dinge zu kümmern, die liegengeblieben waren. Daneben blieb noch Zeit für Kunst, Leute treffen und sonstige Freizeitbespassung. Dabei habe ich das traumhafte Wetter noch mal so richtig ausgenutzt, bevor der Herbst über uns zieht. Der Hof wurde bereits Winterfest gemacht. Leider kam es dabei zu einem fiesen Rosenbeetmassaker. Ich weiss – Rosen müssen mal zurückgschnitten werden – aber sooo weit?

Rosenbeetmassaker

Ungewohnte Kahlheit nach dem Rosenbeetmassaker

Abends lief das Kulturprogramm. Dieses Jahr habe ich nur eine von gefühlten 50 Kunstmessen, die diese Woche in Berlin liefen besucht: Die Preview 09. Wie letztes Jahr fand sie im Flughafen Tempelhof statt. Da aber im Gegensatz zu letztem Jahr kein Flugbetrieb mehr stattfindet, wurde die Aussatellung vom Hangar in die Passagierhalle verlegt, was ich offen gestanden nicht für einen Gewinn halte.

Preview09 Empfangshallehalle

Preview09 in der Passagierhalle vom ehem. THF

Zunächst war der Umfang geringer als 2008, zweitens haben mich die Exponate kalt gelassen und drittens war die Präsentation als ganzes nicht so gelungen, weil die Werke in dem Gewusel und in der prägnanten Umgebung nicht recht zur Geltung kamen. Schade. Ich hoffe nächstes Jahr finden die Veranstalter zu dem Konzept alles in egalitäre weisse Ausstellungsboxen zu packen zurück.

Hingegen fand ich die Exponate in der Ausstellung im Raum 23 bei dem diesjährigen Fest der Josetti-Höfe (ein gründerzeitlicher Gewerbekomplex in Berlin Mitte) zum Teil deutlich ansprechender.

Raum 23 in den Josetti-Höfen

Raum 23 in den Josetti-Höfen

Dann gab es heute noch Abbaden im Weissensee und Apfelgolf auf Stralau. Apfelgolf? Die Frage war: „Wie kommen wir ohne Leiter an die reifen Äpfel da oben?“

Ganz einfach: Man nehme zwei Golfschläger und los gehts ;-)

Apfelernte mit Golfschlägern

Zwei Golfschläger kreuzen und strecken

Apfelernte mit Golfschlägern

...und schon liegt das leckere Obst vor einem.

Nebenwirkungen von Extremshopping

Seit Juni bin ich als Freelancer für eine Bank in Hamburg tätig. Da ich – wie es bei Banken meistens der Fall ist – vollständig vor Ort arbeite, gilt es sich an die dort üblich Kleiderordnung zu halten. Da ich normalerweise eher so der T-Shirt Typ bin, habe ich also in den letzten Monaten (für meine Verhältnisse) Intensivshopping betrieben.

Der Vorteil, im Arbeitsleben einen seriösen Eindruck zu hinterlassen ist jedoch zum Teil teuer erkauft. Einerseits quillt mein Kleiderschrank nun vor seröser Kleidung über und ich weiß nun nicht mehr, wohin mit den Kapuzenpullis. Andererseits hinterlassen die sämstäglichen Shoppinganfälle leider auch körperliche Spuren.

Hautausschlag nach Einkaufstour

Unschöner Hautausschlag nach Einkaufstour

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