Bremen
Angekommen in Bremen im Fährhaus Farge. Nettes Zimmer mit Weserblick im charmanten 1977er Design. Die Truppe ist gut gelaunt und wartet auf die Verköstigung.
Angekommen in Bremen im Fährhaus Farge. Nettes Zimmer mit Weserblick im charmanten 1977er Design. Die Truppe ist gut gelaunt und wartet auf die Verköstigung.
Vor ein paar Wochen hatte ich genug von Electronic Business und dem ganzen virtuellen Budenzauber. Ich wollte etwas zum Anfassen. Etwas zum Zusammenbauen. Lego Technik ist da schon mal ganz weit vorne. Also in der Mittagspause mal schnell zum Spielzeugmarkt rüber und zugegriffen. Bescheiden, wie es nun mal meine Art ist habe ich zielsicher die grösste Schachtel gegriffen und war mir sicher, dass ich eine ganze Weile beschäftigt sein werde.
Dem war auch so. Aber nun ist das Modell fertig. Es ist mit seinen über 50cm Länge und 1903 Teilen für ein Lego Modell recht monströs. Und es ist kompliziert: Alle Funktionen werden von einem einzigen Motor gesteuert – das Getriebe ist der eigentliche Witz. Schade, dass man viele der liebevollen Details am fertigen Modell nicht mehr richtig bewundern kann. Darum hier ein paar Impressionen.
Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre. Ein wolkenfreier Himmel und Sonne satt liessen die eher bescheidene Temperatur von 9 Grad vergessen und luden zu einem Spaziergang ein. Den nutzte ich dann auch gleich dazu, Bärlauch zu holen. Suchen oder sammeln trifft es nicht ganz – das Zeug spring einem im Plänterwald ja geradezu an. Noch ist er frisch und zart – die ganze Gegend riecht danach. Also einmal ordentlich zugelangt.
Auf der anderen Seite der Spree sticht noch immer das Futuro 13 des finnischen Architekten Matti Suuronen ins Auge.
Bei dem Spaziergang kommt man natürlich auch am langsam verottenden Spreepark (ehem. Kulturpark Plänterwald) vorbei. Irgendwie trist, trotz genialem Wetter.
Wie schön, dass sich gegenüber eine andere Attraktion aus DDR-Zeiten dafür noch immer in gutem Zustand zeigt: Die Insel der Jugend. Jedenfalls waren hier am Ufer eine ordentliche Menge Leute unterwegs.
Den Abschluss des Sonntagsnachmittagsausflugs bildete die Einkehr bei Barcomi’s (ja – mit Apostroph!) in der Bergmannstrasse in Kreuzberg – teuflisch gute amerikanische Cakes und sehr leckerer Kaffee.
Vorsichtig betrat er das halb zerstörte Gebäude. Vor Ihm lag ein einzelner staubiger Schuh und daneben ein angekohltes Blatt Papier. Die rauchgeschwärzte, halb geöffnete Tür, in die „Nie wieder Krieg“ geritzt war, gab den Blick auf ein zertrümmertes Büro frei. Er betrat den Raum, dessen Fenster in Scherben auf dem Boden lagen. Auf dem Tisch eine alte Schreibmaschine mit arabischen Lettern. Auf dem Boden daben lag eine wissenschaftliche Publikation: „Scientific Journal, Vol1 No.2, Baghdad 1977″…
Über 20 Jahre ist es her, dass ich es zum letzten Mal getan habe, aber ich kann es noch. Einer kleine Fingerübung in 6502 Assembler. Memorymap und KickAss sei dank…
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Es muss Anfang 1982 gewesen sein: Ich kaufte mir meinen ersten Computer. Ein bisschen gespartes Taschengeld und eine Spende von Oma reichten gerade so für einen Sinclair ZX81. Der war seinerzeit mit DM 239,- die absolut billigste Maschine.
Das ging nur, weil an absolut allem gespart wurde. Billige Folientastatur, Anschluss an den Fernseher aber kein Sound, keine Farbe, keine Grafik und den Wahsinnsspeicher von 1KB (also 1024Bytes!). Das Ding konnte eigentlich fast gar nichts, war aber irgendwie damals trotzdem faszinierend.
Trotz der extrem eingeschränkten Hardware gabe es vergleichsweise gute Spiele. Heutzutage wirken die weniger wie Spiele, sondern mehr wie abstrakte Medienkunst – aber seht selbst:
Fungaloids
Caverns
3D Monster Maze
Erholsam und schön.
Samstag abends „True Grit“ gesehen. Originalfassung im Kino International. Kaum zu verstehen, aber dafür authentisch.
Sonntag am Müggelsee gewesen. Die Idee war nicht sehr originell. Hunderte andere waren auch da. Das Wetter gaukelte mit seinem wolkenfreien, blauen Himmel schon fast Frühling vor. Lediglich die handvoll Schlittschuhläufer irritierten etwas.
Nach 8 Jahren Abstinenz habe ich es mal wieder getan – ich ging zur CeBIT. Wenn ich den Wahnsinn jetzt quasi vor der Tür habe, kann ich ja auch ruhig mal wieder daran teilnehmen; Es sind ja nur ein paar Stationen mit der Strassenbahn. Da der Launch unserer Onlineshops in dieser Woche verblüffend problemarm verlaufen war, konnte ich auch die Zeit erübrigen. Zudem war das Wetter sehr angenehm frisch und sonnig.
Was mir sofort auffiel, als ich die erste Halle betrat (Halle 2) war der Geruch. Es ist derselbe Geruch aus frischen Messebau, vielen Menschen, neuer Elektronik und irgendwo vor sich hinköchelndem Kaffee, den ich in der Nase hatte, als ich zum ersten Mal als Jugendlicher dort war.
Und wie war’s?
Ich versuch’s mal kurz: Mobile und Cloud. Alles geht sofort überall. Und darum wird alles vernetzt und Daten, sowie die dazugehörigen Anwendungen wandern in irgendwelche Rechenzentren, die irgendwo auf der Welt verteilt sind. Ach ja – alles was man so angucken kann, wird 3D.
Egal, was ich jetzt selbst davon halte (wenig) – die Trends kannte ich schon vorher. Richtige Anregungen konnte ich nicht finden. Zudem scheint mir die ganze Veranstaltung jetzt fokussierter – wenn man wohlmeinend spricht. Ansonsten könnte man auch sagen thematisch flacher. Apple ist ja zum Beispiel seit vielen Jahren nicht mehr auf der CeBIT. Schade, ich kann mich noch erinnern, wie ich seinerzeit komplett verblüfft und faziniert der Präsentation von Apples LISA zusah. Somit fehlt auch fast das komplette Apple Umfeld.
Das Thema Mobilfunk ist auch vollends von der Bildfläche verschwunden. Kurz vor der CeBIT findet halt die GSM-World in Barcelona statt.
Auf der Suche nach besonderen eCommerce Services bin ich ebensowenig fündig geworden, wie bei speziellen Hardware Modulen. Ein wenig befremdlich fand ich, dass viele chinesische Zulieferer winzige Bluetooth Tastaturen in 1/3 A4 Grösse anboten. Was soll das für ein Trend sein?
Damals – heute
Früher war die CeBIT für mich eine Welt voller neuer faszinierender Möglichkeiten. Die Verheissung von Zukunft. Heute zeigt sie das, womit ich sowieso rechne.
Ich fand es irritierend, dass viele namhafte Hersteller fortblieben, aber dafür Nintendo vertreten war. Man zeigte den neuen Gameboy 3DS. Als Demo wurde ein kleines Augumented Reality-Spiel angeboten, in dem in die tatsächliche Umgebung, die von der eingbauten Kamera aufgenommen wurde um einige Zielscheiben erweitert wurde. Man konnte sich mit dem Gerät quasi um die imaginären Objekte herum bewegen und Pfeile abschiessen. Die Anzeige war ohne Brille deutlich in 3D zu sehen. Gut gemacht, aber die Anzeige flimmerte stark. Ich nehme jedoch an, dass es an Interferenzen mit der Beluchtung lag.
Äusserlichkeiten
Es werden nicht mehr so viele Hallen genutzt, wie zur Hochzeit der Messe um 2000 herum. Riesig ist die CeBIT aber immer noch. Und voll. Es scheint sich auch noch immer um die inoffizielle Weltmeisterschaft im extrem-blöde-im-weg-stehen zu handeln. Sehr ärgerlich, wenn man versucht, in vollen Hallen einen bestimmten Stand zu finden.
An den Gebäuden wird auch behutsam weiter modernisiert. Das Leuchtenhochhaus war ein grober Schandfleck und wird nun endlich abgerissen. Erstaunt war ich aber, dass der T-Cube, der zur Expo 2000 gebaut wurde, noch immer (leer)steht.
Hier noch einige Impressionen:
Wolfgang Blau, Chefredakteur von ZEIT ONLINE räumt in einer Anhörung des Bundestagsausschusses Kultur und Medien am 23. Februar 2011 in Berlin mit den Mythen zu den Problemen des Journalismus im Internet auf. Ein Betroffener, der unaufgeregt unter Beachtung der zugrundeliegenden Mechanismen den gegenwärtigen Meidenwandel analysiert.
Vielen Dank dafür!
(gefunden beim Schockwellenreiter)
Montag ist der Tag der Wahrheit. Da wird sich herausstellen, ob sich das letzte halbe Jahr Knüppelei gelohnt hat, und wir vernünftige Systeme hingestellt haben.
Bin gespannt, wie ein Flitzebogen…
Nachtrag, Montag, 13:40
Die drei Shops sind heute morgen online gegangen, es wurde ein Glässchen Sekt gereicht, die ersten Kunden kaufen, es gibt bis jetzt keine Probleme. Sieht gut aus.
Ich schreibe ja normalerweise nicht über Auftrag-/Arbeitgeber. Heute mache ich stolz eine klitzekleine Ausnahme. Hier sind die Shops: