Dirk Ollmetzer | Dienstag, 15 Januar 2008 |
Misc
Nein, nicht Typo3, sondern Typographie. Scheint gerade wieder ein angesagtes Thema zu werden. Vielleicht gerade weil im Web die Möglichkeiten gegenüber Print so sehr reduziert sind. Jedenfalls habe ich heute im Blogartikel „Typographie am Bildschirm live“ von Namics einen interessanten Link gefunden: Den Typetester.
Eine bestechend einfache Idee: 3 Spalten mit identischem Text, die man an den einschlägigen CSS Parametern verändern kann. So kommt man schnell und bequem zu einem Vergleich verschiedener Textstile. Bei mir hat das soeben tatsächlich einen AHA-Effekt ausgelöst: Von dem Plan, die Verdana im Fließtext durch die Times zu ersetzen, bin ich jedenfalls gerade wieder abgekommen. Während bei Printprodukten längere Texte mit Serifenschriften besser lesbar sind, scheint bei der geringen Auflösung von Computerbildschirmen die breit laufende und schlichte Verdana im Vorteil zu sein.
Ich mag es ja auch lieber schlicht. Ob es so schlicht, wie das Blog von Matt Balara, nach dem jüngsten Redesign sein muß, sei mal dahingestellt. Aber das Ganze soll offensichtlich auch nur ein Zwischenstadium sein, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Auf jeden Fall finde ich einige Grundüberlegungen in seinem Artikel „Naked Relaunch, Part I“ recht überzeugend:
„For most people design means ‚how it looks‘, or aesthetics […]. But if your content rocks, and your design sucks, does it matter? And if it’s the other way around, who cares about your site?„
„I’m coming more and more to the opinion that (good) web design is 60% thinking, 30% structure and 10% aesthetics.„
Klingt einleutend. Jetzt versuche ich mich einfach mal die letzte Überlegung anzuwenden.
Thinking
Ich komme gerade auf solche Fragen, weil ich auch meine Website mal wieder einem Redesign unterziehen möchte. Der Anlass dazu ist mein Wunsch, mindestens Teile der Website auch per Handy zugänglich zu machen. Das betrifft sowohl den normalen Zugang, als auch den Wunsch, von unterwegs bloggen zu können. Wenn ich den Theorien glauben darf, die ich damals in meiner Diplomarbeit aufgestellt habe, wird sich dadurch auch die Art des Inhaltes ändern. Mal sehen.
Structure
Der Einsatz eines einfachen Wap-Wrappers, der die Homepage auf die Handydisplays anpasst, kommt nicht in Frage. Inhalt, der auch mobil abrufbar ist, braucht eine eigene Struktur. Ich mag die bis jetzt genutzte Blogsoftware Serendipity von meinem geschätzten Ex-Kollegen Jannis Herrmanns sehr und nutze sie gerne. Es gibt auch einige Erweiterungen für moBlogging, aber die Vermischung von Textinhalt und interner und externer Multimediareferenzen steht der Nutzung, wie sie mir vorschwebt, leider entgegen.
Wenn sich die Datenstrukturen ändern, werden auch Usability und Layout geändert werden müssen.
Aesthetics
Bereits jetzt verwende ich ein relativ schlichtes Design. Die Richtung möchte ich auch weiterhin beibehalten. Ein wenig Feinschliff hier und da, aber keine großen Überraschungen. Wie sich das Ganze auf einem kleinen Handydisplay umsetzen lässt, wird sich zeigen.
Es wird ja viel darüber spekuliert, wie toll das Datamining von Google ist. Pessimisten meinen, daß Google mittlerweile besser als man selbst weiß, was einem wichtig ist und wie man tickt. Naja, soo toll sind sie anscheinend nicht. Mich interessierte eben, wie weit Bethlehem von Jerusalem entfernt ist und wie es von oben aussieht.
Wenn also jemand ausgerechnet zu Weihnachten auf die Idee kommt, via Google Earth nach Bethlehem zu suchen, erwartet er eigentlich nicht, daß irgendein ödes Kaff in Pennsilvania, USA angeflogen wird…
Dirk Ollmetzer | Donnerstag, 20 Dezember 2007 |
Misc
Seit gestern bin ich nun offizielles Mitglied im CDAS (Club Der Alten Säcke). Prompt fühle ich mich heute morgen auch nicht so richtig toll. Woran das wohl liegt?
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 18 Dezember 2007 |
Misc
Als ich heute morgen noch etwas müde in Hamburg ankam, sah ich, als ich zwischen zwei alten Speichern hindurchschaute, ein riesiges neues Gebäude. „Nanu, sooo schnell bauen die doch selbst hier nicht“ dachte ich so bei mir. Als ich weiterging fiel mir auf, daß es sich nicht um ein neues Gebäude, sondern um das Kreuzfahrschiff Queen Victoria handelte, die hier für einen Tag anlegt.
Wow, was für ein Gerät!
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 16 Dezember 2007 |
Misc
Es wurde in den letzten Jahren viel von der fortgesetzten Beschleunigung der Gesellschaft geschrieben. Mein persönlicher Eindruck ist eher entgegengesetzt: Die Leute werden immer langsamer. Ein Trend, der mir seit Jahren im Straßenverkehr auffällt. Damals („es war einmal vor langer Zeit…“) kurz nachdem ich den Führerschein gemacht hatte, war es üblich, im Stadtverkehr ca. 55 km/h zu fahren, was ja auch ganz sinnvoll ist. Zügig Gas geben und dann bei 55 im höchsten Gang rollen lassen. Das spart Nerven und Sprit.
Heutzutage sind die Autos im Schnitt doppelt so stark und die Fahrer kommen überhaupt nicht mehr aus dem Knick. Bei Grün zögerlich loshuscheln und bei 35 bis 40 km/h ist Schluss. Und das Ganze selbstverständlich bei einigermaßen freien Strassen. Leute, das nervt! Und zu allem Überfluss ist das ein teurer Spass. So muß man laufend im vierten Gang fahren und verbrät unnötig Sprit. Seit ich ein Auto mit Verbrauchsanzeige habe, fällt mir das rchtig auf. Tagsüber hinter den Schnachnasen herhuscheln: 8,5 – 9 Liter. Nachts zügig gefahren: 6,5 – 7 Liter.
Gestern ist mir das Ganze aber auch zu Fuß in der Ottenser Hauptstrasse in Hamburg Altona extrem aufgefallen: Es sieht so aus, als ob die Leute gehen (zumindest machen sie solche Bewegungen), aber keiner kommt wirklich vom Fleck. Ich bin selbst dann schneller, wenn ich stehenbleibe. Ich gebe zu, daß der dortige Weihnachtsmarkt zur Eskalation beigetragen hat, dennoch scheint das ein langfristiger Trend der Entschleunigung zu sein.
Was ist hier los? Haben wir es unbemerkt mit einer Slo(w)mo(tion)-Virus Epedemie zu tun? Oder ist das nur eine subversive Methode, sich dem gestiegenen Druck auf das Individuum zu widersetzen?
Dirk Ollmetzer | Samstag, 8 Dezember 2007 |
Misc
Nach eineinhalb Wochen und vier wirkich gräßlichen Nächten könnte ich heute Nachmittag im wahrsten Sinnes des Wortes endlich aufathmen – die Nase wird langsam frei. Ich hoffe, daß ich heute nacht endlich den fehlenden Schlaf nachholen kann.
Dirk Ollmetzer | Montag, 3 Dezember 2007 |
Misc
Ich will keine dicke, verstopfte Nase mehr haben – ich will wieder Luft bekommen und vernüftig schlafen können, hrrgttnchml…
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 2 Dezember 2007 |
Misc
Am Wochenende war Ingo zu zu Besuch. Nach drei Jahren in Argentinien hat er mal für ein paar Tage in Berlin vorbeigeschaut. Interessant: trotz der ganzen Geschichten, was in der Zwischenzeit so passiert ist (und das war ’ne Menge) war es, als wäre er kaum weggewesen. Skuriles am Rande:
- Wie ich beinahe die Handynummer die Botschafters der Malediven in Washington bekommen hätte… aber das gehört hier nicht her.
- Außerdem haben wir die Bekanntschaft mit dem Reporter Rudolfo gemacht (ein kleines Krokodil). Rudolfos Reportagen kann man hier sehen.
Kunst – finde ich ja hin- und wieder recht interessant. Habe heute zum Beispiel eine schöne Ausstellung in der Sammlung Daimler am Potsdamer Platz gesehen: Minimalism and Applied. Aber noch schöner ist, daß ich am letzten Wochenende in der Zitadelle in Spandau war und etwas zum erstem Mal gemacht habe: Ich habe mir Kunst gekauft. Das Atelier von Peter Cujé war so voller schöner und erschwinglicher Malerei, daß ich nicht widerstehen konnte und mir ein kleines aber feines Werk gegönnt habe. Das war kein Fehler – ich freue mich nach einer Woche immer noch darüber.