tiny little gizmos

Eichenparkett im Schlafzimmer

Ich habe am Samstag Eichenparkett ins Schlafzimmer gelegt. Naja, ein bisschen wenigstens: 20 x 30 cm. Zum Angucken. Und Überlegen. Und überhaupt – ich und Eichenparkett. Wie konnte es denn dazu kommen?

Eichenparkett

Eichenparkett

Der Teppich ist fertig und müsste mal ersetzt werden. Neuer Teppichboden ist nicht gerade billig, wenn man was Vernünftiges haben will. Zudem fiel mir neulich in Finnland wieder einmal auf, dass dort eigentlich nirgendwo Teppichboden liegt – vermutlich weil man den nicht gründlich saubermachen kann. Also mal was anderes? Laminat ist einfach nur peinlich – Plastikzeugs unter die Füsse – bäh. Muss nicht sein. Holz ist schön und angenehm – richtiges Holz. Und mit einer ordentlichen Dämmung drunter vielleicht auch gut für das akustische Wohlempfinden. Also mal gucken gehen, was es so gibt.

Ahorn und Birke sehen schön aus, sind aber etwas zu hell. Buche ist zurückhaltend, aber zu rotstichig. Richtig toll fänd ich dunkles Nussbaumholz – aber das ist schier unbezahlbar. Da blieben Esche und Eiche übrig. Also habe ich so eine Holzschindel ausgeliehen und zu Hause hingelegt. Schön! Aber es beisst sich farblich mit den gelben Wänden, den Kiefern- und Birkenmöbeln.

Und was jetzt? Auf eine Totalrenovierung mit neuen Möbeln habe ich irgendwie keine Lust. Mähhh…

Berlin auf den Punkt gebracht

Ach Berlin…

Eine Hassliebe. Die Stadt ist einfach extrem anstrengend. Woanders lebt es sich einfacher. Gemütlicher. Aber eben auch langweiliger und weniger anregend. Hier gibt es interessante Leute und spannende Veranstaltungen, die ich nicht missen möchte. Berlin geht mir extrem auf den Zeiger, aber ich will nirgends anders leben. Mit diesem Zwiespalt lebe ich nun seit über 25 Jahren.

Nun ist eine dicht bebaute Stadt mit über 3,5 Millionen Einwohnern verständlicherweise kein Dorf. Und dass alte und marode Dinge (von denen es hier viel gab und gibt) erneuert werden müssen ist auch klar. Aber es gibt hier so eine Art…

  • Bauarbeiten dauern hier 2-3 mal so lange, wie in anderen Städten.
  • Wir fangen erst mal an – und lassen dann alles für 3-9 Monate rumliegen.
  • Die Qualität ist schlecht. Was gebaut wurde muss nach 5-8 Jahren wieder renoviert werden.
  • Wenn eine wichtige Strasse saniert wird, ist stets sichergestellt, dass jede halbwegs sinnvolle Ausweichroute ebenfalls mit Bauarbeiten blockiert wird.
  • Idealerweise wird dazu auch noch die dazu parallel laufende S-, U- oder Strassenbahnstrecke gesperrt.
  • Zudem wird extrem viel dummes Zeug gebaut, was keiner braucht, aber Riesensummen verschlingt und für jahrelanges Chaos sorgt. Eine Veranstaltungshalle nach der anderen, das hässliche Stadtschloss, die U5 Unter den Linden, gerade nachdem der Boulevard fertig saniert war…

Als vor ein paar Jahren ein neuer Slogan für das Stadtmarketing gesucht wurde, hatte jemand recht treffend vorgeschlagen:

„Berlin. Wir können alles – aber nichts richtig“

Das scheint aber tatsächlich primär eine Mentalitätsfrage zu sein. Denn bereits in den 20er Jahren schrieb Ernst Bloch

„Berlin ist nicht, Berlin wird immer nur.“

Wer nach Berlin kommt, sollte sich jedenfalls auch im Jahre 24 nach der Wende noch immer darauf einstellen, dass gefühlte 50% der Stadt Provisorium, blockiert oder Baustelle sind. Das wird sicherlich in den nächsten 25 Jahren auch nicht anders werden. Genau auf den Punkt bringt es dieses Verkehrsschild:

Berlin - auf den Punkt

Berlin - auf den Punkt

Vermutlich ist der Stuss der zuständigen Behörde nicht mal aufgefallen…

Das heisse Wochende genutzt – aufgeräumt

Brüllend heisses Wochenende. Ich kann mich nur im Schneckentempo bewegen. Im Schatten. In der Sonne fast gar nicht. Als ich kurz einkaufen war, fühlte sich der Wind an, als ob mir jemand einen Fön vor das Gesicht hält. Bei so einem Wetter macht man „something close to nothing“, wie es Prince in einem Song mal ausdrückte.

Aber ganz gar nichts kann ich auch nicht. Also habe ich beschlossen, nach fünf Jahren endlich mal so richtig aufzuräumen. Und zwar meinen iMac. Der war mittlerweile derart langsam geworden, dass das Arbeiten ätzend wurde. Stundenlanges rumrödeln auf der Festplatte, alle Programme hakten und wurden immer zickiger. Ich hatte in den Jahren einfach unglaublich viel Software ausprobiert, wieder de-installiert und damit das System so richtig zugemüllt. Die ständigen Updates sind sicherlich auch nicht immer förderlich.

Schön, aber träge

Der iMac von 2008 (mit dem Alu-Gehäuse) ist mein erster Apple Rechner. Seit den seeligen Zeiten des Apple ][ und erst recht seit ich 1984 auf der CeBIT (damals noch als Teil der Hannover Messe) den ersten Mac sah, wollte ich immer einen Rechner von den Jungs aus Cuppertino haben, konnte ihn mir aber nie leisten. Für dieses Gerät hat sich der höhere Preis aber tatsächlich bezahlt gemacht. Früher ist keiner meiner Computer so alt geworden. Spätestens nach 2-3 Jahren hatte ich den Nachfolger. Aber dieser Rechner gefällt mir tatsächlich noch immer und eigentlich sind auch Prozessor, RAM und Festplatte noch ausreichend für die Standardaufgaben. Also mal sehen, was man noch rausholen kann.

Es hat einen kompletten Tag gedauert die Daten zu sichern, die Festplatte zu formatieren, das Betriebssystem neu aufzuspielen, alle Updates zu installieren, alle Programme, die ich wirklich noch benutze neu zu installieren und einzurichten, die Fotosammlung, die iTunes Bibliothek und den ganzen Rest wieder aufzuspielen.

Es wirkt!

Das Ergebnis ist wirklich verblüffend. Alles fühlt sich wieder geschmeidig an, von der Festplatte ist nichts mehr zu hören und ich habe so nebenbei ziemlich viel Datenmüll entsorgt. Klasse! Ich hoffe, dass ich so noch ein paar Jahre über die Runden komme.

Ich mag gutes Design und qualitativ hochwertige Werkzeuge. Das habe ich mir damals geleistet und bin sehr zufrieden. Aber ich bin kein Fanboy. Die Geschäftspolitik von Apple finde ich gelinde gesagt zum Abgewöhnen. Der Weg, den Apple mit der Weiterentwicklung von OS/X eingeschlagen hat, gefällt mir nicht. Mit ziemlicher Sicherheit wird mein nächster Rechner nur noch mit Linux betrieben werden. Wie gesagt – ich mag gutes Design und hochwertige Werkzeuge…

Chill!!!

Endlich: Wochenende, gutes Wetter und (etwas) Zeit. Schade, dass schon das halbe Jahr rum ist – aber werden wir mal nicht pingelig. Zwei Stunden Sonnenbad, offen Cabrio fahren, abends am Strand chillen, Freunde treffen.

Was will man mehr?

Abends im Strandbad Weissensee hatte man überhaupt nicht das Gefühl, in der Stadt zu sein – schon gar nicht gerade 5 KM vom Alexanderplatz entfernt. Superschöne Stimmung!

Abendstimmung am Weissensee

Abendstimmung am Weissensee

Abendstimmung

Abendstimmung

Halbtagstourismus, Massenchillen, Robinien, Wasser und Weitblick

Während halb Deutschland mit Hochwasser kämpft, war in und um Berlin ein wunderschönes, erholsames Wochenende zu vermelden. Da mein schlechtes Gewissen auch niemandem hilft, habe ich mich entschieden, die beiden Tage einfach zu geniessen.

Samstag: Der Halbtags-Tourist

Am Samstagnachmittag habe ich mich mal wie ein Tourist in meiner eigenen Stadt gefühlt. Ein kleiner Rundgang durch Mitte machte es möglich. Ich wollte eigentlich nur auf einen Sprung in die Humboldt Universität und bin am Lustgarten ausgestiegen, der durch ganze Heerschaaren von Touristen belagert war.

Berlin Lustgarten Sit-in

Berlin Lustgarten: Touri-sit-in

Normalerweise nervt mich der ganze Rummel mit gaffenden Horden, die einem planlos vor die Füsse latschen, Strassenmusikanten und so weiter. Aber gestern war ich in der passenden Stimmung und habe mir sogar den Chor angehört, der vor dem Bodemuseum sang und die Tangotänzer im Monbijoupark angesehen. Mit etwas gelassenem Abstand kann ich sogar verstehen, warum die Touristen Berlin toll finden. Irgendwann war es aber dann doch genug. Zum Abendessen habe ich wieder den netten, leckeren und preiswerten Italiener bei mir im Viertel aufgesucht.

Chor vor Bodemuseum

Chor vor Bodemuseum

Tango im Monbijoupark

Tango im Monbijoupark

Massenchillen an der Spree

Massenchillen an der Spree

Sonntag: Schorfheide

Sonntag lockte morgens gleich die Sonne – also auf zum Werbellinsee. Erstaunlicherweise gab es heute kaum Verkehr und auch nur wenige Badegäste. Tiefenentspanntes brutzeln war also angesagt. Nachmittags zog es mich dann noch weiter nach Joachimsthal, wo ich mir zunächst einmal einen famosen Überblick auf dem alten Wasserturm verschaffte. Im verschlafenen Stadtkern (mir sieht der Ort eher nach Dorf aus, aber man hat Stadtrecht), gab es dann noch lecker Rhabarberstreuselkuchen, bevor es gemütlich zurück nach Berlin ging.

Joachimsthal - Alter Wasserturm

Joachimsthal - Alter Wasserturm

Joachimsthal - Grimnitzsee

Joachimsthal - Grimnitzsee

Kirche von Schinkel

Kirche von Schinkel

Genau für solche Tage habe ich ein Cabrio: Offen und entspannt durch schöne Landschaft cruisen, die Vögel im Wald zwitschern hören und sich vom umwerfenden Duft der Robinien fast betäuben lassen.

Ge-ni-al!!!

Das Abendessen – Spargel mit Schinken und als Apperetiv einen selbstgemachten Holunderblütenlikör – sorgte für den passenden Ausklang eines sehr schönen Wochenendes.

Mittags in Kreuzberg

Mittagpause. Raus in die Sonne, ein sehr leckeres Schnitzel beim Imbiss an der Glogauer Str. verputzen, noch ein bisschen verdauen und den Bocciaspielern zusehen, bevor es wieder zurück an den Rechner geht.

Life is good!

Chillen am Paul Lincke Ufer

Chillen am Paul Lincke Ufer

Sonne, Handwerk, Golf und Dinosaurier

Ein tolles Wochenende liegt hinter mir. Der Freitag Abend begann in der Z-Bar mit zwei wunderbar schrägen Folgen der Schmusetiersoap „Humana – Leben in Berlin„. Sehr lustig!

Da der Samstag Morgen bereits mit richtig schönem Wetter begann, beschloss ich, gleich nach dem üblichen Einkauf endlich mal dem Auto die Sommerschuhe anziehen. Unter der Woche komme ich einfach nicht zur Werkstatt, deshalb habe ich seit Jahren das erste Mal selber wieder zum Werkzeug gegriffen. Obwohl ich es ja nicht so mit Hardware habe – ging problemlos. Stolz!

Endlich Sommerräder

Endlich Sommerräder

Der Sonntag war dann „Fun-packed“. Erst mal ausschlafen, lecker Frühstücken und dann zum Golfplatz. Noch etwas frischer Wind, aber sonnig. Feinstes Cabriowetter. In Pankow angekommen, stellte ich fest, dass der Rasen auf dem Platz mittlerweile ganz vernünftig aussieht. Dementsprechend war zwar ordentlich Betrieb auf der Driving Range, aber da sich die meisten dort nur für eine Runde warmspielten, war es kein Problem, einen Platz zu bekommen. Meine Abschläge werden mittlerweile auch etwas besser. Ich könnte so langsam mal wieder richtig auf den Platz.

Betrieb auf dem Golfplatz

Betrieb auf dem Golfplatz

Danach ging es in den Plänterwald um Bärlauch zu holen. Das war auf den letzten Drücker, weil er schon kurz vor der Blüte stand.

Bärlauch

Bärlauch

Auf dem Rückweg stellte ich zu meinem Erstaunen fest, dass der ehemalige Spreepark im Plänterwald (ein bisschen) geöffnet war. Man durfte in den vorderen Teil und mit der Parkbahn eine Runde drehen. Das restliche Gelände darf man jedoch – wie bisher – nur mit einer Führung betreten.

Spreepark Dinosaurier

Spreepark Dinosaurier

Spreepark Wildwasserbahn

Spreepark Wildwasserbahn

Schn…ostern!!!

Schnee Ostern, schöne Ostern – frohes Weihnachtsfest hätte ich fast geschrieben. Der Alexanderplatz ist ja schliesslich auch seit Wochen mit einem Weihnachtsmarkt zugemüllt – Berlin eben.

Aber diese Gang auf dem Frühstückstisch hat mich heute Morgen doch überzeugt, dass irgendein anderes christliches Fest ansteht… ;-)

Die Schnoster Gang

Die Schnoster Gang

Die Gang

Die Gang

Mann kann sich über das Wetter herrlich aufregen. Man kann aber auch beschliessen, das jetzt gefälligst Frühling ist – wie mein Kaktus.

Frühlingsblüten vor Schneehof

Frühlingsblüten vor Schneehof

Am Samstag habe ich meinen VcG Ausweis bekommen. Zeit, sich so langsam fit zu machen. Das dachten sich auch ein paar andere Golfer in Pankow. Bloss weisse Bälle sind momentan nicht so richtig sinnvoll…

Schneegolf

Schneegolf

In diesem Sinne – frohes Fest!

Schöner Lärm am Freitagabend

Am Freitagabend hörte ich mir in der Akademie der Künste die Veranstaltung „Grand Opening E Studio“ an. Die Karten hatte ich schon zwei Wochen vorher besorgt, was sich als goldrichtig herausstellte, weil die Veranstaltung vollständig ausverkauft war. Ich freute mich auf experimentellen Lärm und ganz besonders auf Blixa Bargeld und Caspar Brötzmann. Beim Eintritt in den Saal wurden freundlicherweise Ohrstöpsel verteilt, was mich zunächst erwartungsfroh stimmte.

Akademie der Künste

Akademie der Künste mit Schnee

Doch der erste Teil der Veranstaltung traf meine Erwartungen dann leider in keinster Weise. Es wurden mehrere Stücke zum besten gegeben, die nach folgendem Schema abliefen: Ein Musiker spielt „gegen“ Soundfragmente, die aus dem Computer kamen. Zuerst ein Stück am Schlagzeug, dann ein Stück bei dem überhaupt niemand auf der Bühne war(!), dann ein Stück am Klavier, dann eines mit Cello, bei dem es auch noch zu einer technischen Panne kam und zum Schluss ein Textvortrag mit Soundcollage und Hintergrundvideo. **grmpf**

Ohrstöpsel

Sinnvolle Dreingabe: Ohrstöpsel in geschmackvoller Farbgebung

Der zweite Teil des Abends verlief dann jedoch genau so, wie ich es erhofft hatte: Beginnend mit einem mehrminütigen Feedback Festival aus Brötzmanns Gitarre in das später Blixa Bargeld mit einstieg und gesanglich auf die Gitarrenfeedbacks „antwortete“. Bargeld kommentierte das nach dem Stück zwar, dass das „eine Scheissidee“ war, aber er stand ohnehin recht angepisst auf der Bühne.

Mr egal – die Performance stimmte. Streng genommen gab es nur drei (lange) Stücke und eine Zugabe zu hören. Aber die hatten es in sich. Ein Stück begann mit einem Subsonic Bass, der durch Mark und Bein ging und tatsächlich dafür sorgte, dass kleinere Teile von der Decke rieselten. Brötzmann schaffte es übrigens tatsächlich, erst im dritten Stück einen Riff zu spielen. Bis dahin erzeugte er den Sound nur dadurch, wie er die Gitarre hielt, an welcher Stelle er vor den Verstärkertürmen (natürlich Marshall) stand, durch klopfen und ähnliche Techniken.

Bemerkenswert und inspirierend!

Hausfrauentipp Nr. 1167 und 1168

Tee- und Kaffeeränder in Porzellantassen entfernen

Man gebe eine Prise Backpulver in die Tasse und fülle die Tasse mit heissem Wasser auf. Eine Minute einwirken lassen, ausspülen, fertig.

Flecken in Edelstahltöpfen entfernen

Etwas Zitronensäure ansetzen und kurz aufkochen lassen. Gut ausspülen. Fertig.

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