tiny little gizmos

UMTS für Schafe

Die Norddeutschen haben ja den Ruf, ruhig und humorlos zu sein. Ich glaube, auf so was kommen nur Kölner Jecken (von denen ja viele glauben, sie hätten den Humor gepachtet). Ich bin gerade wieder bei Petra in Ostfriesland. Alle Leute, die ich hier kennenlerne sind ziemlich kommunikativ. Ausserdem sitzt ihnen gehörig der Schalk im Nacken. Es kann sein, daß das manche nicht so recht mitbekommen, weil der Humor hier so knochentrocken rüberkommt. Das mag am feuchten Wetter liegen, wer weiß?

Wie man aus diesen Zeilen herauslesen kann, ist mir der Menschenschlag hier oben sehr sympathisch. Trotzdem verstehe ich auch nicht jeden Witz. Zum Beispiel diesen hier:

UMTS-Abdeckung nördlich von Wilhelmshaven. Klar, UMTS ist noch längst nicht so verbreitet wie GSM. Also schaut man mal eben bei seinem Provider (in diesem Fall E-Plus) auf die Karte „Netzabdeckung“. Nördlich von Wilhelmshaven an der Küste entlang alles grün, nur landeinwärts Richtung Aurich nicht. Unser Zielgebiet liegt satt im grünen Bereich. Kein Problem zu erwarten. Die Realität vor Ort sieht so aus:

Im Ort, also in der Wohnung und im Atelier gibt es nur GSM. Sobald man das Dorf verläßt oder auf dem Deich steht, hat man UMTS-Empfang. An Funkschatten kann es nicht liegen. Hier ist alles platt. Jetzt grübele ich, warum die vielen Sommergäste UMTS nicht nutzen können, aber die Schafe kommunikationstechnisch up-to-date sind. Soll ich mich jetzt mit dem Notebook zu den Schafen am Deich gesellen?

Wofür ist das ganze Zeug eigentlich gut?

Meine Diplomarbeit bekommt so langsam Struktur. Das Thema wird die Konzeption eines Services auf Mobiltelefonen sein. Da kann man ziemlich viel machen und die Techies begeistern. Blöderweise wird sich vermutlich niemand sonst dafür begeistern, wenn kein Bedürfnis danach besteht. Und wonach bestehen Bedürfnisse?

Mein erstes Mobiltelefon war damals der legendäre „Knochen“. Das Motorola 3200. Ungefähr 600g schwer und einen gefühlten halben Meter lang. Aber das war vor 13 Jahren. Es hat sich ja so einiges getan seit damals. Viele Menschen nutzen bereits diese neuen coolen Handies mit Kamera und Farbdisplay. Möglicherweise auch der geneigte Leser.

Aber wozu eigentlich?

Klar, zum Telefonieren und SMS schreiben. Bei vielen ist es auch andersrum: zum SMS schreiben und Telefonieren. Ging damals auch schon. Und sonst? Kleine Schnappschüsse hier und da. Was passiert dann mit den Fotos? Bleiben die im Handy oder werden sie auf den Computer überspielt?

Ich bin wahrscheinlich ein recht ungewöhnlicher Handynutzer. SMS schreibe ich eigenlich fast nie, dafür sind mir solche Sachen wie eine funktionierende Synchronisation von Kontaktdaten und Terminen mit dem Computer wichtig. Das scheint kaum jemand anderen zu interessieren, ist für mich aber eine der wichtigsten Funktionen überhaupt. Unterwegs nutze ich ab und zu mal WAP um die Nachrichten auf wap.netzeitung.de zu checken. Die Fahrplanabfrage der BVG finde ich auch recht nützlich. Dafür kann ich gut auf eine Kamera verzichten. Die Bilder sind sowieso meistens recht bescheiden. 1-3 Megapixel nützen nix, wenn das Objektiv zu Farbrändern führt, die geringste Abweichung von der idealen Belichtung zu matschigen Pixeln oder völlig überstrahlter Darstellung führt. Das bringt mir nix.

Warum wird MMS nicht genutzt? Weil es zu teuer ist? Warum werden die Bilder dann nicht per E-Mail verschickt?
Warum wird WAP nicht genutzt? Weil es zuwenig sinnvolle Angebote gibt? Welche Angebote wären denn sinnvoll?

Sicherlich muss der Dienst schnell und einfach sein. Eine Info abrufen darf höchstens 1min dauern – idealerweise weniger. Möglichst keine Texteingabe, weil das umständlich und langsam ist. Das kleine Display erzwingt einfache Navigation und kann nur wenige, gezielte Information darstellen.

Aber was kann und soll das der mobile Service leisten? Was habt Ihr für Wünsche?

Wofür ist das ganze moderne Zeug eigentlich gut, wenn wir es nicht nutzen?

Off Topic: AUA!

Menschmenschmensch,
was hat uns da bloß geritten? Vor zwei Wochen haben wir (3 Ex-Kollegen und ich) einen Golf Schnupperkurs belegt. Und wozu hat das geführt? Daß ich meinen Ruf als Snob in meiner Familie festige und daß mir mein Körper wehtut.

Heute war ich zum 5. mal auf der Driving Range. Habe 100 Bälle gespielt, wovon immerhin 25 so einigermaßen geradeaus flogen. Allerdings noch nicht weit genug. 70-80m mit ’nem 7er Eisen kann noch nicht das letzte Wort sein. Die Flugbahn war deutlich zu hoch. Aber ich will mich nicht beklagen. Als ich das erste mal den Schläger in der Hand hatte, dachte ich, daß ich diesen fiesen kleinen Ball nie im Leben treffen werde und die erste Stunde gab mir recht.

Daß ich heute immerhin 25 mal einigermaßen getroffen habe ist toll. Probleme machen mir aber aber die 75 anderen Schläge – und zwar im Kreuz und im Handgelenk. Aufsetzer zwiebeln doch ziemlich. Genauso „schön“ ist es, wenn man zu weit außen trifft, sich das Handgelenk halb verdreht und der Ball eine spektakulär enge Rechtskurve fliegt. Sport ist Mord.

Was hat das alles mit mobilem Leben zu tun? Gar nix!

Warum hat eigentlich jeder ein Handy?

Handy, Mobile, Cellphone. Vor 16 Jahren hieß das noch Autotelefon, wog etliche Kilo und war meist fest eingebaut. Von den ersten Autotelefonen in den 50er Jahren, bis zum GSM-Standard hatten die Entwickler wichtige Menschen als potentielle Kunden im Visier.
Klar, die erweiterte Erreichbarkeit verschaffte ihnen die Möglichkeit, in wichtigen geschäftlichen Dingen das entscheidende Stückchen schneller zu sein und somit mehr Geld zu verdienen. Das mussten sie allerdings auch, weil für die Geräte und den Betrieb prohibitive Preise verlangt wurden.

Aber so richtig mobil war das eigentlich noch nicht. Man hatte zusätzlich zum Telefon auf dem Schreibtisch nun noch eines im Auto. Klar, das Auto ist zwar beweglich, aber am Ende mußte man zum telefonieren im Auto sitzen, fast wie zuvor am Schreibtisch im Büro.

Der eigentliche Quantensprung war erst das Telefon, das man in die Tasche stecken konnte. Erst damit war es möglich, wirklich immer und überall erreichbar zu sein.

Interessanterweise wurde dies für Privatpersonen viel wichtiger, als für die wichtigen Personen. Nach den üblichen anfänglichen Abwehrhaltungen („So wichtig bin ich nicht“, „ich muß doch nicht überall quatschen können“, „ist eh nur was für Wichtigtuer“) hat sich diese Technik in der ganzen Bevölkerung extrem schnell durchgesetzt. Damit hatten selbst Optimisten nicht gerechnet. Ungefähr 15 Jahre nach dem Start der GSM Netze liegt in den meisten entwickelten Staaten die Handyquote bei 100%, häufig sogar noch höher.

Warum eigentlich?

Sind die Leute alle soooo wichtig, daß sie immer und überall erreichbar sein müssen? Selbst Leute, die gar nicht viel unterwegs sind, nutzen Handies. Warum? Es ging doch vorher auch ganz gut ohne.

Der Schlüssel zum Verständnis des Phänomens liegt woanders. Der primäre Erfolgsfaktor liegt nicht in der Mobilität, sondern darin, daß das Handy ein persönliches Telefon ist. Wenn man ein Festnetztelefon anruft, ruft man einen Ort an, in der Hoffnung, daß sich die gewünschte Person gerade dort aufhält. Das ging früher ganz gut, als die meisten Menschen feste Tagesabläufe hatten und die Gesellschaft weitgehend synchron lief. Von 7:30 bis 16:00 war man im Büro, bis spätestens 18:30 noch etwas einkaufen und um 20:00 kam die Tagesschau.

Wir haben zwar noch nicht die 24/7-Gesellschaft, aber die Trennschärfe zwischen Nutzungszeiten verschwimmt immer mehr. Man weiß nicht mehr, wann jemand wo erreichbar ist. Also ruft man keinen Ort an, sondern den gewünschten Menschen direkt.

Das ist das eigentliche Killerfeature: Die 1:1 Zuordnung zwischen Person und Telefonnummer. Das Handy sichert die Erreichbarkeit in einer Gesellschaft, die immer mehr aus dem Gleichtakt kommt.

Darum haben alle ein Handy.

Vielen Dank!

Vielen Dank für Deine warmen Worte, Claudia!

Wie definiere ich für mich „Erfolg“? Zur Kenntnis genommen zu werden, denke ich. Wohlwollend oder auch konstruktiv diskutierend. Dafür sollte ich Blog-newbie mich mal mit solchen Dingen wie „Trackback“ und „Ping“ kümmern, das Blog richtig in meine Homepage integrieren, mit Flickr verbinden und Statistiken, und, und…

Allerdings ist mir zur Zeit noch wichtiger, daß ich so langsam die genaue Zielrichtung meiner Diplomarbeit feststecke. Die ungefähre Richtung ist ja schon seit einiger Zeit klar – mobile communities – aber nun muß ich mal richtig ran. Ich möchte (/sollte /muß) nämlich spätestens Ende November fertig sein. Das Studium war nett, aber nun ist es auch gut. Jetzt will ich auch mal wieder richtig produktiv sein.

In diesem Sinne: Keep on rockin‘ !
Ich wünsche Euch auch viel Erfolg in Kalifornien.

Erfahrungsbericht Qtek 9100

Warum nicht mal ein PDA, bzw. Smartphone? E-Mail unterwegs per WLAN, ein vernünftiges großes Display für WAP und endlich mal eine wirklich funktionierende Synchronisation mit den Kontaktdaten. Kaum gedacht, schon besorgt. Das war im Dezember 2005.

Meine Wahl fiel auf das Qtek 9100 (Hersteller: HTC), das es bei E-Plus gab.

HTC Qtek 9100

HTC Qtek 9100, geschlossen hochkant

HTC Qtek 9100

HTC Qtek 9100 - quer mit ausgeschobener Tastatur

Das baugleiche Gerät führen auch andere Provider unter anderem Namen. Mir gefiel besonders die Schiebetastatur (für E-mail) und daß das Gerät für ein PDA-Smartphone noch einigermaßen handlich ist. Im Vergleich zu einem normalen Handy ist es natürlich noch immer ein ziemlicher Klops. Dafür ist alles drin und alles dran: inklusive Outlook 2002 und Datenkabel.

Das Qtek 9100 verwendet bereits Windows Mobile 5.0, das nicht den Speicherinhalt verliert, wenn die Akkus mal leer sind. Davon war ich naiverweise ohnehin ausgegangen. Es ist mir absolut unverständlich, daß Microsoft sich für ein so wichtiges und eigentlich selbstverständliches Feature soviel Zeit ließ.

Nun hatte ich das Gerät seit Monaten im Einsatz und kann Bilanz ziehen:

Positiv:

  • Die Synchronisation mit dem mitgelieferten Outlook 2002 lief absolut vorbildlich
  • Akkulaufzeit war in Ordnung
  • Die Bluetooth-Kopplung mit meiner Freisprechanlage verlief problemlos. Mit meinem Notebook nicht, was aber an letzterem liegt (siehe Artikel…). Da ein USB-Kabel mitgeliefert wurde, machte das nicht allzuviel aus.

Negativ:

  • Verarbeitungsqualität: Nach 6 Monaten platzt bereits der Softlack vom Gehäuse ab.
  • Katastrophaler Touchscreen: Er muß ständig nachkalibriert werden, weil sonst die Stiftposition nicht erkannt wird. Zuletzt musste ich das jede Stunde machen. Ohne einwandfreie Kalibrierung kann man das Gerät nicht bedienen. Da sich der Touchscreen jetzt fast völlig verabschiedet hat, mußte ich das Gerät außer Betrieb nehmen.
  • Bedienung: Jedes normale Handy kann man mit einer Hand bedienen. Für ein Windows Mobile-Gerät benötigt man dagegen fast immer zwei Hände, da man alles per Stifteingabe steuert. Das ist blöde und unpraktisch!
  • Betriebssystem: Windows Mobile ist langsam. Es braucht lange zum starten, lange zum Umschalten zwischen Hoch und Querdarstellung. Spontan Bilder mit der Kamera aufnehmen ist unmöglich. Das Einschalten dauerte zum Teil mehrere Minuten. Was mir dadurch schon an Schnappschüssen entgangen ist…
  • Stabilität: Das Telefon stürzt relativ häufig ab. Noch schlimmer ist allerdings, daß sich der Mobilfunkteil immer einmal von selbst ausschaltet, nachdem man das Gerät morgens einschaltet. Immer und immer genau einmal! Das kann nach 5 Minuten oder auch nach 2 Stunden passieren. Der PDA-Teil läuft währenddessen weiter, was dazu führt, daß man das Abschalten auch noch leicht übersieht. Ich bin daher bereits tagelang mit versehentlich ausgeschaltetem Telefon durch die Gegend marschiert.
  • Datensicherheit: Ich habe das eingebaute Excel Mobile genutzt, um ein Fahrtenbuch zu führen (wird vom Finanzamt nicht anerkannt, ich weiß…). Das habe ich gemacht, weil es praktisch ist. Das Smartphone ist immer dabei, man gibt die Daten sofort ein und synchronisiert zu Hause auf den PC. Toll! Blöd bloß, daß nach 4 Monaten plötzlich komplette Arbeitsblätter aus der Excel-Datei verschwunden waren. Jedenfalls, wenn ich sie am Computer geöffnet habe. Durch umständliches Stück-für-Stück Umkopieren am Smartphone konnte ich die Daten dann doch noch retten. Das war knapp!
  • Usability: Microsoft wirbt damit, daß die Bedienung wie vom Computer zu Hause gewohnt ist. Leider ist genau das das Problem. Die Bedienung ist für ein Mobiltelefon zu umständlich. Selbstverständliche Funktionen, wie das Versenden von Kontakten per SMS („Hast Du mal die Nummer von …?“) fehlen. Man merkt, daß die Telefonfunktionen dem PDA nachträglich übergestülpt wurden. Es passt einfach nicht richtig zusammen.

Insgesamt kann ich gegenwärtig von Smartphones mit Windows Mobile nur abraten. Abgesehen von der mangelhaften Qualität der Hardware dieses Modells, sind einfach zu viele wirklich schwerwiegende Fehler und Patzer in der Software vorhanden.

Microsoft ist da einfach auf dem falschen Weg. Smartphones sind keine kleinen PCs. Die Anforderungen sind anders, die Bedienoberfläche muß die Nutzungssituation berücksichtigen: Einhandbedienung, Schnelligkeit und Stabilität sind absolute Grundvoraussetzungen. Windows Mobile 5 erfüllt diese Anforderungen derzeitaus meiner Sicht nicht.

Internet to go (3)

Die Stadt glüht vor Hitze. In der Nacht kann ich nicht schlafen und am Tag nicht konzentriert arbeiten. Da hilft nur eins: Flucht! Petra arbeitet an der Nordsee und hat Platz in der Wohnung. Da ich zur Zeit ’nur‘ an meiner Diplomarbeit sitze und die wesentlichen Quellen zusammen habe, kann ich eigentlich überall arbeiten. Also die Sachen gepackt und ab ans Meer.

Wunderbar! 28 statt 34 Grad und eine leichte Brise von der See. So kann man es aushalten. Jetzt kann ich mich auch wieder konzentrieren. Also den Laptop ausgepackt und schnell mal die E-Mails abgeholt…

Denkste! Was mit dem Apple ganz wunderbar funktioniert, geht mit meinem Sony Vaio SZ1 und dem SonyEricsson K700i überhaupt nicht. Dabei lief das K700i bereits an meinem alten Vaio ZX1 ganz wunderbar. Nach stundenlangem rumprobieren stellte sich heraus, daß der Bluetooth-Stack des Vaio daran schuld ist. Er stellt angeblich eine Verbindung her, aber die funktioniert nicht. Genau dasselbe Problem taucht bei der Synchronisierung der Kontakte und dem Zugriff auf den Telefonspeicher auf. Alles, was nicht vom Original Microsoft Blutooth-Stack unterstützt wird, funktioniert nicht.

Die gleichen Symptome zeigten sich auch mit meinem PDA Qtek 9100 (a.k.a HTC Wizard, dem ich auch noch einen schönen Verriss widmen werde) und dem K610. Daher dürfte der Schuldige eindeutig feststehen. Wie Sony auf die Idee kommt, einem immerhin €2500,- teuren Notebook einen Bluetooth-Stack von Toshiba beizulegen, der schon über 2 Jahre alt ist, und mit dem Rechner überhaupt nicht funktioniert ist mir schleierhaft. Ein Update ist übrigens nicht zu bekommen. 1A Service!

Als Workaround darf ich zwischendurch das K610 von Petra nutzen. Das kann man nämlich per mitgeliefertem USB-Kabel anschließen. Funktioniert toll!

Nur das Bluetooth-Problem: Mal sehen, wie ich das lösen kann. Darum kümmere ich mich aber erst, wenn ich wieder zuhause bin.

Wenn schon kompliziert, dann richtig!

Und nun kommen wir zu etwas völlig Anderem. Eigentlich gehört es gar nicht in dieses Blog – obwohl…

Es ist winzig, es ist mobil (i.S.v. beweglich), es ist zum Teil elektronisch und es macht Spass. Also gehört es vielleicht doch hierher.

Schon seit einiger Zeit hatte ich den Wunsch, ein altes Hobby aus Jugendzeiten wieder aufleben zu lassen: Modellbau. Mit 11 Jahren habe ich zunächst Flugzeugmodelle gebaut. Mein erstes ferngesteuertes Segelflugzeug flog jedoch nur 30 Sekunden. Danach hatten sich wochenlange Arbeit und Taschengeld für 6 Monate in einen Haufen Splitter verwandelt. Ich zog daraus die Konsequenz und habe Automodelle gebaut und gefahren. Immer noch sehr teuer, aber irgendwie machbar.

Vor kurzem habe ich das Thema wiederentdeckt und mich neu eingelesen. Der technische Fortschritt der letzten 25 Jahre ist fasziniert. Neue Materialien, geschrumpfte und leistungsfähige Elektronik, winzige Mechanik und enorm weiterentwickelte Akkutechnik haben völlig neuartige Modelle – insbesondere Flugmodelle – möglich gemacht. Ich habe mir auch schon einige Modelle in Action auf dem Modellflugplatz angesehen und mich mit den Piloten ausgetauscht.

Ich wollte eigentlich eines dieser ultraleichten Indoor-Flugzeuge bauen, die flugfertig weniger als 200 Gramm wiegen. Nach einigem hin- und her habe ich mir dann aber gesagt: „Wenn ich es mir schon kompliziert mache, dann richtig!“

Hubschrauber!

Für diejenigen, die jetzt nichtahnend „na und?“ sagen: Hubschrauber gehören zu den am schwierigsten zu steuernden Modellen überhaupt. Ein normales Flugzeug (Kunstflugmaschinen u.ä. aussen vor) ist selbststabilisierend – genügend Flughöhe und richtige Trimmung vorausgesetzt.

Ein Hubschrauber ist dagegen das genaue Gegenteil: Er benötigt ständige, sensible Korrekturen auf allen vier Steuerkanälen um nicht auszubrechen. Für Anfänger ist das nicht zu schaffen. Ein Crash nach 3-5 Sekundenwäre so gut wie unvermeidlich. Es gibt nun die Möglichkeit, zunächst am Simulator zu üben oder einen Fluglehrer zu engagieren.

Ich habe mich nach einer Beratung samt Vorführung dafür entschieden, die Steuerung zunächst auf einem winzigen Koaxialhubschrauber zu üben, bevor ich mich an „richtige“ Modelle wage. Hier ist meine neueste Errungenschaft:

Graupner Microcopter

Graupner Micro 47G indoor

Diese winzige Mechanik ist faszinierend. Das Modell ist nur 36cm lang und hat einen Rotordurchmesser von 34cm. Meine ersten beiden Akkuladungen habe ich schon im Arbeitszimmer – nun ja – verflogen wäre hoch gestapelt. Die ersten Rutsch- und Schwebversuche liegen hinter mir und es sind noch die ersten Rotorblätter am Modell. Immerhin.

Jetzt benötige ich mehr Platz, damit ich mich auf die umwerfende Höhe von 50cm wagen kann, um dem Bodeneffekt zu entgehen. Ich hoffe, das Glück bleibt mir hold.

Mobile Nutzung: Der unberechenbare Kunde

Mobile Spielzeuge boomen seit Jahren. Insbesondere das Handy hat mittlerweile (statistisch gesehen) jeder Deutsche in der Tasche. In weniger als 15 Jahren von der Markteinführung bis zur 100% Marktdurchdringung. Das ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte von der selbst Optimisten Anfang der 90er Jahre nicht zu träumen wagten. Die Industrie hat mit dem Kunden dennoch ihre liebe Not. Dinge und Dienste erleben entweder einen unglaublichen Boom oder funktionieren gar nicht.

Die Vorhersage scheint dabe enorm schwierig zu sein. Die unglaubliche Erfolgsgeschichte der SMS hat niemand vorausgesagt. Sie ist quasi „aus Versehen“ passiert. Geplante Services wie MMS, WAP, UMTS oder Handyspiele nimmt der Kunde hingegen sehr zögerlich oder gar nicht an.

Woran kann das liegen?

Über 10 Jahre Tätigkeit im Onlinebereich haben auch bei mir einiges an Skepsis bei neuen Angeboten wachsen lassen. Dem liegen durchaus auch eigene Erfahrungen zugrunde.

Mein Ausflug in den Bereich der mobilen Spiele brachte nicht den erhofften Markterfolg. Obwohl ich den führenden europäischen Dienstleister für Mobile Content an meiner Seite hatte, war es nicht möglich, die für das Erreichen des Break-Even notwendige Anzahl von 10.000 Downloads zu erzielen. Es blieb bei enttäuschenden 3.500 Downloads in ganz Europa.

Nun kann dieser einzelne Mißerfolg natürlich mannigfache Ursachen haben: Ein uninteressantes Spiel, ungenügende Handwareunterstützung, keine ausreichende Werbung oder 1000 andere Ursachen. Bei der Lektüre von Fachpublikationen wie z.B. Gamasutra wurde jedoch schnell deutlich, daß sich die komplette Branche verrechnet hatte. Zwar stiegen die Anzahl der verkauften Handyspiele, aber nicht so stark wie erhofft. Die Produktionskosten stiegen wesentlich schneller.

Zudem bevorzugte der Kunde andere Produkte, als es die Branche vorausgesagt hatte. Große Namen von Konsolen- und PC-Spielen auf Handies zu bringen scheint weniger erfolgsversprechend. Gut verkaufte Produkte waren einfache Knobel- und Geschicklichkeitsspiele. Diese Fehleinschätzung hat nach meiner Meinung die selben Ursache, wie der Misserfolg von WAP und ich prophezeie für Mobile-TV ebenfalls einen Flop.

Die Wünche des Kunden nicht zu kennen ist dabei weniger schlimm – er kennt sie ja zunächst selber nicht. Als ich Anfang der 80er Jahre sehr viel Zeit mit Heimcomputern verbracht habe, erntete ich dafür nur Kopfschütteln. „Soviel Zeit mit diesen blöden Kisten zu verbingen – das ist doch sinnlos“. Dasselbe passierte, als ich mir 1993 ein Mobiltelefon zulegte („Blödes Yuppie-Getue“), mit dem Computer Online ging und eine zentrale Wissensdatenbank für Stadt- und Regionalplaner vorschlug („Wozu soll das denn gut sein?“). Heutzutage nutzt fast jeder Computer, Internet und Mobiltelefon.

Der Grund für den Mißerfolg vieler mobiler Angebote liegt nicht darin, die Wünsche des Kunden nicht zu kennen, sondern vielmehr darin, die Natur des Mediums nicht vollständig zu verstehen. Die o.g. Misserfolge beruhen alle auf derselben Fehleinschätzung, daß erfolgreiche Angebote einfach auf das Handy übertragbar sind. Dabei wird völlig übersehen, daß mobile Medien völlig anders genutzt werden, als stationäre.

Nicht nur das Medium selbst unterscheidet sich durch Größe von Bildschirm und Tastatur, sondern vor allem auch Ort, Zeit und Zweck der Nutzung. Diese zuletzt genannten Parameter scheinen den entscheidenden Grund für Erfolg oder Mißerfolg mobiler Angebote darzustellen.

Diese Aspekte mobilen Lebens werde ich in folgenden Artikeln näher beleuchten.

Mit Powerbook und SonyEricsson K610 per UMTS ins Internet

Das Problem ist gelöst. Wenn man erstmal weiß, wie es geht, ist es gar nicht mehr schwer. Bis dahin war allerdings etwas holperig. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Man benötigt zunächst einmal das passende Modem-Script, dann ist der Rest einfach. Dieses gibt es bei Ross Barkmann. Hier die Sammlung „Scripts for Sony Ericsson EDGE and UMTS („3G“) phones“ herunterladen und mit stuffit entpacken.

Die Datei „Sony Ericsson 3G CID3“ muß nach „Macintosh HD/Library/Modem Scripts“ kopiert werden.

Jetzt muß eine Bluetooth-Kopplung zwischen Powerbook und Handy hergestellt werden. Dazu bei beiden Geräten Blutooth aktivieren und die Sichtbarkeit einschalten.
Nach der Kopplung kann die Sichtbarkeit wieder ausgeschaltet werden.

Auf dem Mac rechts oben auf das Bluetooth-Symbol klicken und den Punkt „Bluetooth Gerät konfigurieren“ auswählen.

Der Bluetooth Assisten startet nun und man klickt auf „fortfahren“.

Aus der Liste den Gerätetyp „Mobiltelefon“ auswählen.

Nun sucht der Computer das Handy. Das dauert ein paar Sekunden. Wenn er es gefunden hat, auswählen und auf „fortfahren“ klicken.

Der Mac prüft nun, was er mit dem Handy alles machen kann. Wenn er fertig ist, wieder auf „fortfahren“ klicken.

Nun zeigt der Mac einen kurzen Code in großen Buchstaben an. Das Handy fragt nach diesem Code und man gibt ihn dort ein. Jetzt lernen sich Handy und Mac kennen. Das nennt sich ‚pairing‘.

Der Mac fragt
nun, welche Deinste genutzt werden sollen. Wichtig ist hier „Zugang zum Internet…“ und darunter „Eine direkte, schnelle Verbindung…“ auszuwählen.

Nun muß man einige kurze Angaben machen, damit sich das Modem richtig einwählen kann. Für das K610 und E-Plus sind dies die folgenden Angaben:

Benutzername: eplus
Kennwort: gprs
GPRS-CID-String (oder Telefonnummer): Hier bitte nicht die *99# eingeben, sondern ‚internet.eplus.de‘
Modem Script: Sony Ericsson 3G CID3

„fortfahren“ anklicken. Das war es im Wesentlichen. Jetzt kommt das Feintuning.

Im Apfelmenu wählen wir „Systemeinstellungen“. Dort aktivieren wir das Feld „Netzwerk“ und wählen im Dropdown-Menu „zeigen:“ den Punkt „Bluetooth“.

Reiter „TCP/IP“ wählen und unter „IPv4 konfigurieren“ den Punkt „PPP“ aktivieren. Jetzt die DNS Server eingeben: 212.23.97.2 und 212 23.97.3 angeben.

Reiter „PPP“ und dann „PPP Optionen“ anklicken. Dort die beiden Checkboxen „PPP Echopakete versenden“ und „TCP Headerkomprimierung verwenden“ ausschalten. „OK“ anklicken.

Unten rechts „jetzt aktivieren“ und etwas weiter oben „jetzt wählen“.

Das war es. Viel Spass!

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