tiny little gizmos

Schöner Auftakt

Sonntag Abend sind wir zwar mit über einer Stunde Verspätung in Berlin gestartet, aber dank kräftigem Rückenwind bereits zwei Stunden und fünf Minuten später in Palma gelandet. Das war flink! Der Transfer nach Alcudia ging dann auch problemlos vonstatten, so dass wir auf den Urlaubsbeginn um halb 12 an der Hotelbar anstoßen konnten.

Mallorca Shuttle

Mallorca Shuttle

Das Urlaubsgefühl begann für mich übrigens nach der Landung ausgerechnet auf der Flughafentoilette. Dort empfängt einen sofort diese für warme Länder typische Geruchskombination aus scharfen Reinigungsmitteln und extrem gechlohrtem Wasser.

Das Appartement ist nicht gerade üppig, die Möbel haben ihre besten Zeiten vermutlich in den 80er Jahren gehabt, aber es ist günstig, sauber und alles funktioniert. Einerseits liegt es nur 20m von der Hauptstrasse entfernt, was nicht gerade leise ist, aber dafür weit genug vom nervigen Touristenrummel mit Restaurants, Bars und Animationgedöns und zum wirklich schönen Strand sind es gerade mal 120m.

Morgens auf dem Balkon

Morgens auf dem Balkon

Der Knaller ist aber das Wetter: Beim Abflug in Berlin 12 Grad und hier heute mal entspannte 28 Grad. Also gleich mal Strand und Wasser ausprobiert.

Yeah – Strike!

Wasser, Sonne, Strand

Wasser, Sonne, Strand

Dazu gibt es endlich auch mal wieder ein richtiges Auto; Eines, bei dem man das Dach in den Kofferraum packen kann, wenn es der Sonne im Weg ist. Einen VW EOS mit 2,0 TDI Motor. Perfekt zum Cruising über die Avenidas.

VW EOS im Betriebsmodus

VW EOS im Betriebsmodus

Kultur darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Also haben wir uns gleich mal die Nekropolis in Son Real besichtigt, sind an den römischen Bröseln in Alcudia vorbei und oben auf der alten Stadtmauer halb um die Altstadt herum und zurück mittendurch. Gleich mal südländisches Flair inhalliert.

Nekropolis - Grabkammern

Nekropolis - Grabkammern

Römische Brösel

Römische Brösel

Stadtmauer von Alcudia

Stadtmauer von Alcudia

Altstadt von Alcudia

Altstadt von Alcudia

Für den ersten Tag war das schon mal ein straffes Programm und ’nen leichten Sonnenbrand habe ich auch schon.

Gelesen: Nerd Attack!

Ich habe gestern das Buch Nerd Attack! vom Spiegel Autor Christian Stöcker zu Ende gelesen.

Eines vorneweg: Ich habe mich selber selten so gut getroffen gefühlt. Das ging wohl auch anderen so. Ich bin bei einem anderen Blogger über die Aussage gestolpert, dass er streckenweise das Gefühl hatte, jemand hätte seine eigene Jugend nacherzählt.

Es ist ein Buch, das versucht, die Sichtweisen, Gefühlswelten und Werte der „Generation C64“ zu beschreiben. Falls der geneigte Leser mit dem Begriff „Generation C64“ nichts anfangen kann: Das sind die Heimcomputertypen der 80er Jahre, die heute irgendwas zwischen 35 und 45 Jahre alt sind. Das Buch beschreibt diejenigen, die es heute leid sind, ihr Leben lang wahlweise als verpickelte, vereinsamte, trottelige Teenager, kriminelle Hacker, potentielle Kinderschänder und verrohte Computerspieler dargestellt zu werden, die vermutlich sowieso bald Amok laufen.

Es erklärt, warum eine mittlerweile gesellschaftlich relevante Gruppe, dagegen aufbegehrt, dass von mächtigen Interessengruppen und digitalen Analphabeten (was auf mindesten 90% der Politiker in einflussreichen Positionen zutreffen dürfte) massiv in ihr Leben eingegriffen wird.

Es erklärt, weshalb die Piratenpartei scheinbar aus dem Stand auf 8% Stimmanteil bei Wahlen kommt.

Das Buch könnte zum Verständnis dejenigen jenseits des grossen digitalen Grabens, der unsere Gesellschaft spaltet, beitragen. Leider wird es das vermutlich aus zwei Gründen nicht tun:

  • Erstens werden es vermutlich nur die lesen, die – so wie ich – der beschriebenen Gruppe angehören und sich bestätigt fühlen.
  • Zweitens werden es „die anderen“, selbst wenn sie es lesen, vermutlich trotzdem nicht wirklich verstehen. Sie werden alle Fakten zur Kenntnis nehmen und trotzdem in allen fundamentalen Dingen anderer Meinung bleiben oder sich sogar bestätigt fühlen.

Ein Beispiel: Es ist jemandem, der nie selbst eine Diskettenbox mit 200 Datenträgern voller illegaler Spiele hatte nicht wirklich nahezubringen, wieso man das tut, obwohl es verboten ist und man das auch weiss und trotzdem kein ausgprägtes Unrechtsbewusstsein hat. Weshalb die Gleichsetzung von Urheberrechtsverstössen mit Diebstahl physischer Dinge Unsinn ist. Jeder Teenager damals wusste, dass er 500 raubkopierte Spiele haben konnte und den Spielfirmen trotzdem kein nennenswerter tatsächlicher Schaden entstanden ist. Deshab war es eigentlich auch egal, ob man 20, 100 oder 500 raubkopierte Spiele hatte.

Das wussten übigens auch grosse Softwarehersteller, wie Microsoft und Autodesk. Die sind nämlich unter anderem deshalb Marktführer geworden, weil sie jahrelang bei Privatkopien beide Augen zugedrückt haben. Besser, die eigene Software wird kopiert, als dass die Software der Konkurrenz gekauft wird. Als ihre Software dann endlich von allen benutzt wurde, fing das Gejammer um die angeblich so grossen Schäden an.

Diese Grunderfahrung haben wir seit Jahrzehnten verinnerlicht und stehen deshalb der beständigen Ausdehnung von Copyright und weiteren Immatrialgüterrechten so ablehnend gegenüber. Jemand der diese Erfahrungen nicht hat, sagt einfach nur „Diebstahl ist nunmal strafbar. Was regt Ihr Spinner euch eigentlich so auf?“

Nichtsdestotrotz finde ich das Buch ausgesprochen gut gelungen. Ein treffendes Portait einer Generation. Sehr lesenswert!

Weitere Infos bei Spiegel Online.

*$%&’§! Blitzgrippe

Diese Woche sollte eine kurze Woche werden. Vier Tage arbeiten, insbesondere die neuen Kollegen in die Systeme und betrieblichen Abläufe einweihen und dann eine schönte entspannte Woche Urlaub. Die Woche wurde ungeplant noch kürzer.

Am Mittwoch Abend war ursprünglich ein gemeinsamer Abend mit Kollegen auf dem Oktoberfest geplant. Um 17:00 wollte ich eigentlich noch hin, um 17:30 merkte ich, dass mir an dem Tag vielleicht nicht so wohl ist. Um 18:00 dachte ich, dass mal lieber schnell Feierabend machen sollte und um 19:00 lag ich im Bett mit Kopf- und Gliederschmerzen. Zuvor hatte ich noch zwei Aspirin und hochdosiertes Vitamin C eingeworfen. Mir taten die Augen so weh, dass ich nicht mal lesen konnte. Nachts habe ich so geschwitzt, dass es eigentlich von meinem Bett auf den Teppich hätte tropfen müssen. Wach wurde ich erst am Donnerstag um 12:00 Mittags. Mir war so klapperig und mir taten die Knochen so weh, dass ich drei Sunden zum Aufstehen brauchte. Aber am Abend merkte ich immerhin, dass es schon wieder etwas aufwärts ging. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war nochmals schwitzen angesagt und Freitag war ich immerhin wieder auf den Beinen, wenn auch noch etwas spack.

Heute geht es schon wieder. Scheinbar habe ich instinktiv richtig reagiert: Sofort ins Bett, morgens und abends mit Apsirin, Vitamin C und Zink vollgedröhnt und ansonsten Schwitzen und schlafen.

Ich frage mich nur zwei Dinge:

  1. Was zum Geier war das?
  2. War das jetzt nötig?

Immerhin scheint jetzt dem Urlaub doch nichts entgegenzustehen. Ich habe schon das schöne Geld sinnlos entschwinden sehen, denn für eine Reiserücktrittsversicherung habe ich noch nie einen Cent gezahlt.

 

Internetausdrucker vs. Digital Natives

Ich bin gerade eben erst auf den Tollen Vortrag von Peter Kruse auf der republica 2010 aufmerksam geworden. Er erläutert, weshalb des Diskurs über das Internet in der Gesellschaft so hart und und so unfruchtbar geführt wird. Es ist kein Generationenproblem. Es ist auch nicht das Problem, dass die Generation 45+ das Internet nicht versteht.

Das Problem ist nicht die Erkenntnisebene, sondern die Werteebene.

Diese Sichtweise erklärt übrigens unausgesprochen auch sehr viele andere Dinge, wie Bürgerrechte vs. Terrorhysteriker und so weiter. Absolut sehenswert!

 

Online buchen ist total scheisse!!!

Jetzt schreibe ich meinen für gestern geplanten Schmähartikel doch noch. Es ist einfach un-glaub-lich scheisse, eine Reise online zu buchen. Ich habe jetzt zwei komplette Abende dafür geopfert und letztlich nichts gebucht.

<zynismus>Wahrscheinlich sind meine Ansprüche einfach zu speziell. Die Auswahl ist ja auch extrem eng, wenn man entweder irgendwo auf die Kanaren, oder irgendwo nach Malle möchte, oder ersatzweise eine Städtereise nach Rom oder Venedig in Erwägung zieht.</zynismus>

Ich habe exakt eine Woche Urlaub. Der maximale zeitliche Spielraum sind die beiden Wochenenden davor und danach. Daran ist nun mal nicht zu rütteln. Aber alleine das Kriterium scheint ja schon zuviel zu sein. Ich bekomme ungerührt Angebote präsentiert, die eine halbe Woche später liegen.
HALLO – IRGENDJEMAND ZU HAUSE???

Dazu kommen massenweise Angebote, die nicht verfügbar sind, wenn man sie buchen will. DANN ZEIGT MIR DEN SCHEISS NICHT AN!

Oder man stellt nur eine Anfrage, ob das möglicherweise verfügbar ist.
ICH KANN JA AUCH MAL VERSUCHEN EUCH WAS ZU VERKAUFEN, WAS ICH NUR EVENTUELL HABE, IHR HEIMCHEN.

Oder der Preis ist plötzlich doch €230,- teurer.
LÜG MICH NICHT VORHER AN MIT DEM PREIS.

Oder die Flüge liegen nicht etwa früh oder spät – nein, sie liegen mitten in der Nacht. Und zwar so mittig (4:30!!!), dass man nicht einmal theoretisch schlafen könnte.
ICH WILL MICH ERHOLEN UND NICHT NOCH MEHR SCHLAFMANGEL SAMMELN!

Mir reichts. Mir ist meine Zeit für den Dreck zu schade. Wir machen das jetzt anders: Outsourcing!

Ich werde meine Kriterien echten Menschen im echten Reisebüro nennen und die für mich suchen lassen. Das mag dann etwas mehr kosten, aber ich habe keine Lust, meine kostbare Freizeit, für so einen unausgegorenen Scheiss wie diese Onlineportale zu vergeuden.

Ich mache da auch keinen Unterschied zwischen den Anbietern – weil es de facto keinen gibt. Es greifen sowieso alle auf dieselben Datenbanken zu. Da ist das Label oben Links auch egal.

Autsch! Kurzzeitige PKG

Gerade war ich dabei, einen wirklich ätzenden Schmähartikel über einige E-Commerce Anbieter zu verfassen, als ich kurz vor dem Publizieren gottseidank doch noch mal kurz innehielt und den heutigen Abend rekapitulierte.

Ich habe zwar gerade einen Ärztemarathon hinter mir, der mich aber auch nicht vor dem heutigen abendlichen Anfall von PKG (Partielle Kognitive Dysfunktionalität) bewahrt hat.

Was war passiert?

Ich habe versucht, für meinen heute genehmigten Resturlaub eine nette Reise zu buchen und dafür einige der einschlägigen Internetportale abgeklappert. Es ist mir aber in zwei Stunden nicht gelungen, etwas zu finden, was meinen – in diesem Fall relativ gemässigten – Ansprüchen insbesondere in Hinblick auf Wunschziel und Reisedatum ausreichend nahekommt.

Etliche durchaus vorhandene Unzulänglichkeiten in den Portalen haben mich derart in Rage gebracht, dass ich irgendwann schwerwiegende Fehler sah, wo gar keine waren. Ich sage jetzt mal nicht, was ich falsch verstanden habe – es ist für einen eCommerce Fachmann einfach zu peinlich.

Typisches Layer 8 Problem, wie Netzwerker flachsen würden. Oder auch:

„User error: Please remove user and try again!“

Nun ja, das Gute daran: Ich habe jetzt mal am eigenen Leib verspürt, wie die teilweise haarsträubenden Fehlermeldungen von Nutzern zu Stande kommen. Erst mal tief Luft holen und morgen versuche ich es dann nochmal…

Was für ein schöner Tag

Innerlich schon fast auf Herbst eingestellt, hat mir der heutige unerwartet wunderschöne Spätsommertag der Herz erfreut. Heute morgen hiess es, nix wie raus ins Jrüne.

Gesagt – getan. Die Spritztour führte mich nach Friedrichshagen. Dort entlang am Müggelsse spaziert, auf einem Bootsanleger gesessen, Wasser und Sonne genossen und den lieben Gott ’n guten Mann sein lassen, wie man so zu sagen pflegte.

Turm am Müggelsee

Turm am Müggelsee

Nachmittags gab es dann noch Kaffee und Pflaumenkuchen im Krokodil in Köpenick. Ich liebe diesen versteckten und verträumten Ort, auch wenn ich mich jedesmal auf dem Weg dorthin in den labyrinthischen Einbahnstrassen von Köpenicks Altstadt verfranse.

Krokodil mit Strand

Krokodil mit Strand

Koepenick

Koepenick

Sonne, Wasser, Seele baumeln lassen. Perfekt!

Wählen gehen!

Ich werde mich gleich mal auf die Socken machen – rüber ins Wahllokal.

Man hat in Berlin zwei Stimmen: Eine für die Partei und eine für den Kandidaten. Wie bei der Bundestagswahl. Welche Partei ich wähle war für mich seit einiger Zeit klar, aber beim Kadidaten haderte ich noch etwas. Erstaunlich, dass eine Auflistung der Direktkandidaten für die Wahlkreise nicht so einfach aufzutreiben ist, aber letztlich habe ich dann doch noch diese Kandidaten gefunden:

SPD: Nikolaus Karsten

Grüne: Stefinie Remlinger

Piraten: Pavel Mayer

Irgendwo gab es auch noch weitere Namen gefunden, aber ich denke, dass in diesem Wahlkreis z.B. die CDU auch eher unter „Splitterpartei“ rangiert.

Wenn wir schon mal bei Berliner Besonderheiten sind:

Ich verstehe nicht so ganz, weshalb sich Renate Künast als Bürgermeisterkandidatin hat aufstellen lassen. Auch wenn die Grünen vermutlich ein sehr ansehnliches Ergebnis erzielen werden – dafür wird es dann wohl doch nicht ganz reichen. Abgesehen davon ist sie in der Bundespolitik besser aufgehoben.

Mich hat im Vorfeld der Wahl auch ziemlich gestört, dass die Piraten so hochgejubelt werden. Auch wenn sich stadtbekannte Blogger wie Johnny und der Schockwellenreiter mit für mich nachvollziehbaren Argumenten vorsichtig pro Piraten ausgesprochen haben – die notwendigen Stimmen müssen sie erstmal bekommen. Wir werden sehen.

So, ich gehe jetzt mal los…

Haut das Netz kaputt

So deutlich hat es bis jetzt kaum jemand ausgedrückt: „Zerschlagt das Internet“ hat Zeit vermutlich seinen Artikel zunächst genannt und dann die etwas konstruktiver klingende Schlagzeile „Baut ein neues Internet“ geändert. Das folgere ich jedenfalls aus der Diskrepanz zwischen Schlagzeile und SEO-optimierter URL. Jedenfalls ist das wohl der feuchte Traum unserer strauchelnden „Eliten“.

Wie dem auch sei – etwas Wahres ist schon dran an dem Artikel. Auch ich finde es bedenklich, dass immer mehr und wichtigere Teile unserer Infrastruktur vom Funktionieren des Internets abhängt und damit die Bedrohung durch Cyberkriminelle jeglicher Couleur im realen Leben enorm zunimmt.

Ob am 5. November tatsächlich Facebook platt gemacht wird, wie es einige grosspurige Hacker ankündigen, interessiert mich dabei eigentlich eher wenig. Wenn Ingenieure mit glänzenden Augen erzählen, dass die Steuerelektronik in teuren Autos automatisch per Funk upgedatet werden kann, ohne dass der Wagen in die Werkstatt muss, kann ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln, genau sowie bei Themen wie Gesundheitskarte und RFID-Personalausweis.

Gänzlich am Verstand einiger Beteiligter zweifele ich aber, wenn ich über die Pläne vom Smartgrid lese – also der Stromversorgung der Zukunft, die per Internet gesteuert werden soll. Ohne eine stabile und verlässliche Stromversorgung können wir Deutschland doch gleich zumachen.
Insofern ist dem Artikel zuzustimmen:

„Die wichtigste Infrastruktur unserer Zeit wird zur Gefahr für Wohlstand und Sicherheit.“

Nur – ist das Internet daran Schuld? Oder sind es die „schlampigen“ Digital-Hippies, die seit Ende der 60er Jahre das Internet gebaut haben (immerhin ursprünglich im Auftrag des Pentagon – DARPA um genauer zu sein)? Oder sind es die heutigen Cyberkriminellen? Oder ist nicht streng genommen der alltäglich Missbrauch des Internets die Hauptschuld daran?

Alltäglicher Missbrauch des Internet?

Damit meine ich eigentlich fast alles, wofür wir das Internet heute so benutzen. Das Netz ist einfach nicht für die Steuerung von Industrieanlagen, Banktransaktionen oder Onlineshopping konzipiert worden. Es ist für den denkbar einfachen und offenen Austausch von Informationen gedacht gewesen.

Um mal einen hinkenden Vergleich zu konstruieren:

Vor 40 Jahren wurde das digitale Equivalent zu einem Fahrrad erfunden: Vergleichsweise leicht und elegant, bringt es Menschen zueinander. Und heute beschweren wir uns, dass dieses dumme Fahrrad unsicher ist, wenn wir es mit 280Km/h und drei Tonnen Gepäck auf dem Rücken über Feldwege peitschen wollen.

Wo liegt hier also der Fehler?

Zur Zeit verdiene ich mein Geld mit dem Internet – und dennoch ist mir extrem unwohl, wenn ich an unsere ständig steigende Abhängigkeit denke. Eigentlich wünsche ich mir eine schlichte Holzhütte mit weitestgehender Unabhängigkeit (off-grid, wie es die Amerikaner nennen) – sozusagen als mein persönliches „Back-up“, falls es irgendwann zum Crash kommen sollte.

Das Internet war toll – damals, als wir noch unbefangen damit rumspielten und es nicht allzu ernst genommen haben. Aus dieser Zeit stammt auch die Behauptung „the internet is for porn“.

Eigentlich muss die Forderung nicht heissen das Internet zu ersetzen, sondern alle wichtigen und ernsthaften Anwendungen daraus wieder zu entfernen.

Just my 2ct…

« Vorherige SeiteNächste Seite »