tiny little gizmos

Schöner suchen

Bald ist Ostern und da ist es nur angebracht, wenn ich mich mal wieder mit dem Thema „suchen“ beschäftige. Anlässlich eines neuen Projektes brauchte ich nämlich eine neue Methode, dem Benutzer eine Suchfunktion zu bieten, die sowohl Dateien, als auch Datenbankeinträge verarbeitet. Ein Kollege meinte, ich solle mir doch mal Lucene genauer ansehen. Davon hatte ich zwar schon gehört, bin aber bisher davon ausgegangen, damit nur Textdateien durchsuchen zu können. Außerdem ist das Java, und das wollen wir PHPler ja nicht so gerne…

Haha – falsch!!!

Im Zend-Framework ist eine PHP-Implementation von Lucene enthalten – und sie ist cool! Indexerstellung von Dateien und DB-Einträgen – gerne auch gemischt. Allet janz einfach – Kein Problem.

Ich habe zum Ausprobieren eine kleine, einfache Suchfunktion für mein neues, kommendes Blogsystem geschrieben (da hatte ich eben schon eine größere Textmenge in der DB). Die Aktion hat von ersten Anschauen der Dokumentation, über die Installation des Zend Frameworks bis zur fertigen Funktion gerade mal 3 Stunden gebraucht. Die Hälfte der Zeit hätte ich mir auch schenken können, wenn ich nicht versucht hätte, per PHP Texte aus PDF-Files zum Indiezieren herauszuziehen. Das machen wir am besten weiterhin mit externen Tools, genau wie für Word-Dokumente.

Das Indizieren dauert etwas, wie ich bemerkt habe, aber wichtiger ist die Suchgeschwindigkeit. Der nächste Schritt ist, das ganze mal auf große Datenmengen loszulassen und mit der Eieruhr daneben zu sitzen.

Forever young!

Heute morgen vor dem Spiegel:
„So wie ich aussehe, sollte ich mich bei RTL bewerben – Deutschland sucht den Superpickel!“

Attacke!

Es scheint die Woche der Angriffe auf meine persönliche IT zu sein. Am Dienstag hat jemand im Zug(!) versucht, mir per Bluetooth Software auf mein Handy zu schieben. Wirklich bemerkenswert! Insbesondere, weil es sich um passende Software gehandelt hat.

Gestern habe ich dann auf meinem alten Sony Vaio Z1 einen Trojaner entdeckt. Immerhin hat er 4 Jahre durchgehalten. Trotzdem nervig. Jetzt darf ich das ganze System neu aufsetzen. Gerade läuft die Recovery CD durch und schaufelt neben Windows XP 10 Tonnen unnützer Softwaremüll auf der Platte. Danach darf ich massig sinnlose Windows-Grundeinstellungen ändern und stundenlang Software, die für mich wichtig ist installieren.

NERV!

So kann man auch sein Wochenende verschwenden. Immerhin habe ich danach wieder ein sauberes System. Ist ja auch was.

Online Communities

Der Spiegel titelt „Was Netz-Nutzer wirklich wollen“ und berichtet davon, daß die meisten Online Communities an den Bedürfnissen ihrer Nutzer vorbei entwickelt werden.

Die Erkenntnisse, die in dem Artikel beschrieben werden, sind nicht neu. Daß in Online Communities überwiegend Kontakte gepflegt werden, die auch im RL (Real Life) bereits existieren, haben bereits diverse andere Studien herausgefunden, die ich auch bereits damals (isses wirklich schon 1 1/2 Jahre her?) in meiner Diplomarbeit zitiert habe. Wenn jeder ohne Problem mit Millionen anderer Menschen Kontakt aufnehmen kann, wird es eben immer wichtiger, sich abzuschotten.

Daß sich Facebook geöffnet hat und die ganzen coolen und sinnlosen Features von Drittfirmen entwickeln läßt ist da kein Widerspruch. Sie konzentrieren sich auf den Kern und können sich mit dem modischen Schnickschnack schmücken, ohne selber dafür Geld in die Hand nehmen zu müssen. Jedes Gadget wird ein paarmal angespielt und dann gegen das nächste ausgetauscht. Facebook sieht so cool aus, geht kein finanzielles Risiko ein und hält die User so ein paar Minuten länger online. Clever.

Aber mal abgesehen von Zeug für 15-jährige – Ein kurzer Check des eigenen Online-Lebens: XING, LinkedIn, selbst mein Blog und Flickr. Alles nur scheinoffen. Im Prinzip geht es darum, mit den eigenen Frenden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Und sein es nur, daß man ein neues Foto aus Australien sieht, mal eben feststellt, daß eine Freundin die man länger nicht mehr gesprochen hat jetzt einen neuen Job hat, oder man nicht 150 Telefonnummern selber pflegen muss.

Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, daß eine meiner wichtigeren Online Communities im Prinzip nur aus einer geschlossenen Mailingliste besteht? Extrem uncool, aber funktioniert seit Jahren bestens ;-)

Elektropest – schon wieder!

Die Elektropest verfolgt mich in meinem Haushalt. Diesmal hat es meine Espressomaschine erwischt. Ich hatte mich vor ca. zwei Jahren über Vollautomaten erkundigt. Von durchaus kompetenter Seite wurde mir versichert, daß Maschinen von Jura – ordentliche Pflege vorausgesetzt – zu den robusten und langlebigen gehören. Nach eineinhalb Jahren mit einer Jura Impressa E70 kann ich das nicht bestätigen. Die Bedienelemente waren von Anfang an wackelig und führten ein gewisses Eigenleben. Vor 4 Monaten ging das Mahlwerk kaputt. Pech gehabt – da waren wohl ein, zwei Steinchen im Kaffee. Garantie wurde abgelehnt. Das machte €165,- Reparaturkosten – puhhh…

Diese Woche ging nun der Thermoblock, bzw die Pumpe kaputt. Was denn nun – soll das jetzt so weitergehen? Zwei fette Reparaturen in nun 1 1/2 Jahren? Kann ja sein, daß ich ein Montagsmodell erwischt habe, aber ich bin jedenfalls geheilt.

Back to the Roots

Habe mir also wieder eine Siebträgermaschine gekauft. Man saut zwar ein bischen mehr in der Küche rum, aber dafür gibt es auch nicht soviel, was kaputt gehen kann. Eine Pumpe, eine Heizung, eine Dampfdüse und 4 Schalter. Fertig.

Ist übrigens gar nicht mal so einfach, eine vernünftige Maschine zu bekommen. Entweder sind es Vollautomaten oder diese Tabs-Müllmaschinen (Nespresso, Tassimo und wie das Zeug so heisst) oder es sind billige Siebträgermaschinen für €100,-. Die sind in der Regel auch Schrott. Ich habe mich nach einigem hin- und her für eine Saeco Aroma entschieden. Macht einen robusten Eindruck, ist klein und chic und liegt preislich in der Mittelklasse. €540,- für eine Gaggia waren mir dann doch zuviel.

Saeco Aroma Espressomaschine

Saeco Aroma Espressomaschine

Mein Eindruck nach ein paar Tagen:

+ sehr leckerer Kaffee
+ Maschine ist schnell einsatzbereit
+ relativ leise
+ klein und chic
+ Pfiffiger Siebträger. Man muß den Kaffee nicht stopfen, weil durch ein Ventil immer genug Druck aufgebaut wird.

– Man kann nur sehr(!) kleine Tassen verwenden
– Scharfe Kanten
– billig wirkende Plastikknöpfe passen nicht so ganz
– Edelstahl muß man putzen – sonst sieht es schnell keimig aus

Ich bin jedenfalls erstmal ganz zufrieden.

Möchte jemand meine Jura haben? Ich würde sie auch nochmal zur Reparatur bringen. Leckeren Espresso hat sie ja gemacht…

Qualitätsjournalismus

Heute: Spiegel Online. Mich hat die folgende Überschrift in meinem RSS-Reader irritiert:

Venezuela warnt Nestlé & Co vor Enteignung

Das ist natürlich Unsinn, weil Nestlé niemanden enteignen kann. Der korrekte Satz steht dann auch im Leadtext: „Kurzerhand droht er [Präsident Chàvez] Nestlé & Co deshalb mit Enteignung.“

Junge, Junge. Einfach noch mal eben Korrekturlesen, bevor man im CMS auf „publish“ klickt muß doch drin sein. Von der im Durchschnitt leider ziemlich dürftigen inhaltlichen Qualität des Spiegels will ich hier mal gar nicht erst anfangen. Bin gespannt, ob der Rauswurf Weggang von Aust eine Wende zu mehr Relevanz und sauberem Journalismus bewirkt.

Luftraumüberwachung

Habe gerade von einem ehemaligen Kollegen, mit dem ich damals in Zürich gearbeitet habe, einen interessanten Link zugeschickt bekommen.

http://radar.zhaw.ch/radar.html

Ein Mashup auf Basis von Google Maps, das die Flugbewegungen um den Fluhafen Zürich in Echtzeit aufzeigt. Inklusive Detailansich zu jedem Flugzeug (Typ, Fluggesellschaft, Geschwindigkeit, Höhe, Foto, etc…)

Heute: Kunst

Heute in der Villa Oppenheim gesehen: Eberhard Blum, „Choice & Chance“ – Graphitbilder.

Sehr schöne klassische, Grafik – kalligrafisch. Hat sowas 20er Jahre mäßiges.

Villa Oppenheim bei Sonnenschein

Villa Oppenheim bei Sonnenschein

April 2008 – heute schon bei uns!

Der April wurde diese Jahr offensichtlich um zwei Monate vorverlegt. Das hat uns heute zu einer schönen Partie Golf verholfen. Morgens war es zwar noch hin- und wieder bedeckt und etwas nieselig, aber im Laufe des Vormittags kam immer häufiger die Sonne durch. Und anstelle der befürchteten Slapstick-Runde kamen bei mir immerhin 17 Stableford-Punkte zusammen (auf einer 9-Loch Runde).

Spass in Prenden

Spass in Prenden

Nochmal: sogenanntes „geistiges Eigentum“

Wie ich bereits in einem früheren Artikel dargelegt habe, kann es m.E. so etwas wie „geistiges Eigentum“ nicht geben. In den Kommentaren zum Artikel „Bayern will Chefermittler zum internationalen Schutz geistigen Eigentums“ bei Heise online fand ich einen interessanten Eintrag. In diesem wurde die Ansicht vertreten, daß die unzähligen Vorstöße, das Regimes zur Durchsetzung „geistiger Eigentumsrechte“ auf internationaler Ebene eigentlich nur Rückzugsgefechte sind – ein Eingeständnis der eigenen Schwäche. Die Argumentation in dem Beitrag:

Unsere Industrie ist nicht in der Lage, ihren Produktivitätsvorteil gegen Wettbewerber, die unter primitivsten Umständen produzieren, auszuspielen. Die Erfindungshöhe von Patenten ist zu gering, um ein sofortiges Kopieren unter den genannten Umständen zu verhindern.

Die Vorstöße kommen ja – wie der ganze Begriff „geistiges Eigentum“ (intellectual property) – vor allem aus den USA. Einem Land also, dessen Industrie kaum noch konkurrenzfähige Hardware exportieren kann. Wie lange werden aufstrebende Nationen, wie China und Indien diesen Druck entgegen ihren eigenen Interessen noch tolerieren? Warum tun sie es jetzt, obwohl es schon nennenswerten Widerstand gibt?

Vielleicht um es sich nicht mit den USA zu verscherzen? Möglicherweise um den Dollar zu stützen, damit man selber weiter exportieren kann? Der Dollar hat ja kaum noch eigene Substanz. Die USA werden immer mehr von anderen Volkswirtschaften ausgehalten. Vielleicht um irgendwann die USA wirtschaftlich unter Druck setzen zu können?

Und was ist mit uns? Deutschland? Europa? werden wir dem amerikanischen Weg folgen? Eigentlich entspricht das nicht unseren eigenen Interessen. Wir sollten uns dem Wettbewerb stellen und uns auf unsere Stärken besinnen. Die Aufklärung in Europa konnte nur durch den Austausch von Wissen an Fahrt gewinnen. Wer diesen behindert, verspielt die eigene Zukunft.

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