Day one
News in brief:
- Breakfast
- Discussed first ideas
- Heard about experiences in the US
- Collected Rental Car
- Moved from Oakland to Motel in San Francisco
- Short walk down to fishermans wharft
- Updated the blog
- Still tired. Went to bed early
News in brief:
Dienstag Nachmittag in San Francisco angekommen. Der Flug war ruhig, bis auf das überzuckerte Kind in der Nachbarreihe. Die Horrorstories, was Fluggäste alles für Prozeduren über sich ergehen lassen müssen, kann ich nicht bestätigen. Man muß das Gepäck gemäß der neuen Vorschriften packen und den Laptop extra durchleuchten lassen, und das war es schon. Die Border Control war auch harmlos. Fingerabdruck und Foto – naja, das finde ich immer noch nicht gut, aber dafür war die Behandlung extrem freundlich.
Das Wetter zeigte sich auch von der freundlichen Seite. Bei der Ankunft Sonnenschein und 18 Grad. Claudi und Marco haben uns abgeholt und wir sind dann gleich rüber nach Oakland, Gepäck ablegen und einen kleinen Spaziergang am Lake Merrit gemacht.
Endlich etwas Bewegung!
Abends noch ein bischen wach gehalten und um halb 9 ins Bett gefallen. 13 Stunden Flug und 9 Stunden Zeitunterschied schlauchen schon ziemlich.
Übermorgen früh geht es los. Zeit, sich Gedanken über das Gepäck zu machen.
Die Wetterprognosen für San Francisco überzeugen mich noch nicht so richtig. Ich kann da keinen Unterschied zu Berlin erkennen. Als Urlaub wäre das eher rausgeworfenes Geld.
Immerhin konnte ich auf der Website von Britisch Airways schon mal das Filmangebot checken. Mir gruselt es schon etwas vor den 11 Stunden Non-stop (plus 2 Stunden Zubringer nach London). Hoffentlich reicht ein Tag, um wieder ‚in sync‘ zu sein. Und hoffentlich sind die Kontrollen nicht ganz so nervig, wie ich befürchte.
Da ich in der nächsten Woche verreise, stellt sich auch für mich das Problem, das fast alle modernen Nomaden haben: Wohin mit all den kleinen und nicht so kleinen elektronischen Gadgets, die man so mitnehmen möchte?
Auch wenn es Werbung ist – hier ist ein Lösungsvorschlag, der mir recht gut gefällt:
In den letzeten Tagen bin ich gleich mehrfach darauf angesprochen worden, warum man meine Artikel nicht kommentieren kann. Die Antwort lautet:
Spamangriffe
Seite einiger Zeit versuchen immer mehr Spambots, die Kommentare und Trackbacks mit Müll zu fluten. Insbesondere die „beliebte“ Werbung für Hardcore Pornoseiten und „
\/ I /\ G R /\.
Ich hatte bereits Spamattacken, bei denen im Sekundentakt Kommentare reinkamen, während ich gerade in der Stadt unterwegs war (ich bekomme die Benachrichtigungen aufs Handy). Selbst jetzt, wo die Funktionen abgeschaltet sind, ist die Kommentarfunktion das am häufigsten aufgerufene Skript, wie ich gerade an den Zugriffsstatistiken ablesen konnte
Erstens habe ich keine besondere Lust, sowas auf meiner Homepage zu sehen, zweitens: Wenn man das nicht sofort unterbindet, schiessen sich die Spammer in Sekundenschnelle auf die Site ein. Spätestens nach einem Tag ist dann alles Komplett zugemüllt. Drittens ist das nicht nur ausgesprochen lästig, sondern ggf. auch noch strafrechtlich relevant. Wenn von meiner Seite aus illegale Angebote verlinkt werden und ich nichts dagegen unternehme, hafte ich als Betreiber auch noch für diesen Müll.
So sehr ich mich über Euer Feedback freuen würde – es geht einfach nicht.
Sorry!
Nachtrag :
Unter diesem Problem haben offensichtlich immer mehr Blogger zu leiden, wie dieser Artikel in der Computerwoche deutlich macht.
Frisch aus der Mittagspause zurück. Nachtisch und Kaffee draussen in der Sonne genossen – wie fast alle anderen auch.
Wenn das Wetter gut wird, bekommt Berlin so einen angenehmen, beinahe mediterranen Touch. Die Cafes öffnen ihre großen Fenster und stellen die Stühle raus. Da sitzen die Leute dann entspannt beim Plausch, die Sonnenbrille auf der Nase oder im Haar und alles ist irgendwie leicht…
In solchen Augenblicken liebe ich die Stadt und merke, daß ich genau am richtigen Fleck lebe.
Am letzten Wochenende habe ich mit mehreren geschätzten ehemaligen Kollegen Diskussionen zum Thema Mobile Community. Einer der interessanten Punkte bei diesem Thema ist, daß mobile Communities auf die Situation (physisches und soziales Umfeld) während der Nutzung eingehen sollten. Einer der Kernpunkte hierbei war die Frage, wie die Ortsinformation in das System kommt. Die bisherige – mittlerweile schon traditionelle – Antwort ist: per automatischer Ortung. Also entweder durch FunkzellenID und/oder Laufzeitmessung der Funksignale in Mobilfunknetzwerken oder per GPS.
Sowohl M. als auch N. vertraten die Auffassung, daß die Ortung automatisch passieren muß, weil ihnen eine kurze Benachrichtigung an das System (besser: an die Community) zu umständlich sei. Dazu wäre ein kleines Java-Programm auf dem Handy notwendig.
Ich nehm diese Ansicht zur Kenntnis, erlaube mir allerdings eine andere Meinung zu haben. Die Gründe liegen sowohl in momentanen technischen Restriktionen begründet, aber noch wichtiger sind mir die sozialen Aspekte.
Technische Restriktionen:
Nun zu den sozialen Aspekten:
Ich gebe zu, daß social tagging technisch weniger cool ist, aber ich glaube, daß es besser funktioniert. Bereits in meiner Diplomarbeit habe ich die obige Argumentation vertreten. Nun ist es an der Zeit für einen Reality-Check.
Hierfür entwickele ich gerade eine entsprechende Software für Web und Handy. Der Badge auf der rechten Seite des Blogs zeigt bereits meine aktuellen Daten an. Wenn ich Situationsinformation angegeben habe, wird angezeigt von wann bis wann ich wo bin, wie ich mich fühle und ggf. noch einen kleine Zusatzinformation. Meine Profilinformation ist hingegen immer sichtbar.
Bis zur Abreise nach Kalifornien hoffe ich, noch die Kontaktliste und Einladungsfunktion fertigstellen zu können. (Nur noch zwei Wochen – das wird knapp für eine Feierabendsoftware.)
Wer Interesse hat, das System dann auszuprobieren, schreibe mir bitte eine Mail.
Ich habe eben im Freitagsabendfreudentaumel aus Versehen eine Spammail geöffnet. Habe mich schiefgelacht.
Das machte meinen Tag.
Sieger fuer Sieger! Das ist was wir bringen unseren Lesern!
Was passiert wenn kleine Firmen kriegen aktuelle Nachrichten und deswegen riesiege
PR Aktion haben? Das geht los![…]
Nur nicht verpassen! Diese kleine Firmen wirklich wachsen beim Kriegen Nachrichten
und glauben Sie uns die kommen dafuer dieser Freitag!
Na dann laßt uns mal alle losgehen – und wie!
;-)
Ich wollte ja schon lange mal etwas über Second Life schreiben. Eigentlich müsste Second Life ja Metaversum heissen. Das Metaversum spielte im Roman „Snow Crash“, den Neil Stephenson 1992 schrieb, eine zentrale Rolle. Es ist ein virtuelles Paralleluniversum, in das man sich mit Datenbrille einklinkt, in dem man sich treffen und an dem man selber mitbauen kann. Das Metaversum ist kein Spiel, sondern an sich völlig zweckfrei. Der Roman bezieht seine Spannung durch die Überschneidungen der virtuellen mit der realen Welt, wobei aber die reale Welt in dem Roman noch schräger, hysterischer und übergeschnappter, als die synthetische erschien.
Im letzten Jahr wurde ich durch das sehr gute online-Spielemagazin the escapist auf Second Life aufmerksam.
„Cool, das ist ja genau das, was Stephenson beschrieben hat“ dachte ich. Na gut, noch ohne Datenbrille, aber immerhin sind keine 15 Jahre seit dem Roman vergangen.
Interessant ist, daß es die Entwickler Linden Labs nicht nur den Erwerb von virtuellem Geld mit richtigen Dollars vorsah, sondern auch den umgekehrten Weg – Auszahlungen von richtigem Geld. Ich glaube, genau das ist ein mächtig dicker Fehler gewesen. Ein kurzer Artikel in der Titanic bringt die Situation ziemlich gut auf den Punkt.
Alle wollen in Second Life etwas machen – jedenfalls alle, die einem im First Life schon die Laune versauen. Alle möglichen Firmen eröffnen Shops oder halten Konferenzen ab, es gibt Immobilienmakler und so weiter und so fort. Ansonsten stolpern alle durch die Gegend, starren Wände an oder fliegen durch die Luft.
* GÄHN *
Ich habe es ausprobiert, was 4 Stunden online und habe die Software wieder gelöscht. Es ist dort einfach zu öde und irgendwie glaube ich auch nicht, daß sich das ändern wird. Eine sehr coole Technikdemo, mehr sehe ich darin momentan für mich selbst jedoch nicht. Diese Zahlen scheinen meinen Eindruck zu bestätigen.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß es natürlich auch andere Meinungen dazu gibt.
Alle reden jetzt plötzlich wieder vom Klimaschutz. Dann will ich mich auch mal outen:
Ich bin für ein Tempolimit auf Deutschen Autobahnen!
Das wird sicherlich viele Leute irritieren, die wissen, wie ich Auto fahre – normalerweise nämlich ausgesprochen hurtig. Wieso also pro Tempolimit? Was stört mich an schneller Fahrt?
Den letzeten Punkt möchte ich kurz erläutern. Als ich mein jetziges Auto bestellt habe, habe ich einen vergleichsweise kräftigen Motor gewählt. 100 PS sind für einen Kleinwagen recht viel. Weniger hätten es durchaus getan – außer auf der Autobahn. Man ist dort (insbesondere auf des A2) recht häufig gezwungen, sehr schnell zu fahren um im Verkehr mitfließen zu können. Wenn man das nicht tut, kommt man kaum noch in Lücken. Es gibt häufig nur 2 mögliche Geschwindigkeitsbereiche: bis 90 Km/h, eingeklemmt zwischen LKW oder oberhalb von 160Km/h auf der linken Spur.
Mir kocht leicht das Blut. Wenn ich einige Zeit in solchem Verkehr unterwegs bin, fühle ich mich, als wäre ich im Krieg: Ich werde aggressiv, möchte am liebsten um mich schiessen und ich HASSE es. In meinen Augen ist der Verzicht auf ein generelles Tempolimit ungefähr genauso zivilisiert, wie bewaffnet durch die Gegend zu laufen. Wir Deutschen sind ja gerne so überheblich gegenüber den Amerikanern. „Der Ami“ trägt Waffen, fährt Lastwagen statt Autos, Wilder Westen, schlechtes Essen und Kultur ist sowieso Fehlanzeige. Cowboys halt. Hahaha, da stehen wir ja weit drüber…
Ich erinnere mich aber sehr gerne an meine USA-Reise vor fünf Jahren. 2 Wochen Kalifornien, über 2000 km auf Landstrassen und Highways unterwegs. Sehr einfache Verkehrsregeln, extrem entspanntes fahren, sehr geringer Benzinverbrauch und man kommt schneller an Ziel – weil es kaum Staus gibt, wenn alle gleichmäßig mit ca. 65 Meilen dahingleiten.
Ich habe es genossen und hatte kein einziges Mal ein Problem mich an das Limit zu halten!
Als ich damals nach der Reise wieder in Deutschland Auto fuhr ist mir richtig klar geworden, daß WIR die ungehobelten und unzivilisierten Wilden sind – zumindest was den Verkehr angeht. Ein Tempolimit schränkt meine persönliche Freiheit in keinster Weise ein – obwohl ich selber gerne schnell fahre!
Es gibt aber noch einen Punkt: Ich würde gerne auch in 25 Jahren noch Auto fahren können. Das wird aber vermutlich nur gehen, wenn die Autos bis dahin anders geworden sind. Ich meine WIRKLICH ANDERS!
Es geht hier nicht um 20% weniger Benzinverbrauch und Euro 9 Abgasnorm. Das ist alles Kokolores. Ich rede von Autos, die (in welcher Form auch immer) völlig mit regenerativen Energien angetrieben werden. Sie werden extrem leicht und sparsam sein müssen, intelligent und pfiffig.
Das passt mit unserem heutigen Verkehrsverhalten nicht zusammen. Die deutschen Automobilhersteller haben sich in eine sehr profitable Nische zurückgezogen. Das ist toll für das Bruttosozialprodukt – heute. Es ist aber auch klar, daß es sich um eine Sackgasse handelt. In 15 Jahren wird man keine Rennpanzer mehr verkaufen können. Und was machen BMW, Porsche, Mercedes und Audi dann?
Vielleicht kommt der Umschwung auch schon viel schneller. Die ganze Situation erinnert mich sehr an die amerikanische Autoindustrie in den 70ern. Sehr coole, sehr starke Autos und fette Gewinne – bis zur Ölkrise ’73. Danach ging es im Rekordtempo bergab. Wenn die Deutsche Autoindustrie überleben will, muss sie umdenken – und zwar sehr schnell. Und das sollte durch die politischen Rahmensetzung forciert werden.
„Weiter so“ geht einfach nicht mehr.