Heute morgen habe ich bei Spiegel online aki-aki gefunden. Es ist ein weiteres berliner start-up zum Thema mobile community. Die Gründer haben Gesellschafts- und Kommunikationsdesign an der Universität der Künste studiert.
Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber der Ansatz scheint ähnlich wie bei Qiro zu sein, die ja auch in Berlin ansässig sind. Offensichtlich muß man sich hier ebenfalls ein Javaprogramm auf dem Handy installieren. Ein Vergleich zwischen beiden Lösungen wäre interessant. Ebenfalls spannend zu beobachten, wie Plazes (die ja ebenfalls in Berlin sitzen) auf diese Herausforderngen reagieren wird.
Überhaupt verfestigt sich bei mir der Eindruck, daß sich Berlin zu einem Hotspot in Sachen Geomapping/Web/Mobile entwickelt. Das Thema meiner Diplomarbeit scheint hier wirklich gerade angesagt zu sein. Interessante Entwicklung.
Ich bin ein Fan von serverbasierten Anwendungen. Die Vorteile basieren im Wesentlichen darauf, daß die Software nur einmal auf dem Server, anstatt einzeln auf jedem Arbeitsplatz installiert wird.
- Die zentrale Datenhaltung vereinfacht sinnvolle Backuplösungen.
Niemand speichert mehr 100 Zwischnversionen auf der lokalen Festplatte.
- Kollaboratives Arbeiten wird (potentiell) einfacher.
- Versionsverwaltung wird vereinfacht.
Es wird jederzeit der aktuelle Bearbeitungsstand deutlich und es kann nachvollzogen werden, wer wann welche Änderung am Dokument durchgeführt hat.
- Installation und Wartung werden vereinfacht.
Es muß nur noch ein Rechner, anstelle dutzender gepflegt werden.
- Die Lizenzproblematik wird entschärft.
Niemand hat mehr ‚aus Versehen‘ eine unlizensierte Software auf dem Arbeitsplatz
- Die Ausstattung des Arbeitsplatzrechners wird unwichtig(er).
Ein moderner Browser und Java sollten reichen. Welches Betriebssystem läuft, ist egal.
Im Idealfall, wenn alle Anwendungen serverbasiert sind, müssen die Arbeitsplätze nicht mehr mit richtigen PC ausgestattet werden. Es genügen sogenannte Thin-Clients, z.B. von Igel oder Hewlett Packard. Diese Maschinen laufen mit einem reduzierten Betriebssystem (z.B. Linux oder Windows CE), ohne Festplatte und sonstigen Laufwerke und werden zentral administriert. Die Vorteile:
- Klein und Geräuschlos
- Sehr geringer Stromverbrauch
- Geringe Anschaffungskosten
- Extrem geringe Wartungskosten
- Höhere Sicherheit vor Computerviren
Es gibt natürlich auch einige Nachteile:
- Geringe Rechenleistung
- Viele Anwendungen existieren nicht in einer serverbasierten Variante (z.B. CAD, Videobearbeitung)
- Widerstand bei den Angestellten. Sie wollen einen ‚richtigen‘ PC, weil sie das so kennen
Mein Zwischenfazit: Serverbasierten Anwendungen gehört in mittleren und größeren Organisationen die Zukunft.
- Sie sparen Geld
- Sie vereinfachen die Wartung
- Sie erhöhen die Sicherheit
Wie immer gilt: Ich bin gespannt auf Eure Meinungen und ggf. sogar Erfahrungen.
In letzter Zeit scheint sich ein Trend zu entwickeln, der bereits Ende der 90er Jahre gepusht wurde:
Webbasierte Software
Ich meine nicht irgendwelche dynamischen Websites, wie z.B. Webmailer, die letzten Endes doch nur eine relativ beschränkte Bedienoberfläche haben. Ich meine richtige Software. Zum Beispiel ist mit fluxiom ein Digital Asset Management System verfügbar, das in der Page recht freundlich besprochen wurde.
Es sind sowohl gut durchdachte einfachere Anwendungen, wie z.B. Basecamp, als auch ausgewachsene Pakete, wie Office im Angebot. Eine recht überzeugendes Produkt scheint mir das Online Officepaket von Thinkfree zu sein. Alles Wichtige scheint vorhanden und läuft im Browser.

Thinkfree Office - man kann schreiben...

... und rechnen ...

...und präsentieren geht auch.
Alles im Browser, auf Windows, Apple und Linux lauffähig. Wie es sein soll. Manche Anbieter haben das Prinzip allerdings noch nicht so ganz verstanden, wie man hier sehen kann:

MS Office Online - Falscher Browser, nichts geht
Was mich an der iPhone-Demo von Steve Jobs fasziniert hat, war das Userinterface. Was mich daran irritiert hat, war der spruch „…and we patented it…“. Dazu müsste Apple diese Technik erfunden haben. Haben sie aber nicht. Wer das glaubt, glaubt auch, daß Apple (…oder gar Microsoft – *HAHAHA*) die Maus erfunden hat.
Es gibt bereits seit einiger Zeit Versuche mit Gestenerkennung per multi-touch. Wie weit man damit gehen kann, wird bei dieser neuen Demo deutlich:
[ Das verlinkte Video wurde zwischenzeitlich gelöscht ]
Wann gibt es solche Systeme für uns User?
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 27 Februar 2007 |
Unterwegs
So ist’s recht – jeder gesellschaftlichen Guppierung eine eigene Community:
http://pennervz.de/
Besonders gut finde ich „Ökologisches Wohnen – mein Haus ist aus Altpapier“.
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 27 Februar 2007 |
Misc
Gestern habe ich vom Tod einer ehemaligen Kollegin erfahren.
Ich bin bestürzt und traurig.
Nun ist der Herr Obermann seit einiger Zeit Oberchef bei der Telekom und so mancher fragt sich, wie der Rückgang der Kundenzahlen bei T-Com gestoppt werden kann. Meine Meinung:
Gar nicht – die Festnetztelefonie ist tot!
Wie komme ich zu solch einer Aussage? Einerseits durch Beobachtungen im eigenen Bekanntenkreis und zweitens durch einige Analysen, die ich im Rahmen meiner Diplomarbeit gelesen habe. Dort wird – wenig überraschend – festgestellt, worin der wesentliche Unterschied zwischen Festnetztelefonen und Handies liegt:
Festnetztelefone sind ortsgebunden, Handies sind personengebunden.
Man möchte in der Regel keinen Ort, sondern einen bestimmten Menschen sprechen. Daher ruft man lieber gleich auf dem Handy an. Dieser Trend wird durch die zunehmende gesellschaftliche Asynchronität begünstigt. In der Industriegesellschaft, die sich durch hohe Synchronität auszeichnete, lies sich der Ort, an dem sich eine Person aufhält, relativ einfach prognostizieren. In der heutigen, nachindustriellen Gesellschaft wird dies zunehmend schwieriger.
Ich kenne bereits recht viele (jugendlich aktive) Menschen, die kein Festnetztelefon mehr haben wollen, weil sie es ohnehin kaum noch nutzen. Sie sehen in ihm keinen ausreichenden Mehrwert. Der einzige Grund, es noch nicht abzuschaffen ist die Zwangskopplung mit dem DSL-Internetzugang. Gewinn läßt sich so nicht mehr erzielen.
Das gilt zumindest im privaten Bereich. Anders kann dies im Bereich der Geschäftskunden aussehen. Hier ruft man in der Regel eine unbestimmte Person mit einer genau definierten Position an, die dann auch meist verortet ist. Hier kann das Festnetztelefon auch weiterhin punkten.
Daher halte ich die folgende Strategie für sinnvoll:
- Festnetztelefonie nur noch im Geschäfts- und Behördenbereich weiterentwickeln.
- Investitionen in Kabel zu Privatkunden durch Konzentration auf Internetzugang sichern
- Attraktive DSL/Mobiltelefonbundles auf den Markt bringen.
Anregungen, Anmerkungen, Kritik?
Freitag abend habe ich meine Diplomnote bekommen. Das breite Grinsen habe ich den ganzen abend nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.
Samstag war es recht frisch, aber sonnig. Genau das Richtige für eine feine Runde Golf. So konnte ich auch gleich mal Muttis Videokamera ausprobieren. Den Schnitt habe ich abends noch gemacht, aber keine Lust mehr auf Nachvertonung gehabt. Deshalb rauscht es nur – es war ziemlich windig.
Puuh, nach dem Aufstehen sehe ich ja noch extrem verknittert aus…
Dirk Ollmetzer | Freitag, 16 Februar 2007 |
Misc
Ich fordere: Einen qualvollen, langsamen Tod für alle Scheiss-Spammer auf dieser Welt.
Da richte ich mir meinen E-Mailacoount auf dem Handy so ein, daß (fast) kein Mail-Spam mehr durchkommt, und dann ersaufe ich in Hinweismails von meinem Blog, daß heute in mehreren Wellen versucht wurde, die Kommentar und Trackbackfunktion zu kapern. Einfach nur noch zum Kotzen!
Frage: Warum gibt es soviel SPAM?
Antwort: Weil es sich lohnt. Wer es nicht glaubt, lese diesen Artikel.
Nachdem sich mein mobiles Büro bei seinen ersten Einsätzen erfolgreich geschlagen hat, wollte ich natürlich auch meine Mails auf dem Gerät empfangen und senden.
Bloß wie?
Das Problem: Mails die ich mit dem Handy abgerufen habe, sollen auch weiterhin auf meinem Computer zu finden sein. Nun könnte ich zwar auf dem Handy einstellen, daß die Mails auf dem Server bleiben, aber elegant ist das nicht. Zudem gibt es noch eine viel größere Herausforderung:
Mindestens 100 Spammails am Tag.
Auf dem Server ist kein Spamfilter installiert. Das macht normalerweise sehr zuverlässig Thunderbird auf dem PC. Per DSL ist es auch kein Problem, den ganzen Müll zunächst runterzuladen, aber auf dem Handy geht das nicht. Also mußte eine andere Lösung her, die auch während meines USA-Aufenthaltes funktioniert.
Meine Lösung: ein zweites Postfach auf dem Server. Die Mails gehen in beide Postfächer. Das erste Postfach wird wie bisher vom PC genutzt und das zweite vom Handy. Um nun nicht im Spam oder veralteten Mails zu versinken, läuft alle 5 Minuten ein Skript, daß alle unerwünschten Mails im zweiten Postfach aussortiert. Mails die von nicht autorisierten Absendern kommen, oder Mails die älter als 30 Tage sind, werden gelöscht.
Durch dieses Whitelisting bekomme ich höchstens den Spam der letzten 5 Minuten auf das Handy. Das sollte zu verkraften sein. Das läuft seit heute nachmittag und scheint zu funktionieren.
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