tiny little gizmos

Jetzt isses passiert…

40 Jahre ging es gut – jetzt isses passiert: Ich habe eine Brille. Neulich war ich wegen einer Bindehautentzündung beim Augenarzt und dabei wurde dann neben anderen Untersuchungen gleich mal ein Sehtest gemacht. Ergebnis: Ich bin leicht kurzsichtig. Das erklärt auch warum ich seit einiger Zeit das Gefühl hatte, daß ich meine Augen ziemlich anstrengen muss, wenn ich hübschen Frauen hinterhergucke lange vor dem Rechner sitze. Alles noch nicht wirklich schlimm und absolut altersgemäß, wie mir letzte Woche der Optiker sagte.

Jetzt versuche ich mich an das Tragen zu gewöhnen. Ist schon ein bischen komisch. Vor allem, weil ich mit ’ner Lesebrille nicht rumlaufen kann, ohne daß mir tüddelig wird – aber dafür ist sie ja auch nicht gemacht. Ich hoffe nur, daß ich das teure Stück nicht aus Versehen verkratze irgendwo vergesse oder mich döselig draufsetze.

An mein neues Aussehen muss ich mich dagegen nicht großartig gewöhnen – das finde ich ganz O.K. ;-)

Mann mit Brille

Mann mit Brille

Ein Werbevideo für… (etwas unübliches)

Werbevideos an sich sind ja nichts Neues. Werbevideos auf Youtube und Konsorten auch nicht. Neulich habe ich schon die Linke Augenbraue etwas gehoben, als ich ein Werbevideo für ein Buch gefunden habe: Sprache und viel Typo-Spielerei. Aber ein Werbevideo für eine Schriftart ist mir auch etwas völlig Neues. Darum hier Ausnahmsweise mal Werbung – nicht für die Schrift, sondern für die Idee :-).

Perfekte Haut in 10 Minuten

Wenn sich Eure Freundin mal darüber beklagt, daß Ihre Haut so fürchterlich ist, nachdem sie sich einige dieser typischen Frauenzeitschriftenfotos abgesehen hat: Hier ist ein tolles Tutorial, wie man die perfekte Haut in 10 Minuten bekommt – na gut, auf dem Foto… really cool digital makeup in Photoshop in 10 min.

iPhone update

Besitzer des iPhones wissen es vermutlich bereits: seit heute ist die Version 2.2 der Systemsoftware für das iPhone draussen. Ich habe es soeben installiert (246MB!!!). Neben diversen behobenen Fehlern und solchen Spielereien wie Google Streetview besteht für mich die wichtigste Neuerung darin, daß ich diese vermaledeite Auto“korrektur“ Textverschwurbelungsfunktion abschalten kann.

Endlich kann man auch in Ruhe Mails schreiben, ohne daß das Gerät ständig peinlichen Quatsch draus macht…

Impressionen

Die Impressionen des Wochenendes stammen vom Schöneberger Rundgang und einem kurzen Sonntagsausflug nach Summt, nördlich von Berlin.

Pudelsalon Hanni

Pudelsalon Hanni

Lange Pinsel

Wirklich lange Pinsel

Das Kapital

Kapital und Vergänglichkeit

Fischernetze in Summt

Fischernetze in Summt

USA Finanzkrise in der Süddeutschen (gähn)

Ich habe gerade den Artikel „Krise der Kreditkarten – Der Kaufrausch ist beendet“ bei der Süddeutschen gelesen. Nach dem Hypothekencrash kommt jetzt der Kreditkartencrash in den USA.

Der Artikel – langweilig

Im Artikel steht nicht nichts, was man nicht schon seit Jahren wusste. Die Amerikaner nutz(t)en Kreditkarten ganz anders und viel intensiver als wir in Deutschland. Das führte zu massiver Überschuldung (ach was…?) und jetzt im Abschwung werden viele dieser Schulden nicht zurückgezahlt werden können. Das bedeutet weitere Zahlungsausfälle und natürlich einen herben Knick im Konsumverhalten, der den wirtschaftlichen Abschwung verstärken wird, etc…

Das ist ungefähr das Szenario, auf das ich spätestens seit Beginn des Irakfeldzuges aufgrund der exzessiven Verschuldung der Bürger und des Staates gewartet habe. sorry, Süddeutsche – das sind keine neuen Nachrichten. Interessant sind hingegen einige der Kommentare – die gehen nämlich weiter und tiefer.

Die Lesermeinungen – interessant

Der Leser enigma123 geht mit seinem Kommentar weiter als der Artikel. Zum Besipiel mit der Feststellung, daß nicht nur die Privathaushalte mit Hypotheken und Konsumentenkrediten hoffnungslos überschuldet sind, sondern auch der Staat selbst. Wenn jetzt ein milliardenschweres Rettungspaket nach dem anderen aufgelegt wird – wer soll das eigentlich bezahlen?

Sie [die Amerikaner] werden, wenn ihnen die ‚Eliten‘ nicht mit einem Krieg oder Hyperinflation zuvorkommen, weiter erkennen können, dass ihre Städte, die gesamte Infrastruktur um sie herum wie im alten Rom zerfallen werden, und dass obwohl sie im kapitalistischen Sinn alles ‚richtig‘ gemacht haben.

Hyperinflation bedeutet nicht einfach nur, daß es dem Volk besch… gehen wird, sondern auch, daß sich die USA ihren globalen Führungsanspruch abschminken können. Ohne Geld keine gute Infrastruktur, ohne gute Infrastruktur keine reale Wirtschaftsleistung und deshalb kein Geld. Ohne Geld kein internationaler Einfluss. Ohne Geld keine astronomischen Rüstungsausgaben, mit denen man jedes missliebige Land der Welt in Schach halten kann. Sorry Babes, das 21 Jahrhundert wird nicht das amerikanische sein, fürchte ich…

Der Leser McKiri geht hingegen in die Tiefe und versucht die waren Ursachen zu beleuchten. Er beschreibt die amerikanische Finanzmentalität so:

Es zählt nur der Moment und die Auswirkung auf die Zukunft ist nicht im Fokus.

Er kommt dabei zum Schluss, daß sich diese Einstellung negativ durch die komplette Wirtschaft zieht zieht: Verkäuferprovisionen sind nicht auf nachhaltige Kundenbeziehungen angelegt, schlechte Quartalszahlen führen zu sofortigen Entlassungen, auch wenn es sich nur um eine kleinere konjunkturelle Delle handelt und hinterher qualifiziertes Personal fehlt. Dieses Hire-and-fire Verhalten führt bei den Angestellten dazu, daß sie nehmen, was sie kriegen können und keinerlei Loyalität gegenüber den Firmen haben – weshalb auch? Das wiederum sei die Ursache für die schlechte Qualität der meisten amerikanischen Waren, was wiederum zu sinkender Wettbewerbsfähigkeit führe. Und das ist die Ursache für die reale Wirtschaftsschwäche der USA.

Der Leser fxx zu den Ursachen:

Übrigens ist diese Krise eigentlich paradox. […] Die Leute sind ja nicht von Armut bedroht, weil zu wenig Güter da sind, sondern weil mehr Produziert werden, als Verkauft werden. Uns ist mit den USA nicht ein Versorger, sondern ein Verbraucher abhanden gekommen. Vielleicht fällt unseren Finanz- und Wirtschaftsspitzenkräften da mal was intelligentes dazu ein. Vielleicht aber auch nicht.

Wenn ich mir die momentanen Aktionen ansehe, habe ich leider nicht den Eindruck, daß die Handelnden verstanden haben, daß die aktuelle Krise durch ein totales Überangebot verursacht wurde. Aber es ist ja auch jahrelang niemand stutzig geworden, daß 70% des US-Sozialproduktes aus Konsum bestand.

Buchtipp für Geeks

Weihnachten kommt mit Riesenschritten näher. Und während mein Budget gerade durch solche „Kleinigkeiten“ wie neue Reifen für das Auto, die anstehende Anschaffung einer Brille (bis 40 habe ich es trotz massiver Computernutzung ohne geschafft – immerhin) und jetzt möglicherweise auch für eine neue Windschutzscheibe bis zum geht-nicht-mehr belastet wird, ist vielleicht der Eine oder die Andere auf der Suche nach Geschenken.

Vorletzte Woche hatte ich mir ein dickes Buch gekauft. Okay, diese Woche noch eines, aber ich möchte zunächst mal von dem anderen Buch berichten. ;-)

Ich bin also neulich in Hamburg auf dem Weg zur Arbeit schnell mal bei Lehmanns reingehuscht und habe dort zielstrebig ein dickes IT-Buch erworben: „Coding for fun“ von Gottfried Wolmeringer, erschienen bei Galileo. Nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls unterhaltsamen „Just for fun“ von Linus Torvalds. Während Linus (der Erfinder von Linux, falls das jemand noch nicht wusste) wenig über das Programmieren an sich, sondern vielmehr relativ lustig über sich und sein Leben schrieb, hat der Begriff „fun“ in Wolmeringers Werk eine etwas andere Bedeutung. Der Untertitel bringt einen da eher auf die richtige Fährte: „IT-Geschichte zum Nachprogrammieren“. Wer nicht selbst programmiert oder sich für mathematische Spielereien begeistern kann, dem wird dieses Buch wohl wenig Spass machen.

Das Buch fängt bei den grundlegendsten Grundlagen (ha!) an: Dem Binärsystem. Allerdings wird das alles einigermaßen unterhaltsam verpackt („Sie können mit Ihren Fingern bis 10 zählen? Ich bis 1023…“) Lustig geht es dann mit der Frage weiter, was ein Turingmaschine ist, wer eigentlich dieser Herr Turing war, was der Zweite Weltkrieg und die Enigma damit zu tun haben und so weiter. Konrad Zuse darf natürlich auch nicht fehlen. Irgendwo muss man ja anfangen und der Autor hat der Versuchung widerstanden, bei Leibnitz, Charles Babbage und Ada Lovelace anzufangen, obwohl diese mal kurz erwähnt werden. Alles in allem also ein ziemlicher Parforceritt durch die IT-Geschichte mit Abschnitten über Betriebsysteme, Programmiersprachen, Künstliche Intelligenz, Zellulare Automaten Computerspiele und anderes Zauberzeugs. Lustig, daß zu jedem Abschnitt massenhaft Software dazugehört, die das alles verdeutlicht bis hin zu Emulationen historischer Rechner, wie dem EDSAC von 1952(!).

Für mich selbst fand ich das Buch etwas zwiespältig: Wenn man sich nicht wirklich für diese Thematik interessiert, ist das Buch zum Gähnen langweilig. Falls man sich aber doch dafür interessiert, kennt man das Meiste bereits. Möglicherweise kann das Buch aber sehr unterhaltsam und erhellend für Interessierte sein, deren persönliche Erfahrungen mit Computern erst in den 80er oder 90er Jahren beginnen.

Schöne Definition

Diese ganzen Diskussionen über die Bedeutung oder Nichtbedeutung von Bloggen finde ich zum gähnen langweilig. Aber diese Definition in dem Artikel „Wider das Haaresträuben“ auf bluelectric, über die ich gerade gestolpert bin, finde ich schön und treffend:

Bloggen ist Graswurzelpublizistik
Konstantin Klein

Ganz was Neues: Dickes Lob für die Bahn

Nachdem ich gestern ziemlich über die geringe Flexibilität der Bahn gemeckert habe, muß ich heute ausnahmsweise mal ein Lob ausstellen – und zwar ein echt dickes. Mir wurde gestern telefonisch zugesichert, daß gleich morgens eine vorläufige Bahncard verschickt wurde. Ich gucke also heute in den Briefkasten und finde nicht einen, sondern gleich zwei Briefe von der Bahn vor. In dem ersten ist die versprochene vorläufige Bahncard samt Rechnung (€30,- für die Ersatzkarte) und in dem zweiten sage und schreibe schon die richtige vollwertige Ersatzkarte.

Da bin ich baff. Ich meckere zwar an ziemlich vielen Sachen herum, aber wenn mal was richtig gut funktioniert, muss ich das auch mal loben. Das tue ich hiermit!

Fremdeln mit der digitalen Distribution

Einerseits bin ich jemand, der schon immer recht weit vorne an der elektronischen Front stand. Als ich mit meinem ersten Computer darum rang, daß er irgendwas halbwegs vernünftiges macht, wurde ich noch eher mitleidig angesehen. Sowas machten nur Verlierer, pickelige Aussenseiter. Technik war böse, das wusste doch jeder (ich rede von den frühen 80ern).

Heute ist man always-online, multitaskingfähig und communityaffirm. Die neuesten coolen Gadgets sind Statussymbole. Und jetzt komme ausgerechnet ich und mag so alte Sachen aus dem letzten Jahrhundert, wie z.B. Bücher aus Papier oder richtige Tonträger. Wobei – es dürfen ruhig CDs sein. Da bin ich großzügig. Ich hatte zwar schon in der vor-internet Ära elektronische Musik auf meinem Rechner, aber Musik die mir etwas bedeutet, will ich eigentlich immer noch physikalisch besitzen. Dieses ganze Downloadzeug, daß entweder virenverseucht (Tauschbörsen) oder DRM-verseucht ist wollte ich mir nicht antun. Meinen iPod habe ich mit Musik gefüttert, die ich als legal erworbene CD im Schrank stehen habe. Fertig ist!

Naja, wenn iTunes sowieso schon mal auf dem Rechner ist, kann man ja mal ein bischen stöbern…

**Patsch** Dem Marketing voll auf den Leim gegangen. Könnte mich ohrfeigen!

Andererseits haben die tatsächlich auch ’nen gar nicht mal so schlechten Backcatalog. Hätte nicht gedacht, daß ich nochmal ein Album von Blancmange (erstklassiger 80er Plastik-Pop) finde. Alleine „Living on the ceiling“ and „Blind Vision“ waren mir damals den Kauf der Kasette wert. Also ratz-fatz das komplette Album runtergeladen und gleich auf CD gebrannt. Das muss man Apple ja lassen – sehr clever, daß man selbst DRM-geschützte Stücke brennen darf. Damit kann selbst ich leben.

Wenn ich schon mal dabei bin, wie hieß nochmal dieser Song damals von Joy Division? Oder was moderneres: Ok-Go. Ach guck, Heroes von Bowie auf Deutsch – das wollte ich doch immer schonmal…

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