Dirk Ollmetzer | Dienstag, 18 Dezember 2007 |
Misc
Als ich heute morgen noch etwas müde in Hamburg ankam, sah ich, als ich zwischen zwei alten Speichern hindurchschaute, ein riesiges neues Gebäude. „Nanu, sooo schnell bauen die doch selbst hier nicht“ dachte ich so bei mir. Als ich weiterging fiel mir auf, daß es sich nicht um ein neues Gebäude, sondern um das Kreuzfahrschiff Queen Victoria handelte, die hier für einen Tag anlegt.
Wow, was für ein Gerät!
Dirk Ollmetzer | Sonntag, 16 Dezember 2007 |
Misc
Es wurde in den letzten Jahren viel von der fortgesetzten Beschleunigung der Gesellschaft geschrieben. Mein persönlicher Eindruck ist eher entgegengesetzt: Die Leute werden immer langsamer. Ein Trend, der mir seit Jahren im Straßenverkehr auffällt. Damals („es war einmal vor langer Zeit…“) kurz nachdem ich den Führerschein gemacht hatte, war es üblich, im Stadtverkehr ca. 55 km/h zu fahren, was ja auch ganz sinnvoll ist. Zügig Gas geben und dann bei 55 im höchsten Gang rollen lassen. Das spart Nerven und Sprit.
Heutzutage sind die Autos im Schnitt doppelt so stark und die Fahrer kommen überhaupt nicht mehr aus dem Knick. Bei Grün zögerlich loshuscheln und bei 35 bis 40 km/h ist Schluss. Und das Ganze selbstverständlich bei einigermaßen freien Strassen. Leute, das nervt! Und zu allem Überfluss ist das ein teurer Spass. So muß man laufend im vierten Gang fahren und verbrät unnötig Sprit. Seit ich ein Auto mit Verbrauchsanzeige habe, fällt mir das rchtig auf. Tagsüber hinter den Schnachnasen herhuscheln: 8,5 – 9 Liter. Nachts zügig gefahren: 6,5 – 7 Liter.
Gestern ist mir das Ganze aber auch zu Fuß in der Ottenser Hauptstrasse in Hamburg Altona extrem aufgefallen: Es sieht so aus, als ob die Leute gehen (zumindest machen sie solche Bewegungen), aber keiner kommt wirklich vom Fleck. Ich bin selbst dann schneller, wenn ich stehenbleibe. Ich gebe zu, daß der dortige Weihnachtsmarkt zur Eskalation beigetragen hat, dennoch scheint das ein langfristiger Trend der Entschleunigung zu sein.
Was ist hier los? Haben wir es unbemerkt mit einer Slo(w)mo(tion)-Virus Epedemie zu tun? Oder ist das nur eine subversive Methode, sich dem gestiegenen Druck auf das Individuum zu widersetzen?
Wer schon einmal Webseiten für Handies (WAP 2.0) gebaut hat, kommt schnell darauf, daß man die Ausgabe automatisch an das Endgerät anpassen sollte. Wenn man zum Beispiel Bilder anzeigen möchte, macht es einen erheblichen Unterschied, ob das Handy eine Displaygröße von 128×128 (z.B. ältere Nokia Series 40), 176×208 (ältere Nokia Series 60, viele SonyEricsson) oder 240×320 Pixel hat. Dazu benötigt man eine Geräteerkennung.
Hallo Handy, was kannst Du denn?
Eine gute Möglichkeit zur automatischen Geräterekennung bietet WURFL (Wireless Universal Resource File). Das funktioniert recht gut, aber der Server benötigt zum Parsen de riesigen XML-Datei viel Speicher. Mehr als mein Provider mir zubilligt. Aber es geht auch anders: Per UAProf.
Neuere Handies schicken im Request Header einen Link auf eine XML-Profildatei, in der die wichtigsten technischen Daten stehen. Heute möchte ich dem geneigten Leser und Softwarebastler eine PHP-Klasse zur Verfügung stellen, mit dem sich die wichtigsten Parameter aus diesen UAProf-Dateien auslesen lassen. Die Klasse ist PHP4 Kompatibel, da leider noch immer viele Hoster nicht auf PHP5 umgestellt haben. Man kann die Klasse leicht auf der Kommandozeile ausprobieren. Dazu den Inhalt der ZIP Archives in einen Ordner entpacken und die XML Dateien für die Handymodelle dazulegen. Den Pfad zur lokalen PHP-Installation in der ‚test.bat‘ anpassen und starten.
uaprof.zip (1,8 Kb)
Wo bekomme ich nun Profildateien zum Testen her?
Das Beispiel enthält keine Profildateien. Diese muss man sich aus dem Internet laden. Das ist erlaubt, denn dafür sind sie ja da. SonyEricsson hat z.B. in dem PDF-Dokument ‚WAP User Agent strings and profiles‘ ein Verzeichnisen aller Handymodelle mit den URL’S. Das Dokument liegt hier. Ansonsten ist Google gerne bei der Suche behilflich ;-). Bei der Suche nach „e61 uaprof“ ist beispielsweise gleich der erste Treffer die entsprechende Profildatei für das Nokia E61.
Dirk Ollmetzer | Samstag, 8 Dezember 2007 |
Misc
Nach eineinhalb Wochen und vier wirkich gräßlichen Nächten könnte ich heute Nachmittag im wahrsten Sinnes des Wortes endlich aufathmen – die Nase wird langsam frei. Ich hoffe, daß ich heute nacht endlich den fehlenden Schlaf nachholen kann.
Nachdem in den letzten Jahren und Monaten Politik und staatliche Ermittlungsbehörden überwiegend durch Terrorhysterie und grundgesetzwidrige Vorstöße zu Schnüffel verdachtsunabhängigen Ermittlungmethoden von sich reden machten, ist heute aus der Bundesanwaltschaft eine Stellungnahme zu vernehmen, die durch Sachverstand auffällt:
Titel des Spiegel Artikels: Bundesanwalt bezweifelt Sinn von Online-Razzien
Der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum erläutert darin, daß Verdächtige ständig die Rechner wechselten und meist auch fremde Computer nutzen. Online Durchsuchungen würden daher meist ins Leere laufen.
Damit bestätigt die Bundesanwaltschaft die Einschätzung der meisten IT-Sicherheitsexperten. Wirklich schwere Jungs fängt man so nicht. Solche Maßnahmen sind nur dazu geeignet, normale PC-Nutzer zu überwachen. Damit ist ein derartig schwerer Eingriff in die Privatsphäre der Bürger aber nicht zu rechtfertigen.
Griesbaum nannte die bisherige öffentliche Diskussion oberflächlich und forderte anstelle zweifelhafter Gesetze eine bessere Ausstattung, damit die Ergebnisse normaler Ermittlungsmethoden schneller ausgewertet werden können.
Auch wenn es hier um die Verteilung von Mitteln und Kompetenzen geht – endlich mal eine nüchterne und realistische Stellungnahme.
Die Deutschen sind in zwei Dingen gut: Maschinenbau und Autos (wobei Autos ja auch Maschinen sind, aber meistens an Endkunden verkauft werden). Das Land lebt davon nicht schlecht. Ich hätte gerne, daß das so bleibt, habe aber schwerste Bedenken.
Ich vermag nicht zu erkennen, daß die deutschen Autohersteller auf die bevorstehende Effizienzrevolution vorbereitet sind. Der umwerfende Erfolg mit den gegenwärtigen „Rennpanzern“ scheint manche Entscheider leider etwas träge im Kopf zu machen.
Vorsicht: Wie schnell sich Märkte drehen können, bekommen gerade mal wieder die amerikanischen Autohersteller zu spüren. Noch vor zwei, drei Jahren lebten die ausgesprochen gut davon, ihren Landsleuten fette Pick-Ups und Vans zu verkaufen, die eine hohe Marge abwerfen. Das scheint vorbei zu sein. Mit Spritpreisen von $4 pro Gallone und sinkenden Einkommen vergeht nun auch den Amerikanern die Lust auf übergroße Autos. Spiegel Online titelt heute Produktionsstopp für Pickup-Trucks.
Ich frage mich, wann hierzulande der Punkt erreicht ist, an dem den Leuten die Lust auf dicke Autos mit Rennstreckentauglicher Motorisierung vergeht. Möglicherweise geht sogar die Nachfrage nach Autos im Allgemeinen zurück. Das Kraftfahrtbundesamt schätzt die Zahl der Neuzulassungen für 2007 auf ca. 3 Mio. Das wäre der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Kein Wunder – wer hat schon Lust auf einen langweiligen Golf für €25.000,-, wenn man sich des Jobs nicht sicher ist und weniger Kaufkraft hat, als vor 10 Jahren?
Und wo bleiben die Alternativen? Wo sind die günstigen, praktischen, interessanten Autos aus deutscher Produktion für die Saison 2008? Wo sind die umweltschonenden Antriebe für das Jahr 2010/2011? Ist da irgendwas ernsthaft in der Pipeline außer Showcars? Die Zeit wird knapp. Sowas schüttelt man sich nicht aus dem Ärmel und der Markt ändert sich rasch. Solche Konstellationen sind es, in denen plötzlich Quereinsteiger den Markt umkrempeln – wie es Apple im Musikbusiness gemacht hat. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, 2011 einen Elektro-Roadster von Samsung zu fahren…
Da ich ja jetzt offesichtlich immer ’ne Portion Extra-Zeit im Zug habe, konnte ich maleben nebenbei eine neue Software ausprobieren: Magento – eine neue Open Source Onlineshop Software. Das hat mich schon interessiert, weil ich ja damals (Ende der 90er) ziemlich viel mit Online Shops gemacht hatte. OSCommerce hatte ich mir zwar auch mal angeguckt, aber für nicht so toll gehalten. Insbesondere wenn es um den Punkt „Flexibilität und Erweiterbarkeit“ geht.
Megento scheint da von anderem Kaliber zu sein, soweit ich das nach 30 Min. herumprobieren und rumstochern im Code beurteilen kann. Es setzt PHP5 voraus und nutzt das Zend-Framework, was ja schonmal eine recht gute Basis ist. Dafür, daß es sich noch um eine Beta-Preview handelt sieht das ganze schon recht sauber aus. Auf die Watchlist damit!
P.S: Ich habe eben erst laufend Magneto geschrieben. Neenee, nix Magnetisch – Magento wie pinkrosa.
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 4 Dezember 2007 |
Unterwegs
Heute hatten wir mal einen neuen Grund für eine fast halbstündige Verspätung auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin: Ein Fenster in der ersten Klasse ist kaputtgegangen. Deshalb nur 160 statt 230km/h.
Das Postmonopol scheint gesichert. Wenn das bereits durch die Einführung eines Mindestlohns bei den Zustellern zu schaffen ist, kann ich nur sagen: offensichtlich völlig zu recht. Wenn das Geschäftmodell der Konkurrenten nur im Lohndumping bestand, sollen sie sich doch ruhig wieder zurückziehen. Mir als Endkunden bringt die Zersplitterung ohnehin keinen Vorteil, sondern nur nicht mehr funktionierende Nachsendeanträge.
Die Financial Times stellt heute klar, Millionen Deutsche verdienen zu wenig zum Leben. Allerhöchste Zeit, diesen „Klassenkampf von oben“ endlich aufzuhalten.
Dirk Ollmetzer | Montag, 3 Dezember 2007 |
Misc
Ich will keine dicke, verstopfte Nase mehr haben – ich will wieder Luft bekommen und vernüftig schlafen können, hrrgttnchml…
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