Dirk Ollmetzer | Samstag, 21 Juli 2007 |
Gizmos
Ich war gestern bei Gravis um das vielgepriesene Wundertelefon auszuprobieren, aber dazu kam es nicht. Es gibt in dem Laden ein iPhone, das immer irgendein Mitarbeiter in der Tasche hat. Man fragt also einen beliebigen Mitarbeiter und der gibt einem dann einen Tip wie: „Der mit den struppigen Haaren hat es“. Nach 5 Minuten vergeblicher Suche stellte sich heraus, daß „der mit den struppigen Haaren“ gerade in irgendeinem Meeting sitzt und ich warten soll. Hmmm….
Es war nicht möglich, daß mir jemand anderes das iPhone zeigt. Wahrscheinlich sind Mitarbeiter und Gerät mit schweren Eisenketten verbunden. Bin dann nach 15 Min. echt genervt aus dem Laden verschwunden.
Später hatte ich aber doch noch die Möglichkeit ein cooles Gerät mit Multitouch Display auszuprobieren – bei den Abschlusspräsentationen des letzten Jahregangs „Electronic Business“. Das letzte vorgestellte Projekt beinhaltete Hardware, Software, Content und ein sehr gelungenes Userinterface Design. Alles zusammen ergab ein erfreulich ausgereiftes Produkt.
Der Nachteil gegenüber dem iPhone: Das Gerät ist deutlich unhandlicher und nur eingeschränkt portabel – ein (geschätzt) 50Kg schwerer Kubus.
Der Vorteil gegenüber dem iPhone: Es ist von mehreren Menschen gleichzeitig nutzbar und hat ein eingebautes Content-Management System.
Die Studenten haben einen interaktiven Tisch für das Foyer gebaut, auf dem mehrere Menschen gleichzeitig in Projektdokumentationen suchen können. Schickes Design, tadellose Funktion – auch als 10 Leute gleichzeitig auf dem Tisch rumtatschten – und ein wirklich gelungenes User Interface. Ich fand besonders toll, daß zwischen „Hand ist über dem Objekt“ und „Objekt wird berührt“ unterschieden wurde, was bei den wenigsten Touchscreens funktioniert. Gratulation – ich bin beeindruckt.
Schade, daß der Studiengang nunmehr ausgelaufen ist. Der Masterstudiengang führt das sehr gelungene Konzept zwar inhaltlich fort, ist aber leider mit richtigen Studiengebühren verbunden.
Vielleicht kennt es ja der Eine oder die Andere bereits: Das schräge Ballerspiel QWERTY-Warriors2. Eine Mischung zwischen Ballerspiel, Tetris und einem Schreibmaschinenkurs. Die Gegner tragen alle einen Begriff und sie werden abgeschossen, indem man diesen Begriff eintippt. Am Anfang ist das einfach, weil die Gegener langsam und die Wörter kurz sind, später wird es schneller und die Begriffe länger und komplizierter. Herrlicher Schwachsinn.
Gefunden habe ich das in diesem schönen Comicblog von Beetlebum.
Mein Besuch auf dem Webmontag gestern abend hat mir eine Einladung zu pownce eingbracht. TechCrunch hat bereits so einiges darüber geschrieben. Ich fand es interessant, weil es einen Grundgedanken mit zzap teilt: Twitter ist nett, aber zu eingeschränkt. Hier ist also meine Pownce-Seite:
http://www.pownce.com/olomuoc
Na toll: Schon beim Registrieren verschrieben. Es sollte natürlich olomouc heissen, nicht olomuoc. Sei’s drum…
Interessant fand ich bei der Registrierung die Auswahl zum Geschlecht (siehe Screenshot). Das hat mich an ein Gespräch mit einer Freundin über die Szene in San Francisco erinnert – wo pownce ja auch sitzt.

Geschlechterrollen in Pownce
Dirk Ollmetzer | Dienstag, 17 Juli 2007 |
Misc
Gestern abend war Webmontag in Berlin im Newthinking Store in der Tucholskystr..
Im ersten Vortrag stellte Scott Rafer sein Startup Lookery vor, das Werbung in Facebook Applikationen plazieren will. Nach der Freigabe der Facebook API sind innerhalb von zwei Monaten bereits tausende Applikationen gestartet, die vom Facebook Kundenstamm partizipieren wollen. Scott versprach sich von exakter Zielgruppenansprache einen höheren TKP. Es ist geplant in zwei Wochen online zu sein.
Lars Trieloff stellte anschließend eine vielversprechend aussehende Groupware namens Mindquarry vor. Die Firma wurde von Hasso Plattner Ventures unterstützt und sitzt in Potsdam. Mindquarry macht die Bildung von Teams einfach, deren Zusammenarbeit durch Aufgabenverwaltung, ein für „normale Menschen“ verständliches Wiki und eine sehr sinnvolle Dateiverwaltung unterstützt wird. Letzteres ist für mich das „Killerfeature“, weil damit das bekannte Dateichaos auf Fileservern vermieden wird. Stichworte: Synchronisierung und Versionierung. Das Ganze ist wahlweise als kostenpflichtiger Service, oder als Open-Source Produkt zu haben.
Danach gab es ein Update zum stand von OpenID. Interessant fand ich, daß fast jeder im Raum OpenID bekannt war, aber fast niemand es nutzte. Da wäre die Frage „warum nicht“ sehr spannend gewesen, aber leider wurde die Zeit etwas knapp.
Darunter litt dann auch meine eigene abschließende Präsentation von zzap. Andererseits zwang mich das, die Grundidee so knapp wie möglich wiederzugeben. Das Feedback war freundlich verhalten, aber ich hatte im Anschluss immerhin ein interessantes Gespräch und eine Einladung zu pownce.
Vor zwei Jahren habe ich im Rahmen eines Projektes an der Uni einen Verlag für Handybücher durchgerechnet und einen Prototypen gebaut.
Vor zwei Wochen dachte ich mir: Warum unzählige Zeilen Code im Keller Staub ansetzen lassen?
Vor zwei Tagen war es dann soweit: Das Projekt fastfiction ging mit dem Motto „Kultur auf das Handy“ online (http://www.fastfiction.de). Zunächst nur mit einer kleinen Auswahl gemeinfreier, klassischer Werke. Es geht mir – wie bei zzap – zunächst vor allem darum, Feedback zu sammeln.

fastfiction - Kultur auf das Handy
Wie funktioniert fastfiction?
- Man kann das gewünschte Handybuch in Form einer JAR-Datei auf den Rechner laden und von dort aus auf das Handy übertragen, oder
- Die Seite direkt mit dem Handybrowser aufrufen (http://wap.fastfiction.de) und das Handybuch per WAP installieren
Viel Spass beim Ausprobieren. Feedback ist wie immer gewünscht.
Dirk Ollmetzer | Samstag, 14 Juli 2007 |
Misc
Habe kurz ubuntu-Linux 7.04 ausprobiert. Alle schwärmen davon und Dell liefert jetzt sogar Rechner damit aus. Mein nächster Rechner soll nämlich möglichst kein Windows Vista (Gründe: Lizenzen, Firmenpolitik, …) haben und ich hätte gerne noch eine Alternative zu Apple (Gründe: Umgang mit Medien, Umgang mit Open Source etc…).
Erster Eindruck: Suuuu-per!
Die komplette (vergleichsweise exotische) Hardware von meinem alten Sony Notebook (Z1 XMP) wurde sofort erkannt. Kein Treiberproblem. Grafik und Sound sofort voll Funktionstüchtig, Netzwerk ebenso. Die Benutzeroberfläche ist chic und sehr aufgeräumt, Server im Netzwerk gefunden. Videos abspielen auch kein Problem.
Das ganze lässt sich übrigens erstmal als Live-System ausprobieren. D.h. wie Knoppix kann man ubuntu von CD starten, ohne es installieren zu müssen. Läuft dann natürlich ziemlich langsam, aber für den ersten Eindruck reicht es.
Ich bin ehrlich beeindruckt. Wenn ich da noch an die 30 Disketten Slackware Distribution von 1993 zurückdenke… *brrrr*
Ob Linux damit endlich das Zeug dazu hat, Windows zurückzudrängen, kann man natürlich erst nach längerem Gebrauch sagen. Ich sehe noch genügend mögliche Stolpersteine, wie USB-Sticks, Firewire, Betrieb mit mehreren Bildschirmen, Scanner, Drucker, Fotoapparate, Bluetooth, Handykopplung etc…
Aber bis jetzt kann ich aber nur Positives berichten. Klasse!
Dirk Ollmetzer | Samstag, 14 Juli 2007 |
Misc
Gestern war Freitag der 13. War gar nicht schlimm. Habe mir nur beim Brot schneiden fast den kleinen Finger gespalten. Sonst war alles harmlos.
Dirk Ollmetzer | Freitag, 13 Juli 2007 |
Misc
Die Aufregung in Klein-Bloggerdorf um Zensur und übertriebenen Jugendschutz bei Flickr verstehe ich nicht, solange so etwas möglich ist (siehe Bild). Ich habe nach Fotos vom Sage Club in Berlin gesucht und prompt die „passende“ Werbung dazu bekommen.

Kontextsensitive Werbung bei Flickr
Die Reihe neuer, virtueller Copyshops reißt nicht ab. Nach Spreadshirt, MyPhotobook und ähnlichen Angeboten kommt jetzt moo mit Minikarten.
Sieht ganz stylish aus. Firma sitzt in London. Techcrunch ist begeistert.
Aber: $5 Mio Venture Capital für einen Copyshop mit extrem begrenzten fokussierten Angebot? Hmm….
Es war einmal vor langer, langer Zeit;
Da begab es sich, daß der junge Dirk sein Tagewerk mit Stadtplanung verbrachte…
Genau gesagt habe ich Mitte der 90er mein Geld mit CAD-zeichnen verdient. Das Büro für das ich gearbeitet habe – urbanistica berlin – war vollständig mit Apple Macintosh ausgerüstet. Damals waren 100MHz und 40MB Arbeitsspeicher enorm! Apple stellte gerade von Motorola auf PowerPC-Prozessoren um und war Windows um Lichtjahre voraus.
Lang‘ ists her!
Und jetzt bin ich über das hier gestolpert: Ein Macintosh-Simulator im Browser. Unglaublich, wozu manche Leute ihre Zeit und Energie aufwenden, aber ein schöner Retro-trip war es schon.
Klasse, wie cool und aufgeräumt Mac OS 7 damals war…
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